Niederlage in Leipzig »tut weh«

Enttäuschte Gesichter nach einer kämpferischen Leistung. Foto: Dirk Päffgen

Borussia verkaufte sich bei der Niederlage in Leipzig teuer. Zur Wahrheit gehörte aber auch, dass ein überragender Moritz Nicolas die Fohlen überhaupt so lange im Spiel hielt. Wie die Verantwortlichen das 0:1 einordneten.

Es bleibt dabei: Borussia Mönchengladbach kann in Leipzig nicht gewinnen. Dabei sah es über weite Strecken des Spiels danach aus, als würden die Fohlen zumindest einen Punkt mit an den linken Niederrhein nehmen. Das lag vor allem am bärenstarken Nicolas, der schon in der Anfangsphase mal wieder seine ganze Klasse mit mehreren Paraden bewies. Dies war auch notwendig, weil Borussias Hintermannschaft teilweise stark wackelte.

Nicolas hielt Borussia im Spiel

»Mo hat einen Sahnetag erwischt und uns sehr lange die Null gehalten. Gleichzeitig hatten wir offensiv ein paar richtig hochkarätige Chancen. Daher kann man sagen, dass heute mehr drin war«, lautete das Fazit von Philipp Sander.

Borussias Torwart selbst sprach von einem »offenen Schlagabtausch in Halbzeit eins«. Der 28-Jährige gab eine eindrucksvolle Bewerbung in Richtung Julian Nagelsmann ab – leider aber auch für andere Vereine. Seine starken Reflexe und elf Paraden verhinderten 2,33 xGoals. Wie schon vor einer Woche beim Unentschieden gegen Heidenheim war er der beste Borusse auf dem Platz.

Ordentliche Leistung nicht belohnt

Was den Borussen gefehlt hat, war in Halbzeit zwei letztlich die eigene Entlastung und auch Zielstrebigkeit vor dem Tor. »In der zweiten Halbzeit waren wir zu passiv. Da hätte uns ein bisschen mehr Entlastung gut getan. Dennoch hatten wir auch da kurz vor Schluss noch eine große Chance auf den Ausgleich. Der Punkt wäre sehr wichtig für uns gewesen. Insgesamt geht der Sieg für Leipzig in Ordnung«, fand Nicolas.

Dennoch zeigten die Fohlen eine ordentliche Leistung bei einem Gegner, der derzeit ein Regal über ihnen spielt. »Das tut weh. Denn wir haben uns heute richtig reingehauen, aber wir haben den Ball einfach nicht über die Linie drücken können. Deshalb gehen wir leider mit leeren Händen nach Hause«, sagte Sander.

Lage im Tabellenkeller bleibt angespannt

Für Trainer Eugen Polanski »war es das erwartet intensive Spiel«. Dabei war er mit seiner Mannschaft nicht unzufrieden. »Wir konnten die Intensität lange mitgehen. Die Qualität der Leipziger ist enorm groß. Doch wir haben lange gut dagegengehalten und hatten einen sehr guten Torwart. In der ersten Halbzeit hatten wir auch gute Ballbesitzphasen und mindestens zwei Hochkaräter, um selbst ein Tor zu schießen«, erklärte der 40-Jährige.

Der Druck im zweiten Spielabschnitt wurde zu groß und kurz vor Schluss hatten die Fohlen auch noch viel Pech, das wusste auch Polanski. »In der zweiten Halbzeit ist der Druck der Leipziger größer geworden und wir mussten diesen erst einmal überstehen. Am Ende ist es ein bisschen Pech, wenn wir an den Lattenschuss von Fabio denken, und so haben wir das Spiel leider verloren.« Positiv: Zumindest verlor St. Pauli am Abend sein Spiel gegen die Bayern, sodass der Abstand auf Relegationsplatz 16 weiterhin fünf Punkte beträgt. Dennoch sind die Fohlen gut beraten, nächsten Sonntag gegen Mainz drei Punkte einzufahren.