Der zweite Neuzugang von Borussia Mönchengladbach kommt aus dem Breisgau. Wie erwartet wechselt Vincenzo Grifo vom SC Freiburg an den linken Niederrhein und erhält dort einen bis Sommer 2021 gültigen Vierjahresvertrag. Die Ablösesumme soll bei sechs Millionen Euro liegen.

Während sich der überwiegende Teil der Profis von Borussia Mönchengladbach mittlerweile im Urlaub befinden, so geht für Max Eberl die Arbeit erst so richtig los. Nach den zuletzt getätigten „Transfers“ im eigenen Haus mit den damit verbundenen Vertragsverlängerungen von wichtigen Stützen geht es nun darum, den Kader weiter mit externen Zugängen zu verstärken. Nicht allzu einfach für den Sportdirektor, der anders als in den Jahren zuvor diesmal nicht mit der Teilnahme am Europapokal werben kann.

Dennoch konnte der pfiffige Manager Vincenzo Grifo von einem Wechsel und dem Gladbacher Weg überzeugen. Und das, obwohl der gebürtige Pforzheimer und ehemalige italienische U20-Nationalspieler in der kommenden Spielzeit mit dem Sportclub in der Europa League hätte spielen können. Abermals also ein starker Coup von Eberl, der wieder getreu seinem Beuteschema: ‚Jung, entwicklungsfähig, enormes Potenzial, Qualitäten nachgewiesen und schon über eine gewisse Erfahrung verfügt’, gehandelt hat.

Generell möglich gemacht hat den Wechsel eine im noch bis 2019 gültigen Vertrag vorhandene Ausstiegsklausel, die Voraussetzung für einen vorzeitigen Wechsel in diesem Sommer war.

»Vincenzo Grifo hat sich verabschiedet. Das ist leider so. Eine gewisse Fluktuation ist normal. Aber bei den restlichen Spielern müssen wir niemanden gehen lassen. Da haben wir alles in der Hand«, hatte Freiburgs Präsident Fritz Keller zuvor nach dem letzten Spieltag der abgelaufenen Saison im SWR indirekt den Abgang und vor allem die Gerüchte um eine Ausstiegsklausel im Vertrag des 24-Jährigen bestätigt.

Berichten zufolge müssen die Borussen demnach rund sechs Millionen Euro nach Freiburg überweisen. Ein „vernünftiger“ Preis für einen Spieler, der gerade in der jüngsten Vergangenheit in seiner Entwicklung einen großen Sprung nach vorne gemacht und auf sich aufmerksam gemacht hat.