Seit zwei Jahren ist Lars Stindl der Anführer von Borussia Mönchengladbach. In der aktuellen Ausgabe des ’Fohlenpodcast’ spricht der 29-jährige mit Moderator Christian Straßburger über sein Kapitänsamt und die Bedeutung, die dieser Job für ihn hat. Er verrät außerdem, wie er damals von der Ernennung zum Spielführer erfuhr.

Im Sommer 2016, damals wurde die Fohlenelf noch von André Schubert trainiert, hatte Lars Stindl gerade seine erste Saison beim VfL absolviert. Nach einem miserablen Saisonstart und dem Rücktritt von Lucien Favre gelang die sensationelle Aufholjagd, die mit dem vierten Platz belohnt wurde. Sieben Treffer und elf Vorlagen steuerte Stindl in seiner ersten Spielzeit bei und unterstrich auch mit seiner Mentalität nachhaltig, weshalb er auf Anhieb eine große Verstärkung für die Fohlenelf gewesen ist. Belohnt wurde seine starke Debütsaison mit der Ernennung zum Kapitän.

 Von Schubert und Eberl ernannt

»Im Trainingslager am Tegernesee kam dann langsam die Diskussion auf, wer der Kapitän für die neue Saison ist. Ich hatte dann ein Gespräch mit Andre Schubert und Max Eberl zusammen. Die haben sich dazu entschieden, dass ich das machen sollte für die kommende Saison«, blickt Stindl zurück. Mittlerweile geht er in seine dritte Saison als Kapitän, Dieter Hecking hat ihm das Vertrauen ausgesprochen. »Das ist wirklich eine riesige Ehre das bei so einem Verein machen zu dürfen. Das ist eine Verantwortung und etwas tolles, Kapitän einer Mannschaft zu sein und das bei so einem Traditionsverein. Wenn man durchs Stadion geht und sieht, welche Größen hier schon Kapitän waren, ist das schon was Besonderes«, schwärmt er. 

Lange überlegen, ob er den Job annehmen würde, musste er nicht. Dennoch erbat er sich damals etwas Bedenkzeit. »Ich wusste natürlich, dass es auch die eine oder andere Aufgabe und Verantwortung mit sich trägt. Deswegen habe ich damals darum gebeten, mir ein bisschen Zeit zu geben, dass ich mir Gedanken mache. Aber ich war natürlich schnell davon überzeugt, dass es das Richtige ist und ich mithelfen kann, die Ziele zu erreichen.«

Stindl gilt nicht als Lautsprecher, ist in der Mannschaft trotzdem unumstritten und bemüht, alle mit ins Boot zu nehmen. »Ich versuche schon, meine eigene Note mit einzubringen und das große Ganze zu sehen. Grundsätzlich ist der Fokus auf dem Platz. Da versuche ich, etwas anzutreiben, vorweg zu gehen, Leistung zu bringen, aber auch für ein Gleichgewicht zu sorgen.«