Lars Stindl und die Borussen ließen im Derby so ziemlich alles vermissen. Foto: Dirk Päffgen.

Dass Borussia Mönchengladbach ausgerechnet im Derby die erste Niederlage in 2021 hat hinnehmen müssen, ist doppelt bitter. Dafür gibt es Gründe. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach.

„Jetzt mit Rückenwind und VollGAS ins nächste ‚Geisterderby‘‘, so lautete der Schlussabschnitt unserer VollGAS-Analyse nach dem Sieg im DFB-Pokal unter der Woche beim VfB Stuttgart. Nach dem Spiel gegen den rheinischen Rivalen aus der Domstadt muss man (leider) konstatieren: Das Vorhaben ist gründlich in die Hose gegangen. 

Erneut frühe VollBremsung, dann das Comeback

Zunächst lief die Fohlenelf wie auch schon im Schwabenland einem frühen Rückstand hinterher. Elvis Rexhbecaj revanchierte sich für ein Foul von Lars Stindl auf seine Art und Weise und erzielte nach drei Minuten die Führung für den FC. Die Fohlenelf hatte in der Folgezeit Probleme mit den tief stehenden Gästen, kam nach etwas über einer Viertelstunde aber dennoch zum Ausgleich – unter Mithilfe der Domstädter, bei denen Jorge Meré den Schuss von Florian Neuhaus unhaltbar in die eigenen Manschen abfälschte. 

Von VollGAS-Fußball keine Spur

Die Borussen waren zwar wieder zurück im Spiel, konnten diesem ihren Stempel aber nicht nachhaltig aufdrücken. Zwar hatte man mehrheitlich die Kugel, den gefürchteten Umschaltfußball á la Marco Rose konnte man aber nicht aufziehen. Viel zu statisch und ohne Tempo trabte die Fohlenelf über das grüne Geläuf. So gab es stattdessen nach der Pause die Quittung in Form der nächsten kalten Dusche im ‚Kühlschrank Borussia-Park‘. Erneut war es Elvis Rexhbecaj, der einen Fehler gnadenlos bestrafte. Dass sich ausgerechnet der sonst so zuverlässige Stefan Lainer dabei einen Riesenbock leistete und dem Offensivmann genau in die Füße spielte, passt zu einem Abend, der komplett in die Kategorie ‚Zum Vergessen‘ passt.

Abermals hatte sich die Fohlenelf ins Hintertreffen gebracht und Marco Rose korrigierte seine zuvor – um es milde auszudrücken – gewagte Aufstellung und brachte mit Marcus Thuram, Alassane Plea und Jonas Hofmann drei Offensivleute. Impulse vor allem nach vorne, sollten damit gesetzt werden. Gelingen sollte das nicht. Der 1. FC Köln hatte wenig bis gar keine Mühe, die Borussen aus ihrer Gefahrenzone wegzuhalten.

Und weil die Borussen keine passende Antwort mehr fanden, mussten sie nach Schlusspfiff bedröppelt vom Platz gehen und sich eingestehen, dass sie aus diesem ‚Geisterderby‘ als verdienter Verlierer hervorgingen.

VollGAS-Analyse und weiter geht’s

Dass diese Niederlage extrem weh tut und eine große Enttäuschung ist, ist zweifelsohne so. Sie ist knallhart und genauestens zu analysieren. Eine Woche bleibt den Borussen um Trainer Marco Rose dafür nun Zeit. Die Schuld einzig und alleine Marco Rose in die Schuhe zu schieben, wäre zu einfach – aber er hat nunmal auch seinen Anteil daran. Da wird er sich hinterfragen (müssen) und sich mit seinem Trainerteam Gedanken machen. Auf der anderen Seite haben sich aber auch alle Protagonisten an die Nase zu fassen und sich zu hinterfragen.

Erst am nächsten Sonntag geht es dann mit dem Auswärtsspiel beim stark aufspielenden VfL Wolfsburg weiter. Bis dahin heißt es – bei aller Enttäuschung über diese Niederlage – wieder aufstehen und die kommenden Aufgaben anpacken – und zwar in vielerlei Hinsicht mit VollGAS…