Oscar Wendt und Ramy Bensebaini kämpfen um den Stammplatz in der linken Abwehr. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Ramy Bensebaini und Oscar Wendt sollen sich auf der linken Abwehrseite von Borussia gegenseitig Druck machen. Deshalb fordert Marco Rose ganz klar, dass sich das Duo dem Konkurrenzkampf stellen soll. Im Hinblick auf die Dreifachbelastung könnten die beiden auch wieder auf ähnlich viel Spielzeit kommen. Auch Jordan Beyer möchte seine Chance nutzen. 

Linke Seite: Wer hat die Nase vorn? 

Im letzten Test im Trainingslager setzte sich Borussia Mönchengladbach mit 2:0 gegen den SC Paderborn durch. Marco Rose nutze die Partie um sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive viel auszuprobieren. So konnten sich auch Ramy Bensebaini und Oscar Wendt auf der linken Abwehrseite nochmal präsentieren und sich für einen Stammplatz empfehlen. 

Wer diesen in der neuen Saison bekommt ist noch komplett offen. Aktuell kann niemand genau sagen, ob Bensebaini oder Wendt die Nase vorne hat, da wird sich Marco Rose in dieser frühen Phase der Vorbereitung sicherlich auch noch nicht festlegen. Klar ist aber auch: Beide machten ihre Sache im Trainingslager sehr ordentlich. 

»Ramy hat sehr gut gearbeitet. Oscar Wendt hat aber auch sehr gut gearbeitet und vor allem ein sehr gutes Spiel gemacht, das muss man auch ganz klar sagen«, meinte Borussias Trainer nach dem 2:0-Erfolg gegen die Ostwestfalen. Während der Algerier in der Viererkette wie gewohnt auf der linken Abwehrseite spielte, rückte Wendt bei seinem Auftritt eher ins Mittelfeld. Eine Rolle, die dem Schweden passt und die er vor allem schon in der abgelaufenen Saison oft bekleidete. 

Rose nimmt Bensebaini in die Pflicht 

Insofern fordert Rose in den nächsten Wochen von beiden Spielern weiterhin viel Tempo und Engagement, um sich für einen Stammplatz zu empfehlen. »Das ist das, was ich als Trainer sehen will: Eine angenehme und komfortable Konkurrenzsituation. Wir haben einiges vor und dann ist es mir wichtig, dass die Jungs sich gegenseitig pushen«, fordert Rose.

Nominell dürfte sicherlich Bensebaini die Nase vorne haben, doch der 25-Jährige darf sich keine kreative Pause gönnen. Wendt stellte in der letzten Spielzeit eindeutig unter Beweis, dass er trotz seiner 34 Jahre noch auf einem hohen Level spielen kann. »Ich erwarte von Ramy, dass er die Dinge die er gut gemacht hat bestätigt und in Teilbereichen Schritte nach vorne macht«, nimmt Borussias Trainer den Algerier in die Pflicht. 

Vor allem im Hinblick auf die Dreifachbelastung mit Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League dürfte sich das Duo wieder relativ häufig abwechseln. Zwar machte Wendt insgesamt mehr Bundesliga-Spiele (25x), dafür stand Bensebaini in der Europa League öfter auf dem Platz und kam in allen Gruppenspielen zum Einsatz. Ähnlich könnte es auch jetzt wieder laufen: Bensabini dürfte sich in der Königsklasse als gesetzt sehen, in der Bundesliga hofft Oscar Wendt dann auf seine Chance. 

Beyer präsentiert sich in guter Form 

Apropos: Auf diese hofft nun auch wieder verstärkt Jordan Beyer. Nach seinem halben Jahr in Hamburg kehrte das Eigengewächs jetzt wieder zurück an den Niederrhein und möchte in der Innenverteidigung mehr als eine Alternative sein. Schon jetzt kann der 20-Jährige als ein Gewinner des Trainingslagers gesehen werden. Beyer fiel nicht nur durch seine neue Frisur, sondern eben auch durch starke Leistungen auf. Er wirkte bisher in allen Testspielen sehr unaufgeregt und souverän. 

»Die Zeit in Hamburg war eine gute Schule für mich. Ich habe das erste Mal im Profibereich viele Spiele hintereinander gemacht. Dadurch bin ich reifer und kompletter geworden und habe neues Selbstvertrauen getankt«, blickt der 20-Jährige zurück. Der Konkurrenzkampf in der Abwehr ist groß: Zwar kann Beyer in der Innen- und Außenverteidigung spielen, selbst sieht er sich aber eher in der Zentrale. Dort führt vorerst kein Weg an Matthias Ginter und Nico Elvedi vorbei, dessen ist sich der Rückkehrer auch bewusst. »Ich möchte die drei Wettbewerbe nicht nur von der Bank miterleben. Wenn ein anderer Spieler mal eine Pause braucht, möchte ich auf den Punkt da sein und für diejenigen einspringen«, zeigt sich Beyer kämpferisch. 

Auch in der Innenverteidigung gilt: Konkurrenz belebt das Geschäft. Und da ist es für die etablierten Ginter und Elvedi sicherlich nicht schlecht, wenn mit Beyer ein junger Spieler aus den eigenen Reihen intern Druck ausübt…