Adi Hütter sprach im Trainingscamp über diverse Personalien. Foto: Dirk Päffgen.

Seit Sonntag befindet sich Borussia Mönchengladbach im Trainingslager an der Klosterpforte in Harsewinkel.Marienfeld. Adi Hütter zieht die Zügel von Tag zu Tag an und wird wie angekündigt auch viel im taktischen Bereich trainieren. Derweil sieht der Österreicher Matthias Ginter und Denis Zakaria noch nicht ‚verloren‘.

Seine Stammformation kann Adi Hütter noch nicht gänzlich formieren, weil eben die Nationalspieler noch nicht alle wieder zurückgekehrt sind. Bei einer Personalie aber legte sich der Fußball-Lehrer bereits fest: Lars Stindl wird Kapitän bleiben. Und auch der Mannschaftsrat soll so bleiben, wie er ist. »Vielleicht nehmen wie noch den einen oder andern jüngeren Spieler dazu«, sagte Hütter am Montagvormittag in Harsewinkel.

Dort wird Hütter in den folgenden Tagen die Zügel anziehen und viel an der Taktik arbeiten, ehe es am kommenden Samstag in Mönchengladbach gegen den FC Metz geht. »Wieder ein guter Gegner«, sagte Hütter, der bis dahin aber seinen Plan durchziehen will. »Ich muss jetzt versuchen, meine Trainingsinhalte zu verpacken. Auf das Testspiel kann ich nicht so viel Rücksicht nehmen.«

Auch der Tatsache, dass die Borussen unter seiner Leitung noch kein Testspiel gewinnen konnte, will Hütter nicht allzu viel Gewicht schenken. »Wichtig ist, dass wir die Burschen technisch, taktisch und physisch auf ein Niveau bringen, dass man gut in die Saison geht«, sagte Hütter. »Und daher geht es darum, Inhalte zu trainieren und dass die Mannschaft, was Verletzungen betrifft, gut durchkommt. Testspiele zu gewinnen ist zwar gut fürs Selbstvertrauen, aber mehr nicht.«

Das Warten auf Manu Koné 

Unterdessen ist bei Manu Koné noch Geduld gefragt. Der Neuzugang aus Toulouse hatte sich in der ersten Vorbereitungswoche eine Innenbandverletzung im Knie zugezogen und wird wohl den Pflichtspielauftakt beim 1. FC Kaiserslautern verpassen. Vier bis sechs Wochen Ausfallzeit vermutet Adi Hütter, der dennoch hofft, dass der Youngster so schnell wie möglich fit wird. Dennoch ist Koné mitgefahren ins Trainingscamp – um vor allem den Eingewöhnungsprozess weiter voranzutreiben. »Ärzte, Physios, das gesamte Personal ist mit dabei. So kann er hier sehr gut herangeführt werden, um die Verletzung schnellstmöglich zu überwinden«, sagt Hütter und fügt an: »Und auch der soziale Aspekt ist wichtig. Es wäre ja fatal, wenn wir ihn in Gladbach lassen würden, während sich die Mannschaft im Trainingslager befindet. So hat er auch hier ausreichend Kontaktmöglichkeiten.«

Wie geht es mit Ginter und Zakaria weiter? 

Die hat der Franzose zu Matthias Ginter und Denis Zakaria aktuell noch nicht. Das Duo befindet sich nach EM-Einsätzen noch im Urlaub und wird in der kommenden Woche zu den Borussen stoßen. Und dann bleibt abzuwarten, ob beide auch über die Sommer hinaus am linken Niederrhein bleiben werden. »Er hat Vertrag bei uns und ist ständig mit Max im Austausch. Matthias Ginter ist Spieler von Borussia Mönchengladbach«, so Hütter auf die Frage zum deutschen Nationalspieler, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft und dem laut ‚Sky‘ vor allem auch Interesse von spanischen Top-Klubs nachgesagt wird. Max Eberl wird alsbald mit dem Nationalspieler reden (müssen) und ausloten, ob Bereitschaft besteht, den Vertrag nochmals zu verlängern oder nicht. Wenn nicht, ist ein Verkauf in diesem Sommer wohl unumgänglich.

Und wie sieht es bei Denis Zakaria aus? Beim Schweizer Nationalspieler hält Hütter eine Vertragsverlängerung für möglich. Eine möglicher Faustpfand könnte die Tatsache sein, dass Hütter die ‚Krake’ aus Berner-Zeiten kennt. »Ich habe ihn zwei Jahre in Bern trainiert, er sich super entwickelt. Die Verletzung hat ihn natürlich ein bisschen zurückgeworfen, aber er ist schon wieder auf einem sehr guten Weg«. Ob der Weg für beide bei Borussia Mönchengladbach weitergeht, bleibt eben abzuwarten.

»Aber vieles ist auch nur ‚Transfergeflüster‘«

Ebenso wie das Warten auf neue Spieler. Derzeit kursieren zahlreiche Namen durch die Gerüchteküche. Unter Dach und Fach ist aber noch nichts. Max Eberl benötigt erst ‚frisches‘ Geld, um auf dem Transfermarkt tätig zu werden. Adi Hütter jedenfalls, lässt sich nachvollziehbar natürlich nicht entlocken, wen die Borussen konkret im Visier haben. »Es sind viele Namen, die sie jeden Tag in der Zeitung lesen können, die irgendwo ein Thema sind«, so Hütte. »Aber vieles ist auch nur ‚Transfergeflüster‘. Ich beteilige mich nicht an Spekulationen und da hat der Max eh alles im Griff…«