Yann Sommer ist aktuell der einzige Borusse mit Normalform. Foto: Dirk Päffgen

Der freie Fall von Borussia geht auch nach der dritten deutlichen Pleite weiter. Die Hintermannschaft der Fohlen ist derzeit alles andere als bundesligatauglich, Yann Sommer war erneut bester Spieler und kann einem inzwischen einfach nur leidtun. Unsere Personalanalyse, präsentiert von der Schmitz | Lück Unternehmensgruppe GmbH. 

Bis auf Jordan Beyer (Muskelverletzung) waren beim Auftritt von Borussia Mönchengladbach bei RP Leipzig wieder alle Spieler an Bord. Im Vergleich zur herben Klatsche gegen Freiburg tauschte Adi Hütter nur zwei Mal: Lars Stindl und Breel Embolo bekamen den Vorzug vor Stefan Lainer und Alassane Plea. Damit verbunden war eine Systemumstellung auf 4-3-2-1.

Nur Sommer aktuell mit Normalform 

Damit war klar, dass es auch in Leipzig mehr oder weniger die Spieler richten sollten, die das Debakel gegen Freiburg zu verantworten hatten. Schnell wurde aber auch klar, dass die Borussen erneut keine passende Antwort auf die Niederlage parat hatten. Lediglich Yann Sommer hatte, wie schon bei den Pleiten in Köln und gegen Freiburg, Normalform. 

Der 32-Jährige musste nun binnen drei Spielen gleich unglaubliche 14 Mal hinter sich greifen. Allerdings traf Sommer auch bei den Gegentoren gegen RB keine Schuld, die Fehlerkette fing, wie inzwischen schon fast gewohnt, deutlich früher an. Ansonsten konnte der Schweizer sogar noch deutlich schlimmeres verhindern, als er gegen Nkunku mehrmals vereiteln konnte. 

Keine Stabilität in der Defensive 

Die Abwehr hingegen war erneut ziemlich löchrig, wie schon gegen Freiburg kam die gegnerische Mannschaft viel zu oft über die Außenbahn zu Chancen. Ramy Bensebaini machte zwar das zwischenzeitliche 1:2, spielte aber bei den ersten beiden Gegentoren eine Rolle. Auch die Innenverteidigung um Matthias Ginter und Nico Elvedi enttäuschte erneut, beide bekommen derzeit keine Stabilität in die Defensive der Fohlenelf. 

Offensiv zeigten die Borussen aber auch viel zu wenig Spielfreude, vieles basierte eher auf Zufallsprodukten oder Einzelaktionen, einstudiert wirkt in diesen Tagen rund um die Elf vom Niederrhein eher wenig. Lediglich Breel Embolo war noch ein kleiner Aktivposten, für den Schweizer war es das erste Spiel nach seiner Muskelverletzung. 

Hütter hat viel Arbeit 

In diesen Tagen hat Adi Hütter alle Hände voll zu tun um den Laden beisammen zu halten. Dennoch wehrt sich Borussias Trainer gegen die These, dass die Fohlen aktuell keine Einheit darstellen: »Von außen betrachtet bekommt man vielleicht momentan das Gefühl, dass die Mannschaft keine Mannschaft ist. Doch das ist sie. Sie hat aktuell eine sehr schwierige Phase.« Vielmehr versuchte sich Borussias Trainer »an gewisse Strohhalme zu klemmen. In der Phase, in der wir das Spiel angenommen haben und in die Zweikämpfe gekommen sind, hatten wir auch bessere Momente.«

Gleichzeitig kündigte der 51-Jährige auch an, hinter verschlossenen Türen die Dinge genau zu analysieren und anzusprechen. »Öffentlich werde ich nicht draufhauen, aber intern werden wir natürlich einige Dinge ansprechen, so wie wir es vorher auch getan haben. Dass die Situation nicht angenehm ist, das wissen wir. Trotzdem müssen wir versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren«, versuchte Hütter die Lage zu beruhigen.

Beruhigen könnte die Lage im besten Fall endlich mal eine Reaktion auf dem Platz, die nächste Gelegenheit dazu bietet schon das Spiel am Mittwochabend gegen Eintracht Frankfurt. Ebenso bietet sich dann die Chance, personelle Konsequenzen aus den drei Niederlagen in Folge zu ziehen. Schon nach unserer letzten Personalanalyse gegen Freiburg stellten wir fest, dass frischer Wind in Form von jungen, hungrigen Spielern den Fohlen guttun würde…