Borussia braucht gegen Stuttgart eine Leistungssteigerung. Foto: Dirk Päffgen
Nach den durchwachsenen beiden Auswärtsspielen sucht Borussia nach wie vor die Konstanz. Am Sonntagnachmittag soll gegen Stuttgart dafür der erste Schritt gemacht werden. Nicht mit dabei ist Kevin Diks, der nach seiner Kopfverletzung gegen Hamburg nicht trainierte.
Auf die höchste Saisonniederlage in Hoffenheim folgte beim Hamburger SV zumindest ein 0:0. Doch in der Hansestadt zeigte sich Borussia Mönchengladbach nur marginal verbessert und durfte sich beim HSV bedanken, dass nicht das zweite Spiel in Folge verloren ging. Deshalb ist in diesen Tagen Konstanz mal wieder das Zauberwort. Nach dieser sehnen sich nahezu alle Beteiligten rund um den Borussia-Park, schließlich sucht man stabile Phasen seit Jahren vergebens.
Borussia braucht stabile Ergebnisse
Das möchte Eugen Polanski nachhaltig ändern. »Konstanz ist das Wichtigste – unabhängig davon, ob wir zu Hause oder auswärts spielen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und unsere Zuschauer mit Ergebnissen und Leistung zufriedenstellen. Entscheidend ist, dass wir uns auf uns fokussieren und unsere 100 Prozent abrufen«, erklärte Borussias Trainer. Er weiß auch, dass Borussia »in den vergangenen beiden Spielen nicht das gebracht hat, was wir uns vorstellen und was die Mannschaft kann.«
Gegen den VfB schwört der 39-Jährige auch auf die Atmosphäre im Borussia-Park aus dem ersten Heimspiel des Jahres. Polanski: »Wir haben zuletzt gesehen, was die Kulisse im Borussia-Park mit der Mannschaft machen kann und wie schön es ist, ein Heimspiel zu gewinnen. Daran wollen wir anknüpfen.« Er weiß aber auch, dass die Fohlenelf für den Sieg gegen den FCA »gegen Stuttgart keine Punkte bekommt.«
50:50-Spiel
In den 107 Bundesligapartien beider Mannschaft spricht die Bilanz für die Schwaben, die sich 45-mal durchsetzen konnten. Zudem verloren die Stuttgarter nur drei der letzten zehn Spiele gegen die Fohlen. Dementsprechend weiß Polanski, welcher Brocken auf seine Mannschaft zukommt. »Die Stuttgarter sind spielerisch extrem gut, sehr gut strukturiert und spielen einen starken Kombinationsfußball. Dazu kommen viel Wucht und clevere Spieler vorne. Um ihnen Paroli zu bieten, müssen wir an unsere Grenzen gehen. Das wird eine sehr große Herausforderung.«
Für ihn spielt es keine große Rolle, dass die Gäste aus Baden-Württemberg unter der Woche im europäischen Wettbewerb spielten. »Ich glaube nicht, dass eine Mannschaft, die europäisch gespielt hat, automatisch ein paar Prozentpunkte verliert. Dafür sind die Stuttgarter zu gut und haben genug Wechselmöglichkeiten. Ob Rhythmus oder Pause besser ist, weiß man immer erst nach dem Spiel. Für mich ist das kein Plus oder Minus, sondern ein Spiel, das ein 50:50-Spiel sein kann, wenn wir unsere 100 Prozent bringen«, sagte Polanski.
Kaderdebüt von Neuzugang
Personell muss Borussias Coach jedoch umbauen. Diks verletzte sich beim HSV am Kopf und stand seitdem nicht auf dem Trainingsplatz. Deshalb ist es alternativlos, dem Indonesier eine Pause zu gönnen. Eine Alternative steht jedoch schon parat. Polanski: »Kota Takai ist in den vergangenen Spielen Schritt für Schritt herangeführt worden und hat gezeigt, dass er die Position beherrscht. Genauso sind Marin Friedrich und Fabio Chiarodia Optionen.« Neuzugang Alejo Sarco, der auf Leihbasis aus Leverkusen kam, versprach Polanski einen Kaderplatz.
Um gegen die Stuttgarter zu bestehen, sind aber auch Lösungen in der Offensive gefragt. Im Spiel nach vorne zeigte sich Borussia in den letzten beiden Partien erschreckend harmlos. Das weiß auch Polanski. »Eigener Ballbesitz ist das beste Mittel, um dem Gegner die Zähne zu ziehen. Dafür braucht man nicht nur eine, sondern mehrere Optionen. Wir haben diese Woche klar daran gearbeitet, mehr Lösungen zu haben und die Wiederholungen reinzubekommen, damit die Jungs es sich zutrauen. Wichtig ist, dass es mehr ins Machen als ins Denken geht und dass sie wissen, dass wir ihnen da vertrauen.«
