Am Sonntag war Christoph Kramer in Baden-Baden beim Radiosender SWR3 zu Gast und hat im Format ‚Talk mit Thees‘ nicht nur über seinen Ferienjob und die WM gesprochen, sondern auch über die Sozialen Medien, die andauernde Diskussion um die Körpersprache im Fußball und sein Interesse an Geschichte.

Den besten Transfer des Sommers hat das ZDF mit der Verpflichtung von Christoph Kramer gemacht. Dass ein aktiver Bundesligaspieler und Weltmeister mit viel Insiderwissen die Rolle als Fernsehexperte einnimmt, ist für die Zuschauer völlig neu. Da das ZDF während der WM aus Baden-Baden sendet und der Radiosender SWR3 dort ebenfalls seinen Sitz hat, hat sich Kramer dort ausführlich mit Moderator Kristian Thees unterhalten. Wir haben seine wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Christoph Kramer über…

…die Anfrage des ZDF, die Vorrunde als Experte zu begleiten:

Ich habe mich sehr geehrt gefühlt, aber natürlich musste ich auch erstmal ein bisschen drüber nachdenken, weil es als aktiver Spieler ein schmaler Grat ist. Den schmalen Grat traue ich mir zu, weil ich einfach glaube, dass kein Mensch der Welt dir böse sein kann, wenn man ehrlich seine Meinung sagt. (…) Solange es echt wirkt, kann es kein Mensch nicht gut finden. Von daher ist es wie gesagt als aktiver Spieler zwar ein schmaler Grat, aber ich schnuppere auch gerne mal in andere Gebiete rein, daher musste ich nicht so lange überlegen.

…seine Interessen außerhalb des Fußballs:

Interessieren tue ich mich in der Tat, auch wenn es ein bisschen spießig klingt, echt für Geschichte. Das finde ich immer ganz spannend und cool, wie sich alles aufbaut und dass man nie aus seinen Fehlern lernt – als Einzelperson, aber auch in der gesamten Geschichte. (…) Die europäische Geschichte ab 1789 hatte ich im Geschichts-LK, das hat mich dann interessiert, wie sich ab da alles aufbaut. Da bin ich ein bisschen am Ball geblieben.

…den Fußballfan Christoph Kramer:

Das sollte man sich immer beibehalten. Nur, weil man einmal dabei war, heißt es nicht, dass man es nicht mehr mag. Ich gucke alle Spiele, ich finde das toll. Klar, weil ich Fußball mag, aber auch, weil eine WM für alle was Besonderes ist. Und deswegen gucke ich es mir immer gerne an. Und ob ich jetzt zu Hause meinen Senf dazu gebe oder vor dem Mikro, macht ja jetzt nicht so den Riesenunterschied (grinst).

…seine Erinnerungen an das Sommermärchen 2006:

Ich war 15 Jahre alt. Damals hatte ich ein Schülerpraktikum bei der Deutschen Bank und hab immer mit Freunden die Spiele hinterher nachgespielt. Wir hatten eine große Nachbarschaft und sind immer abends nach den Spielen raus und haben unter Laternenlicht ein bisschen Fußball gespielt. Das war eine ganz, ganz geile Zeit.

…seine schöne Haarpracht beim ZDF:

Vor dem Expertenauftritt werden sie mir gemacht. Deswegen sieht es gerade auch so gut aus. Vor einem Bundesligaspiel mache ich mir sie im Hotel selbst und danach nicht mehr. Deswegen sieht es meistens im Spiel ein bisschen wüst aus und jetzt im Fernsehen 1A.

…den Umgang mit Sozialen Medien: