Die Ultras haben im Vorfeld des morgigen Heimspiels angekündigt, dass sie wie schon zuvor beim Aufeinandertreffen mit RB Leipzig in den ersten 19 Minuten auf Support verzichten werden. Der Verein wurde darüber informiert, trotzdem hätte Dieter Hecking natürlich lieber ab der ersten Minute eine laute Kurve.

Auch für Max Eberl ist das Verhalten der Ultras, die sich darüber offen mit dem Verein ausgetauscht haben, schade. Nach den ersten Minuten erwartet er dann, dass die Fans alles geben werden, um ihren Verein zum Sieg zu peitschen: »Wir leben erstmal in Deutschland in einer Meinungsfreiheit und jeder kann sich artikulieren, ohne dem anderen zu nahe zu treten. Unsere Fans haben sich zu diesem stillen Protest entschieden. Das akzeptieren wir. Das ist an uns offen kommuniziert. Meine große Hoffnung ist dann ab der 19. Minute eine volle Unterstützung für die Mannschaft, die dann alles versuchen wird, morgen siegreich das Stadion zu verlassen.«

Dieter Hecking sieht das ähnlich. Gerade die Spiele mit Leipzig waren bisher immer eng, sein Team ist bisher in drei Partien gegen Leipzig nie als Sieger vom Platz gegangen. Da kann die Unterstützung der Fans in einem Heimspiel natürlich nochmal weitere Kräfte freisetzen, doch diese Unterstützung wird zu Beginn eben ausbleiben. »Das ist für uns natürlich schade, dass wir erstmal 19 Minuten keine Stimmung haben werden. Ich verstehe das irgendwo, aber das ist für uns als Mannschaft nicht gerade hilfreich. Aber das ist eben so. Da müssen wir in unseren Tunnel kommen und unser Ding durchziehen«, kündigte Hecking an.