Breel Embolo war nicht zu stoppen und hatte großen Anteil am Sieg der Borussen. Foto: Dirk Päffgen

Breel Embolo war nicht nur aufgrund seines sehenswerten Treffers und dem Assist der überragende Spieler auf dem Platz. Vielmehr brachte der Schweizer die Wucht und Ballsicherheit zurück, die den Borussen in den vergangenen Wochen so sehr gefehlt hat. Deshalb gab es ein Sonderlob von Adi Hütter und den Mitspielern. 

Traumtor bringt Borussen auf die Siegerstraße 

Schon nach fünf Minuten waren die Weichen für den späteren Auswärtssieg von Borussia Mönchengladbach beim VfL Wolfsburg gestellt. Grund dafür war der Treffer per Fallrückzieher von Breel Embolo, der dem Schweizer sein erstes Saisontor bescherte. Für den 24-Jährigen war damit seine Leidenszeit endlich beendet. 

Denn bei der Europameisterschaft im Sommer verletzte er sich am Oberschenkel und fiel damit die komplette Saisonvorbereitung aus. Auch die ersten drei Spiele musste Embolo nur von der Tribüne aus zusehen, gab dann aber beim Heimspiel gegen Arminia Bielefeld sein lang ersehntes Comeback. Beim 1:0-Erfolg gegen Dortmund stand der Schweizer dann erstmals wieder in der Startelf von Borussia. 

Embolo kompensiert den Ausfall von Thuram 

Nach der Verletzung von Marcus Thuram (Innanbandanriss im Knie) mangelte es bei den Fohlen in der Offensive an der letzten Durchschlagskraft, die der Franzose häufig mit sich bringt. Auch Alassane Pléa konnte diese Lücke nicht füllen und hat nach seinem Treffer im Eröffnungsspiel gegen Bayern München ‚Ladehemmung‘. Da kam die Rückkehr von Embolo genau zur richtigen Zeit, wie sich nun eindrucksvoll in Wolfsburg zeigte. 

Der Schweizer ackerte bis zur völligen Erschöpfung und musste in den Schlussminuten ordentlich ‘pumpen’. Das hatte gute Gründe: 49 Mal wurde der 24-Jährige von seinen Gegenspielern unter Druck gesetzt, 22 dieser Duelle konnte er für sich entscheiden. So auch eindrucksvoll vor dem 2:0 durch Jonas Hofmann, als er sich gleich gegen zwei Wolfsburger behaupten konnte. 

Dreh- und Angelpunkt in der Offensive 

»Breel hat natürlich einen (robusten) Körper, Schnelligkeit und auch die Wucht, das sind alles Komponenten die sehr unangenehm für eine Verteidigung werden können. Das hat man heute wieder gesehen und das er auch noch das Auge für den besser positionierten Mitspieler hat, haben wir auch bereits in der Vergangenheit gesehen. Breel ist enorm wichtig für uns«, wusste der Torschütze bei wem er sich zu bedanken hatte. 

Embolo war immer wieder Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Fohlenelf und machte extrem viele Bälle fest und konnte diese clever verteilen, was seine starke Passquote von 77 Prozent unterstreicht. »Breel hat es wahnsinnig gemacht, das war Weltklasse. Wie er die Bälle festgemacht und geackert hat, das war einfach überragend«, lobte auch Jordan Beyer die Leistung des Schweizers. Denn die Borussen können »froh sein, solch einen Spieler in den eigenen Reihen zu haben«. 

Außerdem wurde der 24-Jährige in Wolfsburg auch noch mit 34,14 km/h ‚geblitzt‘ und war damit schnellstes Fohlen auf dem Platz. Nicht zuletzt gab es auch noch ein Sonderlob von Adi Hütter persönlich, denn Borussias Trainer wusste, bei wem er sich am Samstagnachmittag zu bedanken hatte, wenngleich die komplette Mannschaftsleistung stimmte. 

Sonderlob von Hütter 

»Breel ist für mich der Spieler des Spiels, denn er hat über 90 Minuten den Gegner beschäftigt. Er hat ein wunderbares Tor erzielt und das 1:0 mit seinem Laufweg eingeleitet und auch noch einen Elfmeter für uns herausgeholt. Er war für mich die spielbestimmende Persönlichkeit auf dem Platz«, gab es ein großes Lob für den Torschützen. Mit den ‚jungen wilden‘ (zu denen man Embolo mit 24 Jahren auch durchaus noch zählen darf), bringen die Borussen aktuell eine ordentlich Mischung zwischen Jung und Alt auf den Platz. Es scheint, als hat sich die Fohlenelf nach holprigen Saisonstart so langsam aber sicher gefunden…