Rocco Reitz war mehr als zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft beim Heimsieg gegen den FC Augsburg. Foto: Dirk Päffgen
Ein Restart nach Maß gelang Borussia Mönchengladbach am Sonntag gegen den FC Augsburg. Dabei fand Rocco Reitz nach dem Spiel lobende Worte, ebenso äußerten sich Sportchef Rouven Schröder und Doppeltorschütze Haris Tabakovic über dessen Zukunft.
»4:0 zuhause, das ist mal ein Restart, oder?«, befand Borussia Mönchengladbachs Stürmer Haris Tabakovic nach dem gestrigen Heimsieg gegen den FC Augsburg. Dabei war Doppeltorschütze Tabakovic maßgeblich am Sieg der Borussen beteiligt – wohl auch, weil er sich im Vorfeld auf die eisigen Temperaturen vorbereitet hat.
Gladbach hält die Null
»Ich hatte auf jeden Fall die Eisenstollen an«, verriet der Stürmer nach der Partie. Doch beinahe wäre sein erster Treffer aberkannt worden. Tabakovics Einsatz gegen FCA-Keeper Finn Dahmen wurde jedoch vom VAR als nicht strafbar eingestuft, der Torschütze selbst sah es ähnlich. »Für mich war das zu wenig für ein Foul«, sagte Tabakovic.
Dessen Effizienz freute auch Mitspieler Rocco Reitz: »Sowas muss man sich auch erarbeiten, dass alle ersten Dinger direkt reingehen. Wir hatten auch schon andere Spiele«, erinnerte sich Borussias Vize-Kapitän. Für ihn sei besonders wichtig, dass seine Mannschaft kein Gegentor kassiert hat, und dass der Matchplan von Trainer Eugen Polanski aufgegangen ist.
»Aktives Rausschieben« war das Ziel
Einer der Hauptaspekte: »Aktives Rausschieben, dass alle gemeinsam im Sprint diese Meter gewinnen und den langen Ball pressen«, erklärte Reitz, woran die Mannschaft in der Winterpause besonders gearbeitet hat. »Denn es ist schwerer zu verteidigen, wenn du dich hinten reinstellst, weil dann viele Flanken in den Strafraum kommen«, fügte er an. Zudem sei der Sieg »ein kleines Ausrufezeichen, dass wir auch ein paar Tore schießen können. Da können wir auf jeden Fall mit arbeiten und jetzt müssen wir am Mittwoch nachlegen«, blickte Reitz auf das kommende Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim voraus.
Denn die TSG, das weiß auch Sportchef Rouven Schröder, »wird ein richtiger Brocken. Am Mittwoch werden wir mindestens genau so eine gute Leistung brauchen«, sagte Schröder. Dann könnte es erneut auf die Qualitäten von Tabakovic ankommen. »Haris ist ein richtiger Torjäger, das sieht man daran, dass er trotzdem trifft, wenn er mal nicht so im Spiel ist«, lobte Schröder seinen Stürmer.
Tabakovic: »Lasse es auf mich zukommen«
Für diesen hat das Spiel in Hoffenheim eine besondere Bedeutung – schließlich ist er bis Saisonende von Hoffenheim an Gladbach ausgeliehen.. »Ich habe noch viele Freunde dort«, beschrieb Tabakovic sein Verhältnis zur TSG. Ein Anlass für ihn, über seinen Vertrag in Gladbach und eine mögliche Zukunft über den Sommer hinaus zu sprechen, sei das Spiel am Mittwoch jedoch nicht. »Natürlich macht man sich Gedanken, aber ich lasse es auf mich zukommen. Am Ende kann ich nur das ändern, was auf dem Platz passiert«, gab sich der Stürmer stoisch.
Auch Schröder betonte, dass er aus der Partie keinen Anlass zieht, sich Gedanken über eine Festverpflichtung Tabakovics zu machen. »Es gibt noch genug zu tun im Januar«, erklärte der Sportchef mit Blick auf den gesamten Kader. Deshalb stehe das Sportliche im Vordergrund: »Man sieht ja, wie eng die Bundesliga ist. Wir müssen auf uns gucken und die Punkte sammeln«, sagte Schröder mit Blick auf die verbleibenden Spiele.
