Im Länderspiel gegen Spanien parierte Yann Sommer zwei Elfmeter. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Yann Sommer wurde im Nations League-Spiel zwischen der Schweiz und Spanien zum gefeierten Helden: Borussias Torwart parierte zwei Elfmeter von Sergio Ramos. Marcus Thuram hingegen durfte sich über sein zweites Länderspiel für Frankreich freuen. Matthias Ginter gewann mit Deutschland gegen die Ukraine, Florian Neuhaus wartete kurz vor Schluss vergeblich auf seine Einwechslung. 

Yann Sommer hält Punkt gegen Spanien fest 

Gleich drei Borussen waren gestern Abend im St.-Jakob-Park in Basel für die Schweiz im Einsatz. Im Nations League-Spiel standen Yann Sommer, Nico Elvedi und auch Breel Embolo (Auswechslung in der 90. Minute) von Beginn an auf dem Platz, lediglich Sommer spielte die Partie auch zu Ende. Denn Nico Elvedi hatte schon in der 79. Minute Feierabend, als er nach einem Foul im Strafraum die Ampelkarte sah. Die Folge: Elfmeter. 

Es war schon der zweite Strafstoß gegen die Eidgenossen an diesem Abend, den ersten konnte Yann Sommer gegen Sergio Ramos parieren. Auch das zweite Duell ging sensationell an den Schlussmann der Fohlen: Der 31-Jährige war kurz mit einem Knie am Boden und konnte Ramos so verunsichern, dass er den zweiten Strafstoß vergab.

Bisher war Sommer auch bei Borussia Mönchengladbach nicht unbedingt als Elfmeter-Killer bekannt, am Samstagabend gelang ihm aber historisches: Noch nie zuvor in seinen 54 Pflichtspielen für die Schweiz konnte er einen Elfmeter für die Eidgenossen entschärfen, am gestrigen Abend waren es dann direkt zwei. Logisch, dass er mehr als happy war. 

»Dass ich zwei Penaltys von Ramos halte, ist ein tolles Gefühl. Ich habe mich bereits ein paar Mal mit ihm beschäftigt, was Elfmeter angeht. Es war auch klar, dass er für Spanien antreten wird«, sagte der Schlussmann der Fohlen nach dem Spiel beim Schweizer Fernsehen und Radio und beim Schweizer Fußballverband. Gut möglich, dass sich der 31-Jährige also schon vor dem Gruppenspiel in der Champions League gegen Real Madrid etwas intensiver mit Ramos beschäftigt hat. 

Bitter für die Eidgenossen: Sie konnten die Führung nicht über die Zeit retten. Kurz vor Schluss markierte Gerard doch noch den Ausgleichstreffer für Spanien, die Partie endete 1:1. In Gruppe vier liegt die Schweiz aktuell mit drei Punkten auf dem letzten Platz, Deutschland führt die Tabelle vor Spanien an. Am kommenden Dienstag tritt die Schweiz dann in Luzern gegen die Ukraine an und benötigt dort einen Sieg, um in der Nations League erstklassig zu bleiben.

Neuhaus wartet auf Einwechslung 

Im Gegensatz zum Deutschland-Spiel gegen Tschechien stand gegen die Ukraine in Matthias Ginter ‚nur‘ ein Fohlen von Beginn an auf dem Rasen. Jonas Hofmann fehlte verletzungsbedingt, Florian Neuhaus saß zunächst auf der Bank. Bei Borussia bildet Ginter bekanntlich mit Nico Elvedi das Duo in der Innenverteidigung, in der Nations League musste Ginter nun als rechter Außenverteidiger an. 

Nach einem Rückstand drehte Deutschland, auch dank zwei Toren von Timo Werner, die Partie und gewann am vorletzten Spieltag der Nations League mit 3:1. Ginter absolvierte die kompletten 90 Minuten ohne Probleme und machte wie gewohnt eine solide Partie. Kurz vor Schluss wollte Bundestrainer Jogi Löw auch Florian Neuhaus zu seinem dritten Länderspieleinsatz bringen, doch dazu kam es nicht mehr. Zwar wurden noch drei Minuten Nachspielzeit angezeigt, doch es gab in der Partie keine Unterbrechung mehr, sodass der Borussia vergeblich auf seinen Einsatz wartete. 

Thuram macht zweites Länderspiel 

Apropos: Über diesen durfte sich gestern Abend Marcus Thuram freuen. Borussias Offensivspieler wurde in der Nations League zwischen Portugal und Frankreich in der 59. Minute für Kingsley Coman eingewechselt. Bei der Niederlage gegen Finnland am Mittwochabend feierte der 23-Jährige sein Debüt für die Équipe Tricolore und traf leider nur die Latte, sodass ‚Tikus‘ weiter auf sein erstes Tor wartet. 

Verspätete Anreise von Ramy Bensebaini 

Dass uns die Corona-Pandemie aktuell in unserem täglichen Leben einschränkt ist bekannt, auch das Reisen in diesen Zeiten ist deutlich komplizierter geworden. Das musste nun auch Ramy Bensebaini feststellen: Borussias Flügelflitzer bekam aufgrund der Reisebeschränkung zunächst keinen Flug nach Algerien und reiste verspätet erst am Mittwoch beim Nationalteam Algeriens an.

Dennoch stand der 25-Jährige beim 3:1-Erfolg am Donnerstag gegen Simbabwe schon wieder die kompletten 90 Minuten auf dem Platz. Am Montag ist Bensebaini dann in der Afrika-Cup-Qualifikation erneut gegen Simbabwe gefragt, die Partie in Harare beginnt um 14.00 Uhr. Bleibt nur zu hoffen, dass der Algerier pünktlich wieder in Mönchengladbach ankommt…