Rouven Schröder weiß: Jede bessere Platzierung ist bares Geld. Foto: Dirk Pääffgen
Nachdem der Klassenerhalt gesichert wurde, geht es für Gladbach beim Auswärtsspiel in Augsburg vor allem um Punkte im Hinblick auf die Fernsehgeld-Verteilung. Wie das gelingen soll und was Rouven Schröder über die Transferplanungen verrät.
Mit 35 Punkten steht Borussia Mönchengladbach vor dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg auf dem elften Tabellenplatz. Der Sieg gegen den BVB hat nicht nur den Klassenerhalt gesichert – er ebnet auch den Weg für eine mögliche Siegesserie zum Saisonendspurt, durch die die Borussen bestenfalls noch auf Platz neun klettern könnten. Den belegt derzeit der kommende Gegner, der noch fünf Punkte Vorsprung auf Borussia hat.
Polanski: »Augsburg ist besser geworden«
Und diesen möchte Eugen Polanski am Samstag bestenfalls auf zwei Punkte verkürzen. »Wir brauchen wieder genau diese Energie, wie wir sie gegen Dortmund hatten. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen, gewinnen und uns gegenseitig unterstützen«, lautete Polanskis Vorgabe auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Dabei ging der Coach auch auf die steile Entwicklung des FCA seit dem 4:0-Hinspielerfolg der Borussen ein.
»Das 4:0 aus dem Hinspiel müssen wir komplett ausblenden, denn es wird eine ganz andere Aufgabe. Augsburg ist seitdem besser geworden, heimstark und sehr unangenehm zu bespielen. Entscheidend wird sein, erneut die Leidenschaft und Bereitschaft zu haben, alles reinzuwerfen«, weiß er. Auch Sportchef Rouven Schröder fordert, dass die Mannschaft bis zum Schluss so viele Punkte wie möglich holt. »Auch wenn der Klassenerhalt gesichert ist, geht es nicht darum, herunterzufahren oder Dinge auslaufen zu lassen. Wir wollen die Saison bestmöglich zu Ende bringen. Das bedeutet, dass wir alles daransetzen, weiter zu punkten und uns geschlossen als Mannschaft zu präsentieren«, sagte Schröder.
Gladbach sucht neue Impulse durch Transfers
Denn: Im Hinblick auf die Fernsehgeldverteilung zählt am Ende jeder Tabellenplatz. »Die Tabelle spielt eine wichtige Rolle, genauso wie der finanzielle Aspekt für den Verein. Wir wollen zeigen, dass wir bis zum letzten Spieltag voll da sind. Wenn uns das gelingt, wäre es ein guter Abschluss einer intensiven Saison«, befand Schröder. Nutzen würde das Geld vor allem für Transfers: Im Hintergrund laufen bereits Gespräche über mögliche Neuverpflichtungen. »Wichtig ist, dass wir strukturiert und mit klarer Linie arbeiten. Wir schauen genau hin, welche Profile wir brauchen, wo wir Entwicklung sehen und wo möglicherweise neue Impulse notwendig sind«, erklärte er in Bezug auf sportliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Dabei helfen, dass die Borussen in Augsburg einen auf die obere Tabellenhälfte aufschließen, kann Tim Kleindienst allerdings noch nicht. Denn Kleindienst wird, so erklärte Polanski, erst im Kader für das letzte Saisonspiel zuhause gegen die TSG Hoffenheim stehen. »Augsburg kommt noch zu früh, um da werden wir ihn ihn bewusst noch etwas schonen und nichts zu forcieren«, führte Polanski aus. Nathan Ngoumou hingegen könnte abhängig von der Kadersituation dabei sein – möglich ist aber auch, dass Ngoumou bei der U23 zwecks Spielpraxis eingesetzt wird.
Seine Aufstellung werde Polanski ausschließlich nach dem Leistungsprinzip vornehmen. »Das ist für mich ein wichtiger Grundsatz, weil sich Einsatzminuten im Profifußball immer über Leistung im Training und im täglichen Arbeiten erarbeitet werden müssen«, sagte er. Experimente in der Startelf sind gegen Augsburg also nicht zu erwarten.

