Schröder deutlich: »In der Form wird es in der Liga nicht reichen« 

Enttäuschte Gesichter nach der Niederlage in Freiburg. Foto: picture alliance / Foto Huebner | Foto Huebner

Die Lage rund um Borussia spitzt sich immer mehr zu. Bei der Niederlage in Freiburg bemühten sich die Fohlen zwar, doch es reichte in allen Belangen nicht. Bezeichnend war erneut die erschreckend schwache Offensive. Vor allem Rouven Schröder fand nach der Partie klare Worte. 

Auswärtsfahrten nach Freiburg kann sich Borussia Mönchengladbach, sportlich gesehen, schenken. Seit 24 Jahren wartet die Fohlenelf auf einen Erfolg im Breisgau. Auch am Sonntagabend war die Fahrt in den Südwesten Deutschlands alles andere als lustig. Grund daran hatten die in schwarz gekleideten Gladbacher, die im Offensivspiel mal wieder so gut wie gar nicht stattfanden. Erst in der 70. Minute gelang Kevin Diks mit einem Distanzschuss der erste Schuss aufs Tor überhaupt. Zu wenig, um in der Bundesliga bestehen zu wollen. 

Sieglos-Serie hält an

»Wir wissen, dass es um Siege und Punkte geht. Daher hatten wir uns auch viel vorgenommen. Das ist aber letztlich zu wenig von uns gewesen«, beschrieb es Haris Tabaković relativ nüchtern. Laut der Leihgabe »muss Borussia besser verteidigen, denn die Gegentore fallen zu einfach. Außerdem braucht es »mehr Bälle in der Box«. Themen, die die Verantwortlichen Woche für Woche ansprechen. Den vielen Worten folgen derzeit aber keine Taten. 

Das zeigt die Statistik unverblümt: Seit sieben Spielen ist Borussia sieglos, im Jahr 2026 sammelten sie nur sechs Punkte. »Fußball ist ein Ergebnisssport und wir bekommen die Ergebnisse derzeit nicht, so ehrlich muss man sein«, gestand Eugen Polanski. Borussias Trainer notierte durchaus, dass seine Mannschaft zu ideenlos und nicht zielstrebig genug agierte. Dabei sprach er in Halbzeit eins von ein paar »Flankenchancen« – das sagt genug aus. 

Fohlen zu hektisch? 

»Mit der Führung im Rücken hat sich Freiburg defensiv besser aufgestellt, das hat es uns schwer gemacht. Beim ersten Gegentor, das nach einem Standard fiel, müssen wir es einfach besser verteidigen und zielstrebiger sein. Die Jungs denken zu viel nach, wenn sie in der Box stehen«, sagte Polanski. 

Der 39-Jährige »kann die Tabelle lesen und rechnen« und weiß um die prekäre Lage, in der er sich mit seiner Mannschaft befindet. Rouven Schröder sprach Polanski weiterhin »volles Vertrauen aus« und ist ohnehin kein Freund davon, »mit dem großen Hammer draufzuhauen«. Borussias Sportchef ist aber auch Realist genug, um die sportliche Situation und den dahinschmelzenden Vorsprung auf Relegationsplatz 16 einzuschätzen. 

»Die Mannschaft versucht in den letzten Wochen alles, so auch in Freiburg. In der Phase ist es aber vielleicht auch hart, nicht an das volle Limit zu kommen. Da müssen wir die Fessel lösen können. In der Form wird das nicht reichen, auch in der Liga nicht«, sagte Schröder. Für den 50-Jährigen ist es nun wichtig, dass »man sich die Meinung sagt und kritisch ist, weil wir im Endeffekt wieder ein Spiel verloren haben.«

Keine Trainerfrage 

Er fordert nun endlich Leistungen statt Worte. »Wir haben noch elf verbleibende Spiele. Wenn wir nur ein bisschen mitspielen, wird es sehr schwierig. Wir sollten schleunigst gucken, um was es geht.« Zu einer Trainerdiskussion lies er sich am Mikrofon von ‚DAZN‘ nicht hinreißen. »Eugen hat das Vertrauen und wird mit seinem Trainerteam alles Mögliche tun, um die Mannschaft bestmöglich gegen Union Berlin einzustellen.«