Morgen Abend (20:45 Uhr) empfängt Borussia Mönchengladbach in der 2. Runde des DFB-Pokals Bayer 04 Leverkusen. Kapitän Lars Stindl wird wohl wieder von Beginn an auflaufen. Dieter Hecking war beim jüngsten Sieg der Leverkusener in Bremen live vor Ort, wie er auf der heutigen Pressekonferenz bekanntgab.

Personell wird Trainer Dieter Hecking auf Julio Villalba (schwere Schulterprellung) und wohl auch auf Alassane Plea (Oberschenkelzerrung) verzichten müssen. »Natürlich ist er mit seiner Torgefährlichkeit und seinem Zug zum Tor ein Spieler, der diese Qualitäten hat und weswegen wir ihn verpflichtet haben. Aber wir sind auch ohne ihn in der Lage, ein gutes Offensivspiel aufzuziehen. Wenn ein wichtiger Spieler fehlt, wird das auf mehrere Schultern verteilt und aufgefangen«, so Hecking, der dann noch schnell hinzufügte: »Wenn er denn fehlt.«

Die Hoffnung auf einen Einsatz des Franzosen dürfte jedoch nicht allzu groß sein. Raffael wäre ein möglicher Ersatz für Plea. Doch ob und wie lange es bei ihm reichen wird, wird sich heute oder morgen entscheiden.»Er ist seit acht bis zehn Tagen wieder im Training. Muskulär hat er keine Probleme. Inwieweit er morgen eine Rolle spielen kann, müssen wir sehen. Wir müssen uns auf alles einstellen, es kann ja auch Verlängerung geben. Daher werde ich das noch mit ihm persönlich besprechen.«

Stindl wohl wieder in der Startelf

Bei Lars Stindl sieht Hecking kein Problem, ihn morgen wieder von Beginn an auflaufen zu lassen. »Wir haben am Freitagabend gespielt. Das ist morgen fast eine Woche her. Da sehe ich kein großes Problem für Lars, dass er das vom athletischen und läuferischen Aspekt her nicht schafft«, so Hecking, der auch nochmal über die Niederlage in Freiburg sprach und gleichzeitig mahnte, dass es solche Spiele immer wieder mal geben kann. »Das gehört auch zum Weg einer Mannschaft: Wir haben nach dem unglücklichen 0:1 ein ganz starkes Auswärtsspiel hingelegt. Wir machen den Ausgleich, haben alles im Griff. Dann hast du in der zweiten Halbzeit gegen gut spielende Freiburger nicht mehr die Lösungen im letzten Drittel gefunden. Das wird immer wieder vorkommen, auch wenn wir es gerne verhindern würden.«

Hecking in Bremen vor Ort

Der Chefcoach ist am Sonntagabend nach Bremen gereist, um sich live vor Ort das Spiel zwischen Werder Bremen und Leverkusen anzuschauen. Dort war er von der Offensivqualität der Werkself jedoch nicht überrascht. »Sie haben es überragend in Bremen gemacht und gezeigt, dass sie in Deutschland zu den besten Umschaltmannschaften gehören«, unterstrich er. »Wir müssen unseren eigenen Ballbesitz gut kreieren. Da haben wir unsere absolute Qualität. Aber wir müssen immer an unsere defensive Stabilität denken. Wir können gegen Leverkusen keinen Hurra-Stil spielen, weil wir ihnen dann zwangsläufig Räume geben, die sie nutzen werden«, beschreibt Hecking seinen Matchplan für das morgige Spiel.

Bis Dienstagmittag wurden rund 47.800 Tickets verkauft, wovon etwa 2.000 Karten nach Leverkusen gegangen sind. Daher gibt es auch für Kurzentschlossene noch Tickets in allen Bereichen mit Ausnahme der Nordkurve.