Marco Rose geht in seine zweite Saison als Trainer von Borussia Mönchengladbach. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Borussia Mönchengladbach hat die Vorbereitung für die neue Saison aufgenommen. Mit drei Wettbewerben wartet auf die Fohlen ein straffes Programm. Dennoch freut sich Marco Rose auf die Spielzeit und gibt ein erstes, vorsichtiges Statement in Richtung Saisonziele ab. 


Die Messlatte liegt hoch 

Rund fünf Wochen musste Borussia ohne Fußball auskommen, die Zeit nutzen Staff und Spieler zur intensiven Regeneration. Die wird auch nötig sein, denn ab sofort bittet Marco Rose seine Mannschaft wieder auf den Trainingsplatz, es wird für eine harte Saison geackert. Die Messlatte liegt mit Platz vier und dem Einzug in die Champions League sehr hoch und das schon im ersten Jahr unter Marco Rose. 

Da hilft es den Fohlen sicherlich, dass auch über den Sommer hinaus alle Leistungsträger an Bord bleiben. »Es freut mich sehr, dass wir alle Leistungsträger halten konnten. Es überrascht mich aber auch nicht, da wir uns am Ende der vergangenen Saison schon klar positioniert haben. Für uns ist es natürlich wichtig, um unsere gesteckten Ziele zu erreichen«, äußerte sich Marco Rose nach der ersten offiziellen Einheit am Dienstag. 

Eingespielte Fohlenelf 

Rose sieht also einen großen Vorteil in der aktuellen Vorbereitung, denn letztes Jahr musste auch er sich erstmal mit den Bedingungen am Niederrhein zurecht finden. »Dadurch, dass wir schon ein Jahr zusammenarbeiten, starten wir auf einem ganz anderen Level als im vergangenen Sommer«. Trotzdem ist eines immer gleich, nämlich in den kommenden Wochen wird die Grundlage für die komplette Saison geschaffen.

Bedeutet laut Borussias Trainer konkret: »Es ist wichtig, dass wir alle Jungs spielfit bekommen und auf ein gutes physisches Niveau bringen, denn wenn die Saison startet, bleibt uns nicht mehr so viel Zeit zum Trainieren.« Dadurch, dass die Fohlen neben der Bundesliga und dem DFB-Pokal auch noch in der Königsklasse vertreten sind, wartet bis zur Winterpause ein hartes Programm mit mehreren Englischen Wochen. 

Dennoch ist die Champions League der Lohnt der kompletten letzten Saison, auf den sich jetzt schon alle rund um den Borussia-Park freuen dürfen. »Natürlich haben wir uns darüber gefreut, dass wir unser großes Ziel erreicht haben. Aber jetzt geht eine neue Saison los und wir wollen und müssen wieder neu angreifen«, so Rose. Ein konkretes Ziel gibt der 43-Jährige allerdings noch nicht aus, bei Borussia bemüht man sich traditionell um etwas Zurückhaltung was die Saisonziele angeht. 

Mit dem vierten Platz legte Rose die Messlatte für seine zweite Saison selbst schon ziemlich hoch, in der nächste Spielzeit können die Fohlen dann beweisen, inwiefern sie schon unter ihrem neuen Trainer gereift sind. »Wir sind weiter demütig, aber dennoch sehr ambitioniert«, lautet vorerst die Devise. Der Fokus liegt aber weiterhin auf dem »Tagesgeschäft Bundesliga, in diesem Wettbewerb müssen wir uns die Form holen und gute Ergebnisse liefern«. 

Stindl erstmals seit zwei Jahren beim Trainingsauftakt dabei 

Daran möchte auch weiterhin Lars Stindl seinen Anteil haben, der in einer starken Schlussphase der Saison als echter Leader und Kapitän voran ging. Schon jetzt ist der Einstieg in die Vorbereitung ein kleiner Erfolg für ihn, in den letzten beiden Jahren verpasste er den Trainingsauftakt aufgrund von Verletzungen. »Erstmal bin ich glücklich, dass ich fit bin und am ersten Trainingstag gesund auf dem Platz stehe. Das war in den letzten beiden Jahren nicht der Fall. Aber jetzt schon Ziele zu formulieren, ist sehr früh«, tritt der 31-Jährige erstmal auf die Bremse. 

Sich und seine Kollegen sieht er jedenfalls sehr gut aufgestellt, auch wenn beim Auftakt Leistungsträger wie Denis Zakaria und Marcus Thuram verletzungsbedingt noch nicht eingreifen konnten. »Wir sind sehr gut aufgestellt und haben bereits gezeigt war wir können, auch wenn es schwierig wird, das wieder auf den Platz zu bringen. Insgesamt sehe ich uns aber sehr gut gerüstet für die kommenden Saison«. 

Auch von Neuzugang Hannes Wolf verspricht sich Stindl einiges, schließlich hat das neue Fohlen »direkt gezeigt was er kann«. Dennoch muss sich Wolf erstmal beweisen, denn nach einem glücklosen Jahr in Leipzig muss der Österreicher erstmal liefern. »Wir hoffen natürlich, dass er an seine alten Leistungen anknüpfen und uns weiterhelfen kann«, so Stindl.