Zwar hat Borussia Mönchengladbach das erste Testspiel im Wintertrainingslager verloren, doch für Marco Rose besteht bei weitem kein Anlass zur Sorge. Vielmehr ist Borussias Trainer mit der bisherigen Arbeit seiner Schützlinge zufrieden. Ramy Bensebaini kam wie einige andere Fohlen allerdings gegen Heracles Almelo nicht zum Einsatz.

Bensebaini gesundheitlich angeschlagen 

In der Aufstellung zum Testspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Heracles Almelo suchte man Yann Sommer vergebens. Stattdessen lies Marco Rose Tobias Sippel und Max Grün jeweils eine Halbzeit lang spielen. Borussias Nummer eins sah aber nicht tatenlos zu, sondern trainierte auf dem Nebenplatz weiter fleißig bis 16.10 Uhr. Ramy Bensebaini, Torben Müsel und Mamadou Doucouré saßen jedoch gemütlich auf einem Golf Caddy und beobachteten das Spiel.

Mamadou Doucouré legte am Mittwoch einen geplanten regenerativen Tag ein, auch Müsel pausierte aufgrund der Belastungssteuerung. »Ramy kränkelt schon seit ein paar Tagen. Gestern Abend waren wir an einem Punkt wo er sich nicht gut gefühlt hat, deshalb haben wir ihn heute draußen gelassen«, erklärte Marco Rose, wieso der Algerier pausieren musste.

Basics nicht umgesetzt 

Anschließend fasste Rose das Vorbereitungsspiel relativ einfach und simpel zusammen: »Die erste Halbzeit war weniger gut, der Gegner war da grundsätzlich aggressiver als wir. Die zweite Halbzeit war dann besser, aber der Gegner effektiver als wir. Deshalb ist das Ergebnis zustande gekommen.« Borussias Trainer sprach von »Basics«, die seine Mannschaft vor allem in der ersten Hälfte nicht so richtig umsetzte. 

Dennoch »muss man die Kirche im Dorf lassen«, schließlich sollte man das Ergebnis alles andere als überbewerten. Trotzdem sind die intensiven Einheiten in Jerez »kein Alibi, denn der Gegner hat genauso viel gearbeitet wie wir«. Die Niederländer waren einfach einen Tick cleverer und gegen den Ball aggressiver als die Fohlen. »Außerdem haben sie uns ein stückweit den Schneid abgekauft, eigentlich sollte uns das nicht oft passieren«, mahnte Rose.

Keine Zeit zum Durchatmen

Trotz des kleinen Dämpfers ändert das nichts an der Tatsache, dass Borussias Trainer mit der bisherigen Arbeit mehr als zufrieden ist: »Die Arbeit meiner Spieler gefällt mir bisher sehr gut, wir hatten gute Einheiten.« Trotzdem möchte Borussia auch »in solchen Testspielen Ergebnisse«. Das 1:3 kratzte nämlich etwas an den Spielern, denn man sah deutlich, »wie die Jungs in die Pause gegangen sind und nach dem Spiel hier sitzen«.

Am Mittwoch wartet auf die Fohlen eine regenerative Einheit und ein freier Nachmittag, danach wartet allerdings wieder volles Programm. »Wir nutzen die Woche grundsätzlich um das bisschen Verbreitung auf die Rückrunde wahrzunehmen. Es ist nicht viel Zeit, das wissen wir«, sagt der 43-Jährige. Die Zeit bis zu den beiden Testspielen am Freitag gegen den SC Freiburg möchte Borussia dennoch so gut wie möglich nutzen. Die »Jungs müssen sich durchbeißen«, denn in den Partien gegen den Sportklub wird Rose die Spieler wohl für 90 Minuten durchspielen lassen und anschließend eine frische Elf auf den Rasen bringen. Bevor dann in knapp einer Woche schon wieder der Liga-Alltag beginnt besteht die Möglichkeit sich gegen den SCF »Inhalte zu erarbeiten und sich auch physisch wieder auf 90 Minuten zu bringen«.