Polanski steht nach Belek vor wichtigen Fragen

Eugen Polanski hat noch mit offenen Personalfragen zu kämpfen. Foto: Dirk Päffgen

Vor dem Bundesligastart am Sonntag sind noch einige Fragen bei Borussia Mönchengladbach ungeklärt. Dabei äußerte sich Eugen Polanski zur Testspielniederlage, System- und Kaderfragen.

Trotz der Niederlage gegen Hannover 96 zum Abschluss des Trainingslagers nimmt Eugen Polanski ein gutes Gefühl mit aus Belek für die bevorstehenden Aufgaben. „Ich glaube, dass insgesamt die Tage mit dem Spiel jetzt extrem wertvoll für uns als Gruppe waren“, blickte Polanski auf den Trainings-Kick-Off zurück. 

Polanski nicht mit Körpersprache zufrieden

Dennoch kritisierte der Trainer die Leistung im Test, zumindest in Teilen. „Die Körpersprache von einigen Spielern hat mir nicht so gut gefallen. Dementsprechend haben wir dann auch 3:0 verloren. Ich glaube, das erste und das dritte Tor kann man definitiv verteidigen“ so sein Fazit. Ob aus dem Spiel bereits eine Formation für Sonntag ableitbar ist, ließ Polanski hingegen offen. „Das ist ja auch immer ein bisschen gegnerabhängig, wie die Jungs das gestalten wollen.  Es geht gar nicht um einen Dreier- oder Viereraufbau, es geht eher um die Prinzipien. Einige davon habe ich gesehen, andere wiederum nicht“, sagte er. 

Unterdessen habe sich Wael Mohya in Belek gut präsentiert. Sein Einsatz in der Bundesliga sowie die Tatsache, dass er inzwischen einige Trainingserfahrung mit den Profis gesammelt hat und zum Jahresabschluss seinen 17. Geburtstag feierte, dürften seine Chancen auf einen Kaderplatz gesteigert haben. „Wichtig ist, dass er Spielminuten kriegt, um die Entwicklung voranzutreiben“, weiß Polanski.

Kaderkarussell dreht sich in Gladbach

Klar ist: Wenn Mohya in Zukunft öfter bei den Profis mitmischt, fällt ein Kaderplatz für einen der gestandenen Spieler weg. Das könnte vor allem Marvin Friedrich oder gar Kevin Stöger treffen, der jedoch jüngst klar gemacht hat, sich in Gladbach beweisen zu wollen. „Es erzeugt eine Reibung, die dann wiederum zur Qualität führt“, sieht Polanski den (zu) großen Kader einerseits als Luxus. Andererseits weiß er auch um die für ihn „sehr, sehr harte Entscheidung. Aber die ist dann auch immer wieder nur für den jeweiligen Spieltag zu treffen.“

Wahrscheinlich ist, dass sich auf der Abgangsseite noch etwas tut bei Borussia. Friedrich könnte sich, auch angesichts der Leihe von Kota Takai, nach einer neuen Aufgabe umsehen und würde wohl keine Steine in den Weg gelegt bekommen. Für Grant-Leon Ranos war die Belek-Reise sowohl lehrreich als auch ernüchternd: Als einziger Spieler kam er beim Test gegen Hannover nicht zum Einsatz, auch bei ihm wäre wohl mindestens eine Leihe das Beste für die sportliche Zukunft. Bis zum Ende des Winter-Transferfensters am 2. Februar könnte also noch Bewegung reinkommen. Womöglich schnell beantwortet sein, könnte die Zukunft von Tomáš Čvančara. Wie die Borussen am Mittwoch mitteilten, fehlte der Tscheche aufgrund von Gesprächen mit einem anderen Klub.