Andreas Poulsen sammelt aktuell bei Austria Wien Spielpraxis, möchte sich danach bei Borussia durchsetzen. Foto: Heiko van der Velden/ Amafuma.de

Andreas Poulsen soll in der Rückrunde bei Austria Wien erneut Spielpraxis sammeln. Bereits zwei Tage nach seiner Ankunft stand er in der Startelf und feierte noch ein weiteres Erfolgserlebnis. Das Kapitel Borussia Mönchengladbach ist für den 21-Jährigen noch lange nicht abgehakt, vielmehr möchte der Däne nach seiner Rückkehr nochmals angreifen. 

Persönliches Erfolgserlebnis im ersten Spiel 

Andreas Poulsen ist zurück auf dem Platz. Zwar absolvierte der Däne zuletzt einige Spiele im Trikot der U23 von Borussia Mönchengladbach, doch nach über einem halben Jahr Pause absolvierte er jetzt wieder eine Partie im Profigeschäft. Am Montag machte er sich auf den Weg vom linken Niederrhein in die österreichische Hauptstadt Wien, um dort zum zweiten Mal bei der Austria anzuheuern. 

Nur zwei Tage nach seiner Ankunft stand er bereits wieder auf dem Platz und absolvierte bei der 1:3-Auswärtsniederlage am Mittwoch in Salzburg 82 Minuten. Poulsen lief, wie gewohnt, als Linksverteidiger auf und bereitete sogar einen Treffer vor. »Es war sehr schön wieder zu spielen. Die Rückkehr ins Team war für mich sehr einfach, viele Spieler kenne ich noch aus der vorherigen Zeit. Es war, trotz der Niederlage, für mich ein guter Start bei der Austria«, sagte der 21-Jährige gegenüber unserer Redaktion. 

Schon am Sonntag erhält der Däne die nächste Chance auf einen Einsatz, dann spielt der aktuell Siebtplatzierte gegen Hartberg. Für Poulsen geht es in seiner zweiten Rückrunde in Österreich natürlich primär darum, wieder Spielpraxis zu sammeln. Diese kann ihm aktuell bei Borussia nicht garantiert werden, auf seiner Position sind Oscar Wendt und vor allem Ramy Bensebaini gesetzt. 

Poulsen möchte sich bei Borussia durchsetzen 

»Es war ein guter Dialog mit den beiden Vereinen. Ich bin sehr zufrieden, dass wir diese Lösung gefunden haben«, so Poulsen. Rund 4,5 Millionen Euro (transfermarkt.de) überwiesen die Borussen an seinen Ausbildungsverein FC Midtjylland nach Dänemark. Poulsen gilt nach wie vor als großes Talent, konnte sich in Mönchengladbach aber bisher nicht durchsetzen. Seit seinem Wechsel zur Fohlenelf im Sommer 2018 absolvierte der Däne erst ein Pflichtspiel, nämlich in der ersten Pokalrunde 2018 beim BSC Hastedt. 

»Für Andreas und für uns ist es wichtig, dass er auf gutem Niveau so viel Spielpraxis wie möglich bekommt. Bei der Austria hat er aktuell eher die Chance dazu als bei uns und wir hoffen, dass er in dieser Saison dort viele Einsätze haben wird«, erklärte Max Eberl die Ausleihe. Trotz all der Umstände sieht der Däne weiterhin die Möglichkeit bei den Fohlen den Durchbruch zu schaffen. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2023, das Arbeitspapier von Oscar Wendt hingegen geht nur noch bis Juni 2021. Sollte der Schwede nicht erneut für ein Jahr verlängern, könnte Poulsen tatsächlich das Backup von Bensebaini auf der linken Abwehrseite werden. 

Deshalb ist das Kapitel bei der Fohlenelf noch längst nicht beendet. »Ich habe Borussia noch nicht abgehakt. Ich stehe in einem sehr offenen Dialog mit dem Verein und wir waren uns einig darüber, dass der Schritt zu Austria wichtig für unsere Planungen sind. Mein größtes Ziel ist es, für Borussia zu spielen«, erklärte Poulsen gegenüber unserer Redaktion. 

»Die ersten Tage waren sehr positiv«

Helfen soll ihm jetzt dabei wieder das gewohnte Umfeld bei Austria Wien, Trainer Peter Stöger möchte auf die 21-jährige Leihgabe setzen. »Von Peter Stöger habe ich nur Gutes gehört und die ersten Tage hier in Wien waren sehr positiv. Mein Ziel ist es mit der Mannschaft in die Endrunde der Meisterschaft zu kommen. Die nächsten Spiele sind sehr wichtig für uns«, gibt Poulsen einen kurzen Ausblick auf die nächsten Wochen.  

Es ist dem jungen Dänen definitiv zu wünschen, dass seine zweite Spielzeit in Wien besser verläuft und er gestärkt an den Niederrhein zurückkehrt. Im vergangenen Jahr lief Poulsen in fünf Bundesligaspielen und einem nationalen Play-Off-Spiel für die Europa League für Austria auf. Ein Muskelfaserriss verhinderte allerdings weitere Einsätze.