Borussia schaffte es erneut nicht etwas Zählbares zu holen. Foto: Dirk Päffgen

Zwar zeigte sich Borussia bei der Niederlage gegen Frankfurt leicht verbessert, doch auch diesmal reichte es aus vielerlei Gründen nicht für die drei Punkte. Ein Grund ist sicherlich, dass erneut keine klaren Impulse aus der Mannschaft kamen und die Fohlen mal wieder das Heft aus der Hand gaben. Unsere Personalanalyse, präsentiert von der Schmitz | Lück Unternehmensgruppe GmbH. 

Borussias Trainer Adi Hütter hatte bis auf Jordan Beyer (Muskelverletzung), Lars Stindl (Gelbsperre), Jonas Hofmann (Knie-OP) und Nico Elvedi, der kurzfristig passen musste, alle Mann an Bord und nahm im Vergleich zu Klatsche in Leipzig gleich vier Änderungen in der Startelf vor: Luca Netz, Florian Neuhaus, László Benés und Alassane Plea begannen anstelle von Lars Stindl, Jonas Hofmann, Nico Elvedi und Marcus Thuram. Damit verbunden war eine Systemumstellung auf Dreierkette mit Ginter, Zakaria und Bensebaini. 

Erneut zu viele individuelle Fehler 

Doch auch diesmal muss man festhalten: Die Dreierkette tut den Fohlen aktuell überhaupt nicht gut und ist weit davon entfernt, die nötige Ruhe auszustrahlen. Wieder einmal waren es teilweise individuell Fehler, die zu den Gegentoren führten. So wie beim 2:3, als Matthias Ginter im Mittelkreis den entscheidenden Zweikampf gegen Kamada nicht gewinnen konnte. Ebenso Denis Zakaria, der mit einem unnötigen Dribbling das 1:1 der Eintracht einleitete und somit das Spiel etwas auf den Kopf stellte. Denn bis dato war die Fohlenelf eigentlich recht ordentlich im Spiel und führte vor allen Dingen endlich nochmal. 

In der Offensive blieben die Borussen aber erneut insgesamt viel zu ungefährlich. Lediglich Breel Embolo ackerte an vorderster Front und versuchte noch etwas zu Bewegen, ansonsten konnte die Elf vom Niederrhein aber auch kein Kapital aus der Überzahl schlagen. Zwar brachten die Gladbacher noch so etwas die eine Schlussoffensive auf den Platz, doch am Ende verpasste man es eben sich zumindest mal wieder einen Punkt zu sichern. Festzustellen bleibt auch, dass derzeit viel zu wenig Impulse von der Bank kommen und die Einwechslungen in den meisten Fällen keinen Ertrag bringen.

Die Messlatte lag nicht sehr hoch 

»Nach dem Platzverweis haben wir alles versucht und auch als wir in Überzahl waren hatten wir Chancen. Aber es passt zu unserer Situation, dass wir nichts daraus gemacht haben«, brachte es Matthias Ginter auf den Punkt. »Natürlich war es von der Art und Weise, vor allem in der ersten Halbzeit, in Ordnung. Ehrlich gesagt konnte es aber auch nicht viel schlechter als in den letzten Spielen werden«, sprach der 27-Jährige die aktuelle Situation an. 

Insgesamt ist die Lage am linken Niederrhein sehr bedrohlich, denn im letzten Spiel des Jahres in Hoffenheim wartet erneut eine Prüfung auf die Mannschaft von Adi Hütter. Damit die Fohlenelf etwas Zählbares mit an den linken Niederrhein nimmt bedarf es aber vom gesamten Personal einer deutlichen Leistungssteigerung…