Marcus Thuram erzielte das zwischenzeitliche 3:0 gegen Bielefeld. Foto: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR

Borussia Mönchengladbach gelang gegen Arminia Bielefeld ein klarer und auch in der Höhe verdienter 5:0-Sieg. Verantwortlich dafür war vor allem auch die Effizienz in der ersten Hälfte. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach.

VollGAS-Grüße und VollGasComeback gefragt

Das Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Arminia Bielefeld hatte noch nicht begonnen, da gab es eine Schock-Meldung. Die Fohlen versammelten sich vor dem Aufwärmen alle auf dem Rasen und posierten das Trikot mit der Rückennummer vier in die Kamera. Diese trägt für gewöhnlich Mamadou Doucouré, doch der Franzose ist schon wieder verletzt.

Stadionsprecher Torsten ‚Knippi‘ Knippertz verkündete im fast leeren Borussia-Park die nächste Hiobsbotschaft: Der 22-Jährige zog sich unter der Woche im Training einen Achillessehnenriss zu, ‚Mams‘ muss in der kommenden Woche operiert werden. An dieser Stele wünschen wir dem jungen Spieler, der schon etliche Verletzungen hinnehmen musste, ein wahres VollGAS-Comeback und endlich mal eine verletzungsfreie Zeit mit viel Spaß am Fußball.

Fohlen legen mit VollGAS über die Außen den Grundstein zum Erfolg

Den Spaß am Fußball hatten auch die Akteure in den weißen Trikots und wieder einmal den schwarzen Hosen. Nach der schmerzhaften 2:3-Niederlage unter der Woche bei der TSG Hoffenheim bot die Fohlenelf von Beginn an ein komplett anderes Gesicht. Marco Rose brachte im Vergleich zum Mittwochabend gleich vier Änderungen in die Startelf, die sich schon sehr schnell auszahlen sollten.

Breel Emolo startete erstmals seit dem 23. Spieltag wieder von Beginn an – und der Schweizer zahlte sein Vertrauen prompt zurück. Hannes Wolf leitete mit einem Pass in den Lauf von Stefan Lainer die frühe Führung ein. Der Österreicher bewies auf der rechten Außenbahn viel Auge und legte die Kugel flach in den Strafraum. Breel Embolo zog aus rund elf Metern direkt ab und verwandelte zum frühen 1:0 nach nur sechs Minuten.

Damit aber längst nicht genug, denn Borussia lieferte eine turbulente und vor allem äußerst erfolgreiche Anfangsphase ab. Beim Spielaufbau stießen die Borussen auf sehr wenig Gegenwehr, so dass sich Matthias Ginter, Valentino Lazaro und Ramy Bensebaini im Mittelfeld ruhig den Ball zurechtlegen konnten, ehe der Algerier einen tollen Steilpass auf Hannes Wolf spielen konnte.

Der Österreicher hatte auf links richtig viel Platz, bewies ein tolles Auge und bereitete den Treffer von Marcus Thuram sehenswert vor. Allzu schwer hatte es Thuram bei seinem siebten Saisontor tatsächlich auch nicht, denn der Franzose stand goldrichtig am Fünfmeterraum. Ramy Bensebaini machte dann mit dem 3:0 und dem verwandelten Strafstoß auf eine turbulente Anfangsphase den Deckel drauf.

Im Vergleich zum Spiel in Sinsheim war die Fohlenelf wie ausgewechselt. Zwar zeigte sich die Mannschaft von Marco Rose ähnlich effektiv, wirkte aber vor allem spielerisch deutlich sattelfester. In de ersten 20 Minuten standen 76 Prozent Ballbesitz auf der Habenseite, die Arminia aus Bielefeld wurde regelrecht eingeschnürt.

Sommer und Embolo sorgen für VollGAS-Momente in Halbzeit zwei

Dass auch über 90 Minuten die Null stand, hatten die Fohlen auch Yann Sommer zu verdanken. Zwei Spiele musste die Elf vom Niederrhein ohne den rotgesperrten Schweizer auskommen, in der 62. Minute durfte sich Sommer mit einer Glanzparade gegen Bielefelds Christian Gebauer auszeichnen. Das war eine Parade der Marke ‚Weltklasse‘, denn die meisten hatten den Ball sicherlich schon im Tor gesehen.

Zwar schalteten die Fohlen im allgemeinen angesichts der Drei-Tore-Führung einen Gang zurück, dennoch boten sie auch neben der Szene von Yann Sommer noch VollGAS-Momente. So wie beim 4:0 von Breel Embolo, als der Schweizer mit einem Doppelpass mit Marcus Thuram seinen Treffer selber einleitete. Als wäre das nicht genug, spielte er auch noch mit Denis Zakaria, ein sensationell herausgespieltes Tor. Es schien, als spielten sich die Borussen phasenweise den ganzen Frust von der unnötigen Niederlage bei Hoffenheim von der Seele.

Mit diesem Schwung und VollGAS in die letzten drei Spiele

Nach dem Ergebnis von Union Berlin am Samstagnachmittag stand die Fohlenelf im Kampf um die Conference League gewissermaßen unter Druck, diesem hielt sie bravourös stand. In den letzten drei verbleibenden Spielen bahnt sich nun ein Zweikampf um Platz sieben an, die Freiburger haben zwar noch ein Siel weniger, aber auch schon fünf Punkte Rückstand. Das internationale Geschäft wäre für Borussia nicht nur finanziell wichtig sondern auch, um die Saison noch zu einem versöhnlichen Ende zu bringen.

Nun gilt es am nächsten spielfreien Wochenende kräftig durchzuschauen und zu regenerieren. Schließlich hat man am 32. Spieltag bei Bayer München auch die Chance, dem Rekordmeister die Übergabe für die nächste ‚Schale‘ noch etwas hinauszuzögern…