Gladbach verpflichtet Enzo Leopold aus Hannover

Enzo Leopold wechselt von der Leine an den linken Niederrhein. Foto: picture alliance / Foto Huebner | Foto Huebner

Borussia Mönchengladbach hat Enzo Leopold verpflichtet. Der Kapitän von Hannover-96 kommt ablösefrei an den linken Niederrhein und erhält einen bis Sommer 2030 gültigen Vierjahresvertrag und trägt künftig das Trikot mit der Rückennummer acht. Was der Mittelfeldspieler Gladbach bringt.

„Alle guten Dinge sind drei“, besagt ein altbekanntes Sprichwort. Auf Borussia Mönchengladbach trifft das in diesen Tagen auch durchaus zu – zumindest was die Kaderplanung betrifft. Fast im Tagestakt kommen neue Meldungen über Sommer-Verpflichtungen bei Borussia Mönchengladbach aus der Gerüchteküche.

Nun hat sich ein weiteres bewahrheitet: Enzo Leopold, Kapitän von Hannover 96, wechselt ablösefrei zu Borussia Mönchengladbach. Der 25-Jährige tritt damit die Nachfolge von Rocco Reitz beziehungsweise Yannik Engelhardt im zentralen Gladbacher Mittelfeld an. Leopold unterschreibt einen Vertrag bis 2030.

»Er ist einer, der vorangeht«

»Enzo hat sich in vier Jahren bei Hannover 96 zu einem Fixpunkt im zentralen Mittelfeld entwickelt«, so Borussias Sportchef Rouven Schröder. »Er ist einer, der vorangeht, der seinen Job auf dem Platz diszipliniert und mit hoher Intensität ausübt, der aber auch ein guter Fußballer mit ausgeprägtem taktischen Verständnis ist und der in der vergangenen Saison als Kapitän seiner Mannschaft auch in Sachen Leadership einen großen Schritt nach vorn gemacht hat. Es war sein großer Wunsch, in der Bundesliga zu spielen – und wir sind davon überzeugt, dass dieser Schritt für ihn logisch und richtig ist.«

»Mein Traum war es immer, Bundesliga zu spielen. Dass es nun bei so einem großen Klub passieren wird, ist natürlich besonders. Ich kann es kaum erwarten, hier loszulegen und kann allen Fans versprechen, dass ich immer 100 Prozent gebe.«

Führungsqualitäten und laufstark

In der vergangenen Saison ist Leopold in allen 34 Zweitliga-Spielen in Hannover zum Einsatz gekommen – nur einmal nicht über die volle Distanz. Insgesamt 120 Zweitligaspiele stehen in Leopolds Arbeitszeugnis. Auch Führungsqualitäten bringt der 25-Jährige mit. Genau das, was bei den Borussen gefragt ist. Nicht umsonst trug er in der abgelaufenen Saison die Kapitänsbinde bei den Niedersachsen. Leopold ist besonders laufstark (390,2 Kilometer insgesamt) und passsicher (91.09 Prozent). Zudem kann er ein Spiel ankurbeln.

Ein Dauerbrenner also, der Borussia mit seiner Spielstärke weiterhelfen wird. Genau diese Qualitäten forderte Eugen Polanski noch am Ende der nun abgelaufenen Saison ein: Weniger »brave Jungs« und mehr »Arschlöcher« solle sein Team haben. Und Leopold wird womöglich helfen, diese Stärken mit einzubringen. 

Einen Sechser-Kollegen wird er vermutlich schon bald hinzubekommen: Der Japaner Zento Uno wird vom japanischen Erstligisten Shimizu S-Pulse zu den Borussen stoßen. Dann dürfte dann der geplante Neuaufbau des zentralen Mittelfelds abgeschlossen sein.