Borussia erlaubte sich gegen Freiburg die zweite Pleite in Folge. Foto: Dirk Päffgen

Gegen Freiburg musste Borussia die zweite Niederlage in Folge einstecken. Allerdings glich die Pleite einem Debakel und die Spieler müssen sich ernsthaft hinterfragen, ob sie noch die richtige Einstellung an den Tag legen. Unsere Personalanalyse zum Desaster am Sonntagabend, präsentiert von der Schmitz | Lück Unternehmensgruppe GmbH. 

Ein absolutes Debakel 

Im Vergleich zur Niederlage in Köln tauschte Adi Hütter gegen den SC Freiburg lediglich auf zwei Positionen. Stefan Lainer und Marcus Thuram bekamen den Vorzug vor Patrick Herrmann und Lars Stindl. Lediglich Jordan Beyer (Muskelverletzung), Tony Jantschke (Gesichtsfrakturen) und Mamadou Doucouré (Aufbautraining nach Achillessehnenriss) standen nicht zur Verfügung.

Die Spieler, die dieses Debakel nicht hautnah miterleben ‚durften‘, konnten sich letztlich sogar richtig glücklich schätzen. Denn am Ende muss sich jeder Spieler von Borussia Mönchengladbach selber hinterfragen, in welchem Maße er zu diesem Debakel beigetragen hat. Auch Adi Hütter muss dieses Spiel in aller Schärfe aufarbeiten und besprechen. Zwei Niederlagen in Folge steckten die Fohlen nun ein und kassierten zehn Gegentore. Yann Sommer konnte einem, angesichts der desolaten Leistung seiner Mitspieler, Leid tun , Borussias Schlussmann traf wohl noch am wenigsten die Schuld an den beiden Pleiten.

Sind manche Spieler bei Borussia noch richtig aufgehoben? 

Auch am Debakel am Sonntagabend trifft den Schweizer nur wenig Schuld. Was die Herren vor Sommer gegen den Sportclub ablieferten, war eine riesige Frechheit, die der Fohlenelf die zweithöchste Niederlage nach 1966 (0:7 gegen Werder Bremen) einbrachte. Es ist offensichtlich, dass zahlreiche Spieler gerade mit dem Kopf überall sind, nur nicht am linken Niederrhein. 

Matthias Ginter und Denis Zakaria machen sich ebenso Gedanken um ihre Zukunft wie auch wohl Florian Neuhaus, der zuletzt eher mit scharfen Aussagen als mit scharfen Pässen auf sich Aufmerksam machte. Alle Akteure, nicht nur das Trio, sollten sich an dieser Stelle hinterfragen, ob sie noch mit vollen Herzen und vor allem mit dem Kopf in Mönchengladbach sind, oder gedanklich schon bei einem anderen Verein unterschrieben haben. 

Chance für einen kleinen Umbruch 

Anders ist es nicht zu erklären, wie sich die komplette Mannschaft gegen die vermeintlich ‚Großen‘ wie Dortmund oder Bayern immer wieder motivieren und über sich hinaus wachsen kann. Gegen Klubs wie Freiburg oder Mainz, in allen Ehren, bringt es die Fohlenelf immer mal wieder nicht auf den Punkt. Eine unerklärliche Tatsache, die aber auch schon unter Marco Rose oder in Teilen auch schon unter Dieter Hecking zu beobachten war. 

Borussias Trainer sollte die nächsten Tagen nicht nur dafür nutzen um die Niederlage aufzuarbeiten, sondern auch um Gespräche zu führen. Mit dem Stammpersonal, aber ebenso mit den Nachwuchsspielern. Auch wenn ein Umbruch möglicherweise zu früh ist, aber es braucht in dieser Mannschaft mal wieder frische Impulse. Diese können nun in erster Linie nur von den jungen Fohlen kommen, die immer mal wieder Luft bei den Profis schnuppern durften. Hütter selbst schickte Jungspunde wie Joe Scally, Manu Koné oder auch Luca Netz Anfang der Saison ins Rennen, diesen Weg kann und sollte Borussias Trainer nun konsequent fortsetzen…