Mit dem 17-jährigen Jan Olschowsky steht der nächste Nachwuchstorhüter bei Borussia in den Startlöchern. Schon zum zweiten Mal durfte er unter Dieter Hecking mit den Profis ins Trainingslager reisen. Dort haben wir uns sowohl mit Olschowsky, der noch zur Schule geht, als auch mit Torwarttrainer Uwe Kamps unterhalten.

Auf keiner Position sind die Rollen bei Borussia Mönchengladbach so klar verteilt wie auf der Torwartposition. Yann Sommer ist unumstrittener Stammkeeper. Dahinter sorgt Tobias Sippel im Training dafür, dass Sommer an seine Grenzen kommen muss. Moritz Nicolas ist die vielversprechende Nummer drei. Der 21-jährige Nicolas sammelt überwiegend in der Regionalliga West Spielpraxis.

Einer, der noch deutlich jünger, aber jetzt schon zum erweiterten Kreis der Profis gehört, ist Jan Olschowsky. Bereits im vergangenen Sommer durfte er als 16-jähriger mit ins Trainingslager an den Tegernsee reisen, nachdem er im Saisonfinale schon in die U19 hochgezogen wurde und als Vertreter für die dort verletzten Torhüter einsprang. Diesen Job erledigte er souverän, sodass er nach dem Trainingslager mit den Profis als Nummer Eins in seine erste offizielle Saison in der A-Junioren Bundesliga ging. »Es ist weiterhin geplant, dass er die Saison in der U19-Bundesliga spielt. Das ist ja auch seine Mannschaft. Da soll er weitere Erfahrungen sammeln«, verriet uns Torwarttrainer Uwe Kamps im Trainingslager in Jerez de la Frontera. 

Erste Einsätze in der U23

Seit einiger Zeit taucht er immer wieder im Training der Profimannschaft auf und vertrat sogar Moritz Nicolas im vergangenen Oktober für zwei Partien in der U23. Diese Tatsache zeigt, dass man ihm schon jetzt einiges zutraut. Beide Spiele in der Regionalliga West gewann das von Arie van Lent trainierte Team mit 2:1. Dass Olschowksy dabei stets der jüngste Akteur auf dem Feld war, fiel aufgrund seiner sicheren und souveränen Ausstrahlung nicht auf. »Deutschlandweit gehört er zu den Top-5 seines Jahrgangs. Das müssen wir dann auch entsprechend fördern«, so Kamps, dessen Schützling im Dezember erstmals für die U18-Nationalmannschaft im Kasten stand und auch direkt am 2. Januar beim Trainingsauftakt bei den Profis dabei war.

»Es ist schon immer ein großer Unterschied zur U19. Jetzt nach der Winterpause direkt bei den Profis einzusteigen, war da nochmal ein riesiger Schritt, weil man sowieso erst wieder richtig reinkommen muss«, beschreibt Olschowsky den Unterschied. Reinschnuppern möchte er vor allem, aber natürlich will er durch gute Leistungen zeigen, dass er sich zurecht im Dunstkreis der Profis bewegt. »Es ist eine super Erfahrung für eine Woche hier herzufliegen und täglich mittrainieren zu dürfen«, sagt er nach einer der letzten Einheiten unter der spanischen Sonne gegenüber unserer Redaktion.

»Hat sich gut an das Tempo gewöhnt«