Marcus Thuram hatte eine gute Gelegenheit. Foto: Team2Sportphoto/Päffgen

Abermals ist für Borussia Mönchengladbach der Traum vom Pokalfinale in Berlin vorzeitig ausgeträumt. Gegen Borussia Dortmund hat die Fohlenelf alles gegeben, doch am Ende reicht es nicht, um ins DFB-Pokal-Halbfinale einzuziehen. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach.

Eins vorweg: Die Fohlenelf hat es besser gemacht, als in den vorherigen Spielen. Einstellung und Willen stimmten gegen den BVB, der schlussendlich der glücklichere Sieger war, weil Jadon Sancho einen Konter nach Ballverlust der Gladbacher Borussen am Ende eiskalt verwandelte.

Eben genau das taten die in Weiß spielenden Borussen zum wiederholten Male nicht, wenngleich die Möglichkeiten dazu durchaus vorhanden waren. So wie beispielsweise gleich zu Beginn, als Marcus Thuram nach einem Gegenangriff und Zuspiel von Jonas Hofmann nur um wenige Meter verpasste. Das war er, einer dieser Umschaltmomente nach aggressivem Pressing mit überfallartigem Angriffsspiel, das dann im besten Fall in Torerfolge mündet. Wer weiß, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn die Fohlenelf diesen guten Angriff zur Blitzführung genutzt hätte.

Dass der BVB auf der Gegenseite vor dem Seitenwechsel ebenso wenig gefährlich vor das von Tobias Sippel gehütete Tor kam lag an der „VollGAS“- Verteidigung der Fohlernelf, die das Zentrum dicht machte und Kombinationsversuche direkt erstickte. In der Nachspielzeit zappelte die Kugel dann in den Maschen, als Thuram mit einem schönen Pass in Szene gesetzt wurde, aber der Franzose hatte zuvor im Abseits gestanden.

Nach dem Seitenwechsel traten die Borussen dann nur noch einmal gefährlich in Erscheinung, als Ramy Bensebaini mit seinem scharfen Schuss an BVB-Keeper Hitz scheiterte. Der Siegtreffer resultierte dann im Anschluss an eine Ecke, nach der Florian Neuhaus die Kugel verlor und der BVB blitzschnell umschaltete. Die Fohlenelf war angezählt und schaffte es nicht, den Spieß nochmal rumzudrehen.

Eine VollGAS-Enttäuschung

Zu Gute halten darf man den Borussen, dass sie bis zum Schluss alles probiert haben, aber es reichte eben nicht. Insgesamt fehlte es der Rose-Truppe nach dem Wechsel Ideenreichtum und Durchschlagskraft. Man musste kein allzu großer Prophet sein, dass sich bei den Protagonisten hinterher eine große Enttäuschung breit machte. Der Pokaltraum ist also ausgeträumt. Und auch das andere Ziel, Europa nämlich, wackelt und droht dahinzuschwinden, wenn man nicht bereits am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Baer Leverkusen in die VollGAS-Spur zurückfindet…