Max Eberl fehlte am Freitagmittag bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Mainz 05. Doch nicht etwa, weil er einen frühen Feierabend genoss, sondern weil er sich auf dem Rückflug von China an den Niederrhein befand, um am Sonntag pünktlich zum Heimspiel wieder anwesend sein zu können. Währenddessen bekam er von Hecking ein großes Lob für sein gutes Händchen bei Florian Neuahus.

Die ganzen Glückwünsche zu seinem 10-jährigen Dienstjubiläum als Sportdirektor werden Max Eberl erst wieder erreicht haben, als er gestern deutschen Boden unter den Füßen hatte. Den Großteil seines Jubiläumstages verbrachte der 45-jährige nämlich in der Luft. Gemeinsam mit Rainer Bonhof, Stephan Schippers und dem Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, Hans Wilhelm Reiners, weilte er unter anderem in Shanghai, um dort das neue Büro von Borussia Mönchengladbach zu eröffnen, das zugleich die erste Auslandsniederlassung des Klubs darstellt.

Lob für Verpflichtung von Neuhaus

In Abwesenheit von Eberl huldigte Dieter Hecking seinen Vorgesetzten in Bezug auf die Verpflichtung von Florian Neuhaus, der sich aktuell sowohl bei den Fohlen als auch in der U21-Nationalmannschaft hervorragend präsentiert. »Max hat einen riesigen Schachzug gemacht. Er war sehr früh an Florian dran, als klar war, dass 1860 München nicht die Lizenz für die 3. Liga bekommt. Dadurch war Florian vertragslos. Das war der Grundstein dafür, dass wir seinen sehr, sehr guten Spieler bekommen haben«, so Hecking.

Hervorragende Arbeit von Fortuna

Über den Umweg Düsseldorf und das „Stahlbad“ der 2. Liga kam Neuhaus, der im Sommer 2017 einen Fünfjahresvertrag bei der Fohlenelf unterschrieb, diesen Sommer als mit dem Rückenwind des Bundesligaaufstieges nach Mönchengladbach. »Da muss man auch nochmal sagen, dass in Düsseldorf hervorragend mit ihm gearbeitet worden ist. Friedhelm (Funkel; Anm. d. Red.) und sein Trainerteam haben auch gesehen, was für ein großes Potenzial dieser Spieler hat. Er hat dann in der 2. Liga durchgängig gut gespielt und deshalb gab es für uns vor der Saison auch überhaupt nicht die Diskussion mit Fortuna Düsseldorf ins Gespräch zu gehen, ob eine weitere Leihe möglich ist«, blickt Hecking zurück.

Sieben Spiele, vier Torbeteiligungen

Der 21-jährige steckt noch mitten in seiner Entwicklung und trotzdem hat man bei ihm das Gefühl, er sei schon ewig dabei. Wohlgemerkt ist es für ihn die erste Saison im Oberhaus. Gerade einmal sieben Bundesligaspiele hat er gebraucht, um sich unter Dieter Hecking einen Stammplatz zu erspielen. Vier Assists unterstreichen seinen guten Instinkt in der Offensive und sein Auge für den letzten Pass. 

Entwicklung für Hecking nicht überraschend

»Er hat vom ersten Tag an das bestätigt, was wir uns von ihm erhofft haben. Er hat gleich seine Chance genutzt und ich fand seine Aussagen vor der Saison sehr bemerkenswert. Er hat gesagt, dass er spielen und sich zeigen möchte, er aber auch weiß, dass der Kader von Borussia Mönchengladbach auf seiner Position sehr stark bestückt ist und er es dem Trainer so schwer wie möglich machen will. Mit genau dieser Einstellung ist er vom ersten Tag an aufgetreten«, lobt Hecking seinen Schützling. »Von daher ist es für mich nicht so überraschend, dass er jetzt sowohl bei uns als auch bei der U21-Nationalmannschaft zu den Spielern zählt, die zum frühen Zeitpunkt der Saison so positiv aufgefallen sind.«