Ablösung am Niederrhein: Adi Hütter wird Nachfolger von Marco Rose. Foto: Ulrich Hufnagel/ Hufnagel PR

Jetzt ist es fix: Adi Hütter wird in der kommenden Saison Trainer von Borussia Mönchengladbach. Damit wird der Österreicher Nachfolger von Marco Rose. Hütter hat bei Eintracht Frankfurt von seiner Ausstiegsklausel gebrauch gemacht und kostet die Fohlen laut Medienberichten 7,5 Millionen Euro Ablöse. Der 51-Jährige erhält einen Dreijahresvertrag. 

Borussia lässt die Katze aus dem Sack 

Seit mehreren Tagen verdichteten sich die Anzeichen, nun ist es endlich fix: Adi Hütter wird ab der kommenden Saison neuer Cheftrainer bei Borussia Mönchengladbach. Damit sind die Spekulationen um die Nachfolge von Marco Rose nun endlich vorbei und die Fohlen schafften ausgerechnet vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt Klarheit in der Trainerfrage. 

Der aktuelle Coach der Hessen informierte laut Vereinswebsite erst am späten Montagabend den Vorstand des Klubs, am Dienstagmorgen teilte Hütter seine Entscheidung der Mannschaft mit. »Die Entscheidung, zur neuen Saison ein neues Kapitel aufzuschlagen, habe ich mir nicht leicht gemacht. Ich habe hier drei unglaublich erfolgreiche und intensive Jahre erlebt, die ich gemeinsam mit der Mannschaft zum Ende dieser Saison mit einem herausragenden Ergebnis abschließen möchte«, so der Österreicher bei ‚eintracht.de‘. Die ‚Adler‘ sind auf Kurs in Richtung Champions League und treffen ausgerechnet am kommenden Samstag auf die Fohlen. 

Borussia hingegen freut sich auf den neuen Trainer. »Wir freuen uns sehr über die Zusage von Adi Hütter. Er ist für unsere Mannschaft und unseren Verein der beste Trainer für die ab dem Sommer vor uns liegenden Herausforderungen und Ziele«, erklärt Max Eberl auf ‚borussia.de’. Der Sportdirektor der Fohlenelf hatte in den letzten Tagen und Woche viel zu tun und führte vor allem viele Gespräche mit potentiellen Kandidaten. 

Viele Namen wurden gehandelt 

Schon vor Wochen vermeldete die ‚Bild‘ Vollzug und wollte Xabi Alonso als neuen Trainer am linken Niederrhein präsentieren, es kam allerdings anders. Was wurden in den letzten Tagen und Wochen nicht alles für Namen genannt und mit Borussia Mönchengladbach als mögliche Nachfolger des zum BVB wechselnden Marco Rose gemannt. Florian Kohfeldt (Werder Bremen), Jesse Marsch (RedBull Salzburg), Ralf Rangnick (vereinslos), Gerardo Seoane (Young Boys Bern), Oliver Glasner (VfL Wolfsburg) und Zsolt Löw (Co-Trainer FC Chelsea) waren alles heiß diskutierte Namen.

Die Gerüchteküche brodelte rund um den Borussia-Park. Max Eberl wird die Berichterstattung mit einem Schmunzeln beobachtet und vielleicht auch mal gelesen haben. Konnte er so doch mit seinen Wunschkandidaten in Ruhe Gespräche führen und die klare Vorstellung der Zukunft des Klubs auf einen Nenner bringen. So wie der Manager das immer macht – immer stillen Kämmerlein und ohne dabei für öffentliches Aufsehen zu sorgen. Es ist wenig verwunderlich, dass Eberl entgegen der Spekulationen einen völlig anderen Nachfolger ‚aus dem Hut‘ zauberte.

Teuerster Bundesliga-Trainer aller Zeiten 

Nun hat sich Adi Hütter als Wunschlösung entpuppt, für die Fohlen eine sehr gelungen Wahl, wenngleich auch keine preiswerte. Zwar hatte der 51-Jährige eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2023 laufenden Vertrag in Frankfurt, die Borussen müssen aber laut mehreren Medienberichten 7,5 Millionen Euro in die Mainmetropole überweisen. Damit ist Hütter der teuerste Bundesliga-Coach aller Zeiten. Zur Erinnerung: Für Rose erhalten die Fohlen eine Ablöse von 5,0 Millionen Euro. 

Am linken Niederrhein erhält der Österreicher einen Dreijahresvertrag, also bis 2024. Es heißt der Vertrag gilt mindestens bis 2023 plus die Option auf ein weiteres Jahr. Für den Österreicher ist es sechste Station als Cheftrainer.