Denis Zakaria und die Borussen erhielten gegen City eine Lehrstunde. Archivfoto: Dirk Päffgen.

Für Borussia Mönchengladbach hat sich das Thema Champions League in dieser Spielzeit so gut wie erledigt. Favorit Manchester City war zu übermächtig für die Borussen, die in Budapest wenig auf den Rasen brachten. Unterdessen gilt es, die Niederlage schnell abzuhaken und sich auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach.

Unsere Analyse nimmt vor allem Momente und Situationen unter die Lupe, die für Marco Roses Spielidee stehen – nämlich beim Gegner durch aggressives Pressing für Stresssituationen zu sorgen und dann bei Ballgewinn direkt auf Angriff umschalten und mit Tempo nach vorne marschieren. VollGAS-Fußball eben, für den Borussias scheidender Trainer steht.

Solche Momente haben seit Wochen allerdings eher Seltenheitswert. So auch in Budapest, wo die Fohlenelf offensiv kaum in Erscheinung trat. Mutig sein, mit dem Ball immer wieder Akzente und Nadelstiche nach vorne setzen, wollte man in der ungarischen Hauptstadt. Doch das ist in der Puskás Aréna absolut gar nicht gelungen. Maximal zaghafte Ansätze waren es, die dann aber gleich vor allem in der entscheidenden Zone wieder verpufften.

VollGAS-Beschäftigung für die Borussen

Da war es bezeichnend, dass den Borussen in den ersten 45 Minuten nicht ein Torschuss gelang. Die Startruppe von Pep Guardiola, wohl die derzeit stärkste und vor allem konstanteste Mannschaft in Europa, bestimmte das Geschehen nach Belieben und ließ die Fohlen kaum gewähren. Auf der anderen Seite machten es die Fohlen vor allem defensiv nicht so schlecht und ließen kaum etwas zu. Dass man sich dann nach einem kapitalen Fehler in der 29. Minute selbst ins Hintertreffen brachte, war gleichermaßen bitter und schade. Eine solche Mannschaft, gespickt mit abgezockten Spielern, bestraft solche Fehler gnadenlos.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Rollenverteilung so, wie sie war. Die Citizens hatten die Kugel und bestimmten das Geschehen, die Fohlenelf lief vornehmlich hinterher, hatte alle Hände voll zu tun und hatte offensiv herzlich wenig zu bieten. Erst nach etwas über einer Stunde gelang den Fohlen der erste Torschuss. Alassane Plea war es, der die Kugel per Hacke nur knapp am Tor vorbei setzte.

Defensiv war das auch nach der Pause recht ordentlich, doch erneut führte eine Flanke zum alles entscheidenden 0:2. Mit dem zweiten Gegentor war das Thema durch. Am Ende kassierten die Borussen eine verdiente Niederlage und mussten anerkennen, dass man City wenig bis gar nichts entgegenzusetzen hatte. Die Citizens waren schlichtweg einfach eine Nummer zu groß für die Borussen, die nach dem Hinspiel so gut wie ausgeschieden sind.

Schnell abhaken und VollGAS-Konzentration

Positiv zu erwähnen ist, dass die Fohlenelf nicht komplett untergegangen ist und eben „nur“ 0:2 verloren hat. Doch ohne ‚Heimtor‘ wird es nun im Rückspiel natürlich extrem schwer, ja wenn nicht nahezu unmöglich, den Spieß noch rumzudrehen. Die Borussen haben gekämpft und es versucht, doch mehr war nicht drin – weil man eben den gefürchteten und durchaus im Repertoire vorhandenen VollGAS-Fußball nicht hat abrufen und zur (Tor-)Vollendung hat bringen können.

Diese Niederlage müssen und werden die Borussen schnell aufarbeiten und abhaken, um sich dann auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren. Und die haben es mit RB Leipzig, Borussia Dortmund im Pokal und dann Bayer Leverkusen wahrlich in sich. Die nächsten drei Spiele werden entscheidend für den weiteren Saisonverlauf sein. Insofern heißt es: VollGAS-Konzentration und mit VollGAS in die nächsten Spiele…