Laut ‘SportBild’ hat Atlético Madrid Interesse an Jonas Hofmann. Foto: Dirk Päffgen

Nach wie vor ist die Zukunft von einigen Spielern bei Borussia Mönchengladbach ungeklärt. So steht aktuell nicht fest, ob Denis Zakaria und Matthias Ginter auch über den Sommer hinaus am linken Niederrhein bleiben. Die ‚SportBild‘ heizt nun die Spekulationen um einen vorzeitigen Abschied von Jonas Hofmann an, Atlético Madrid hat Interesse bekundet. 

Starke Werte vom Nationalspieler 

Jonas Hofmann war einer der großen Gewinner der Saison bei den Fohlen. Seit 2016 ist der 28-Jährige mittlerweile am Borussia-Park zuhause, besitzt zudem noch einen Vertrag bis 2023. Doch immer wieder gab es in den vergangenen Wochen Gerüchte um einen vorzeitigen Abschied, allen voran Champions League-Sieger Chelsea London und Tottenham Hotspur sollen Interesse am neuen Nationalspieler haben. 

Das kommt eben nicht von ungefähr, denn Hofmann war ein wichtiger Baustein in der Mannschaft von Ex-Trainer Marco Rose. Elf Torvorlagen steuerte er in der abgelaufenen Bundesliga-Saison bei, schoss dabei auch noch sechs Treffer. Im Bundesliga-Ranking schafft es Hofmann bei den Vorlagen auf einen starken vierten Platz, lediglich Thomas Müller, Filip Kostic und Daichi Kamada legten noch mehr Treffer auf. 

Auch im Gegenpressing ist der Nationalspieler extrem wichtig für die Fohlenelf, zwang den Gegner immer wieder zu Ballverlusten. Mit 12,32 km pro Spiel war er der fleißigste Stammspieler am linken Niederrhein, hinzu kamen noch 80,3 Tempoläufe pro Spiel. Aktuell bereitet sich Hofmann mit der deutschen Nationalmannschaft auf die EM vor, denn mit starken Leistungen bei den Fohlen hat er sich nachhaltig für das Turnier empfohlen. 

Zieht es Hofmann nach Spanien? 

Doch nicht nur Bundestrainer Jogi Löw ist auf den Durchstarter aufmerksam geworden, laut ‚SportBild‘ soll sich nun auch Atlético Madrid ernsthaft mit Hofmann beschäftigen. Laut ‚transfermarkt.de‘ hat der 28-Jährige einen aktuellen Marktwert von 16,00 Millionen Euro. Hofmann hat bei Borussia keine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, deshalb hätte Max Eberl diesbezüglich alle Trümpfe in der Hand und kann frei verhandeln. Die Fohlen müssen Hofmann eben nicht abgeben, könnten aber auf der anderen Seite nach der verpassten Europapokal-Qualifikation ‚frisches‘ Geld gebrauchen. 

Zumal betonte Borussias Sportdirektor in den vergangenen Wochen auch, dass ohne Transfererlöse wohl keine neuen Spieler mehr verpflichten werden. Das Wettbieten um Hofmann könnte Eberl auch insofern entgegen kommen, dass die Fohlen frei verhandeln und den 28-Jährigen letztlich an den Höchstbietenden verkaufen können. Laut dem Magazin lernt ‚Hoffi‘ seit einiger Zeit bereits spanisch (besitzt Immobilien auf Mallorca) und kann sich grundsätzlich vorstellen, ins Ausland zu wechseln. Möglich also, dass der Rechtsfuß bei der EM schon für einen neuen Klub vorspielt. 

Weitere Personalien unklar 

Das könnte auch bei Denis Zakaria und Matthias Ginter der Fall sein. Das Duo hat zwar noch einen Vertrag bis Sommer 2022, allerdings sind die Fohlen zum handeln gezwungen, wenn man die Spieler nicht ablösefrei ziehen lassen möchte. Vor allem bei Ginter gab es schon Gespräche, eine finale Entscheidung steht weiter aus. 

Möglicherweise kommt auf Eberl noch eine weitere Baustelle hinzu, denn Alassane Pléa spricht offen über eine Rückkehr nach Frankreich. Dem Sender ‚Canal Football Club‘ sagte der Franzose nun, dass er sich ein Engagement in seiner Heimat grundsätzlich vorstellen kann. Allerdings ist auch unklar, ob in diesen Corona-Zeiten ein Klub wie OSC Lille oder Olympique Lyon in der Lage ist, eine Ablösesumme von rund 20,00 Millionen Euro zu zahlen. So oder so hat Max Eberl in diesen Tagen alle Hände voll zu tun, keine Spur von Sommerferien für Borussias Sportdirektor…