Rouven Schröder fordert volle Unterstützung vom Publikum. Foto: Dirk Päffgen
Drei Punkte sind im Heimspiel gegen Mainz 05 quasi Pflicht. Das stellten Gladbachs Trainer Eugen Polanski und Sportchef Rouven Schröder auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Sonntag fest. Worauf es besonders ankommen wird.
Vor dem Heimspiel gegen Mainz 05 ist bei Borussia Mönchengladbach ordentlich Druck auf dem Kessel. Im Duell gegen den Abstieg müssen die Borussen dringend gewinnen – alles andere als drei Punkte wären zu wenig. Doch dass ein Sieg kein Selbstläufer wird, ist Gladbachs Trainer Eugen Polanski bewusst. »Auch wenn die Mainzer am Donnerstag in Straßburg ausgeschieden sind, sagt es viel über ihre Qualität aus, dass sie bis ins Viertelfinale der Conference League gekommen sind. Das ist eine sehr unangenehme Truppe, die sehr reifen Fußball spielt«, lautet sein Urteil über Borussias kommenden Gegner.
Gladbach hat drei Punkte als Ziel
Dessen Trainer Urs Fischer habe dem Team sowohl Konterstärke als auch »sehr viel Leidenschaft und Gier« antrainiert. Das weiß auch Sportchef Rouven Schröder. »Die werden mit allem kommen, was sie haben, und wir müssen alles dagegen setzen. Wir wollen unseren Heimvorteil nutzen. Es ist eine ganz wichtige Botschaft: dass wir uns auf dieses Spiel freuen und es positiv angehen«, sagte er. Dabei habe sich der Klub selbst Druck auferlegt – »unser Ziel ist klar: Wir wollen die drei Punkte holen«, gab sich Schröder kämpferisch.
Damit das gelingt, hat Polanski personell einige Optionen. »Wir wollen die beste Mannschaft auf den Platz schicken, die Mainz vor Probleme stellen kann. Wir haben sehr viele Optionen, das ist ein sehr gutes Zeichen. Ich bin froh, dass wir diese Qual der Wahl haben«, sagte er. Es werde jedoch auch harte Entscheidungen geben in Bezug auf die Startformation, letztlich werde sich Polanski erst »nach dem Abschlusstraining oder sogar erst am Spieltag« auf eine Anfangself festlegen.
Polanski: »Würde lügen, wenn…«
Und der Trainer machte kein Geheimnis daraus, dass auch er den Druck der Tabellensituation wahrnimmt. »Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht auf die Tabelle blicken würde. Das ist logisch so wenige Spieltage vor dem Saisonende. Dennoch tun wir gut daran, auf uns zu schauen, eine gute Leistung abzurufen, einen Fight mit viel Leidenschaft zu liefern und alles dafür zu geben, drei Punkte einzufahren«, rief auch Polanski das Ziel „Sieg“ aus.
Damit das gelingt, werde es vor allem auf die Fans ankommen, wie Schröder noch einmal betonte: »Für uns wird es am Sonntag ein ganz wichtiges Spiel. Wir sind in einer Situation, in der wir alles abrufen müssen. Dafür brauchen wir jeden einzelnen Zuschauer in jeder Phase des Spiels.« Gleichzeitig mahnte er dazu, die Mannschaft nicht von außen mit Pfiffen zu belasten.
Borussia-Park muss Hexenkessel sein
»Im Borussia-Park muss ein Hexenkessel sein, es muss von Anfang an klar sein: Wir wollen dieses Spiel gewinnen. Es wird auch dann entscheidend sein, wenn es nicht gut läuft, dass wir Geduld haben, und die Fans gleichzeitig die Mannschaft weiter unterstützen, so wie man es im Spiel gegen Union Berlin gespürt hat, in dem sie uns auch in schwächeren Phasen getragen haben«, sagte Schröder.
