Ein Jahr steht Jannik Vestergaard nun in den Diensten von Borussia Mönchengladbach und kann auf eine mehr als ordentliche Saison zurückblicken. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich der dänische Nationalspieler zu einer festen Größe in der Fohlenelf etabliert.

Es gab nicht wenige, die vor der abgelaufenen Saison angesichts der für Jannik Vestergaard gezahlten satten 12 Millionen Euro an Werder Bremen zumindest etwas die Stirn runzelten. Schließlich eine stattliche Summe für einen Spieler, der erst anderthalb Jahre zuvor von der TSG Hoffenheim für 2,5 Millionen Euro an die Weser gewechselt war und der vor allem am Boden noch so seine Schwächen hatte.

Dennoch passte der Transfer abermals in das berühmt berüchtigte Beuteschema von Max Eberl: Ein junger Spieler, der bereits Bundesligaerfahrung und internationale Erfahrung besitzt, entwicklungsfähig ist, zudem die deutsche Sprache beherrscht und der nicht zuletzt aufgrund seiner Größe eine Stärke besitzt, die den Borussen abhanden gekommen war: Kopfballstärke.

Anforderungen, denen der dänische Nationalspieler unter dem Strich gerecht wurde. Zu Beginn mit Eingewöhnungsproblemen gepaart mit einigen Fehlern, kam der 24-Jährige immer besser in Fahrt. Besonders in der Endphase der Saison zeigte der Abwehrmann seine Stärken und räumte an der Seite seines starken Landsmanns Andreas Christensen in der Viererkette so ziemlich alles ab, was ihm in die Quere kam. Vestergaard war oftmals zweikampfstärkster Spieler auf dem Platz.

Top-Werte in der Saisonstatistik

Spätestens nach seinem schlimmen Aussetzer in Florenz, der Gott sei Dank keine Folgen hatte, stabilisierte sich Vestergaard zunehmend und mauserte sich zu einer unverzichtbaren Größe in der unter Neu-Coach Dieter Hecking wieder eingeführten Viererkette. Nicht von ungefähr kommt es, dass der Abwehrrecke zum Spieler des Monats Mai gewählt wurde.

Ein Blick auf die Statistiken untermauert, wie stark sich der Däne unter dem Strich präsentierte. Vestergaard bestritt mit 349 defensiven Zweikämpfen die meisten aller Spieler und gewann davon starke 64,76 Prozent – Top-Wert in der Bundesliga. Zudem spielte er 1903 Pässe aus dem Spiel heraus, starke 84,9 Prozent davon fanden den richtigen Adressat. Und auch am Spielgerät war der 24-Jährige oft zu finden – genau 2332 Ballkontakte konnte er verzeichnen (68,6 pro Spiel). Mit diesem Wert belegt er in dieser Statistik als bester Borusse einen ordentlichen fünften Platz. Andreas Christensen folgt dahinter auf Platz dreizehn mit 2259 Ballkontakten.

Vestergaard führte insgesamt 468 Zweikämpfe, 195 davon in der Luft – 67,7 Prozent davon gewann er. Eine Quote, die unterstreicht, dass mit dem fast Zwei-Meter-Hünen in der Luft nicht gut Kirschen essen war. Vier Saisontore erzielte der „Leuchtturm“ – so viele wie nie zuvor in einer Saison, drei davon per Kopf.

Auch in der neuen Spielzeit gesetzt?!