Rocco Reitz überzeugte im Testspiel des VfL gegen Paderborn. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Einige Nachwuchsfohlen dürfen sich seit Beginn der Vorbereitung bei den Profis von Borussia Mönchengladbach zeigen. Und während generell alle bisher einen guten Eindruck hinterließen, so scheint es Marco Rose eines besonders angetan zu haben: Rocco Reitz bringt den Borussen-Coach ins Schwärmen.

Rocco wer?, dürfte sich so mancher Fan beim Trainingsauftakt der Fohlen entweder live vor Ort oder bei der Live-Übertragung im Fohlen-TV oder auf Borussias Youtube-Kanal gefragt haben. Rocco Reitz lief da in dem neuen weißen Jersey der Borussen mit der Rückennummer 43 auf. 

18 Jahre jung ist der zentrale Mittelfeldmann, der erst Anfang August 2020 seinen ersten Profivertrag unterzeichnet hatte und sich damit einen langjährigen Traum erfüllt haben dürfte. Erst im Dezember 2019 hatten die Borussen unter anderem mit Reitz den Nachwuchsvertrag verlängert. Acht Monate später nun also der Profivertrag. Den Vertrag, über dessen Länge nichts bekannt ist, hat sich Reitz erarbeitet. Er hat, um seinen Namen in gewisser Weise beim Wort zu nehmen, Reize gesetzt.

»Alle sieben Spieler sind große Talente, die wir bei uns im FohlenStall in den kommenden Jahren weiterentwickeln wollen«, hatte Borussias Direktor des Nachwuchsleistungszentrums, Roland Virkus, seiner Zeit auch über Rocco Reitz gesagt. Und die Entwicklung schreitet schneller voran, als vielleicht gedacht.

»Er bringt schon ein Paket mit, was richtig gut ist«

Sowohl in den Jugend-Mannschaften der Fohlen, als auch vor allem bei den Profis in den bisherigen Testspielen wusste der Mittelfeldmann Akzente zu setzen. Auch im abgelaufenen Trainingslager der Borussen in der Klosterpforte in Harsewinkel-Marienfeld hat der Youngster seine Spuren hinterlassen. Zuletzt gelang Borussias U19-Akteur da ein nachhaltiger Eindruck im abschließenden Test gegen den SC Paderborn. Da kam Reitz in der 2. Hälfte zum Einsatz, zeigte sich spielfreudig und legte mit einem Sahnepass das entscheidende 2:0 von Stefan Lainer auf.

Ein toller Spielzug, dem Marco Rose an der Seitenlinie zurecht Applaus zollte. »Er bringt schon ein Paket mit, was richtig gut ist und wo viel dabei ist. Er ist spielschlau, er versteht das Spiel, das sieht man. Er ist technisch sehr ordentlich und ist bereit, Meter zu machen, gegen den Ball zu arbeiten und Zweikämpfe zu suchen«, lobte Marco Rose nach dem Testspielsieg sein „Küken“ und war voll des Lobes: »Er hat hier schon einen Top-Eindruck hinterlassen. Er hat ein sehr gutes Trainingslager absolviert. Ich bin wirklich schon etwas überrascht, wie sehr er auch im physischen Bereich dagegenhält. Er ist ja fast noch der Jüngste. Er hat hier schon einen Top-Eindruck hinterlassen.«

»Trotzdem müssen wir bei allem immer die Kirche im Dorf lassen«

Worte, die bei Reitz runtergehen dürften wie Öl und ihn anderseits weiter anspornen dürften, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und weiter an sich zu arbeiten. Schließlich ist die Entwicklung noch am Anfang. Die Voraussetzungen jedenfalls, eines Tages den Sprung schaffen zu können, sind vorhanden. Und in den Fokus gespielt hat sich der 18-jährige auch schonmal. Reitz steht bei Marco Rose definitiv weiterhin auf dem Zettel. »Rocco ist ein sehr spannender Junge. Ich glaube, da können wir sehr froh sein, so einen Spieler im Nachwuchsbereich entwickelt haben und dass wir ihn mit dabei haben«, sagt Rose.

Der 43-Jährige und vor allem Eugen Polanski, bei den Borussen zuständig für den Übergangsbereich, werden den begabten und aufstrebenden Youngster weiter genau unter die Lupe nehmen. Aber sie werden vor allem auch eins tun – ihn weiter ohne Druck seinen Weg gehen lassen. »Rocco ist im Trainingslager schon mehr als positiv aufgefallen. Trotzdem müssen wir bei allem immer die Kirche im Dorf lassen«, mahnt Rose. »Wir freuen uns, dass wir ihn haben und dass er sich bei uns in Ruhe entwicklen kann. Wenn er so weitermacht, dann glaube ich, können wir uns alle über einen guten Spieler bei der Borussia freuen…«