Borussia hat uns in der Gruppenphase mit VollGAS von den Sofas gerissen! Archivfoto: Dirk Päffgen

Manchester City war für Borussia Mönchengladbach definitiv eine Nummer zu groß, die Fohlen sind im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden. Doch die Borussen haben in der Königsklasse vor allem in der Gruppenphase begeistert und mit den europäischen Größen mitgehalten. In unserer VollGAS-Analyse, präsentiert von der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach, blicken wir zurück auf tolle Spiele. 

»Über 180 Minuten war Manchester einfach eine Nummer zu groß für uns«, sagte Lars Stindl am Dienstagabend. Mit einem neuerlichen 0:2 verabschiedeten sich die Fohlen von der europäischen Bühne, insgesamt gab es zwei Niederlagen gegen Manchester City. Der aktuell vermutlich besten Mannschaft der Welt konnten die Fohlen in beiden Partien nicht allzu viel entgegensetzen und vor allem nicht den VollGAS-Fußball zelebrieren. 

Bereits im Vorfeld wollte und durfte man keine Wunderdinge erwarten, gegen die ‚Citizens‘ hätten aktuell auch ganz andere Mannschaften ihre Probleme. Dafür haben die Borussen in der Gruppenphase wirklich Großes geleistet, Fans und Anhänger begeistert. Bei der Auslosung der Gruppenphase hatte die Elf vom Niederrhein keineswegs Losglück: Real Madrid, Inter Mailand und Schachtar Donezk hießen die Gegner. 

Inter Mailand und Real Madrid am Rande einer Niederlage 

Es gab nicht wenige, die der Fohlenelf aufgrund dieser Konstellation maximal den dritten Platz zugetraut hätten, immerhin waren die Gegner allesamt Schwergewichte in Europa. Doch bereits zum Auftakt der Gruppenphase, erstes Spiel bei Inter Mailand, vollbrachte man fast Magisches. Die Italiener hatten die Fohlenelf im eigenen Stadion am Rande einer Niederlage. Bis kurz vor Schluss war die Mannschaft von Marco Rose sogar mit 2:1 in Führung. Dennoch: Ein Punkt zu Beginn konnte sich sehen lassen, ein kleines Ausrufezeichen. 

Für richtig Furore sorgte die Elf vom Niederrhein am zweiten Spieltag. Die ‚Königlichen‘ waren zu Gast im leeren Borussia-Park. Auch eine Erkenntnis dieser Saison, die sicherlich sehr weh tut. Die Fans durften diese großartigen Abende lediglich von den TV-Bildschirmen aus verfolgen. Und was hätte die Menge getobt: Real Madrid im eigenen Stadion und Borussia führte, ebenfalls bis in die Schlussphase, mit 2:0. Die Sensation war zum Greifen nahe, sie blieb aber leider aus. Vielleicht hätten die Gladbacher mit einem ausverkauften Stadion Real geschlagen, man wird es nicht herausfinden können. 

Zwischenzeitlich Tabellenerster in der Gruppe B

Dennoch zeigte die Fohlenelf mutigen Fußball und verpasste es lediglich sich dafür zu belohnen. Marco Rose, das muss man bei allem Respekt auch in der aktuellen Situation sagen dürfen, hatte seine Spieler hervorragend auf den Gegner eingestellt und Schwachstellen ausgemacht. Nach der Partie lag Borussia dann auf Rang zwei, ein starker Start in die Champions League. 

Besser wurde es dann gegen Schachtar Donezk. Mit insgesamt 10:0 schossen die Fohlen die Ukrainer aus dem Stadion in Kiew und auch aus dem Borussia-Park. Was waren das für grandiose Auftritte! Nach dem vierten Spieltag waren die Fohlen Tabellenführer in der Gruppe B und ließen Donezk, Madrid und auch Mailand hinter sich. Das war schon eine kleine Sensation und man war mehr als stolz, Anhänger dieses Vereins zu sein. 

Gegen Inter hätte die Elf vom Niederrhein am vorletzten Spieltag schon den Einzug ins Achtelfinale klarmachen können, gegen die Italiener gab es aber einen weiteren Krimi. Jedoch war Borussia vor dem letzten Spieltag immer noch Tabellenführer, brauchte aber entweder in Madrid einen Punkt oder ein Unentschieden zwischen Inter und Donezk. Ziemlich schnell wurde aber klar: Bei den ‚Königlichen‘ gibt es nichts zu holen, Borussia verlor mit 0:2. Anschließend begannen die bangen Minuten in Madrid, als sich die gesamte Mannschaft samt Trainerstab am Tablet versammelte und das Geschehen zwischen Inter und Donezk beobachtete. 

Das Achtelfinale hatten sich die Fohlen verdient 

In Mailand war Schluss, es brachen Jubelszenen aus, die ihresgleichen suchten. Borussia hatte es durch das 0:0 zwischen den beiden geschafft und zog erstmals in der Vereinsgeschichte ins Achtelfinale der Champions League ein. Mit echtem VollGAS-Fußball hatte sich die Fohlenelf die K.o.-Runde mehr als verdient und durfte sich über zwei zusätzliche Spiele freuen. 

Dass es dann ausgerechnet gegen Manchester City ging, war ein Stück weit Pech. Zudem kommen all’ die Diskussionen nach der Bekanntgabe von Marco Rose und die unglaubliche Serie von aktuell sieben Pflichtspiel-Niederlagen am Stück. Borussia mangelte es an Selbstvertrauen, die letzten Hoffnungen wurden in der Budapester Arena binnen 20 Minuten von den ‚Citizens‘ endgültig zerstört. Trotzdem sagen wir an dieser Stelle: Danke für viele VollGAS-Spiele in der Gruppenphase! 

Jetzt muss eine VollGAS-Serie her 

Jetzt gilt es aber mindestens mit genauso viel VollGAS den Fokus auf die Bundesliga zu legen. Schon am Samstagabend wartet mit dem FC Schalke 04 ein angeschlagener Gegner, allerdings gehen die Borussen mit sieben Niederlagen in Folge im Gepäck in die Partie. Noch ist es nicht zu spät, um den berühmtem Turnaround zu schaffen und sich vielleicht nicht doch noch zumindest für die Europa League zu qualifizieren. Angesichts von sieben Punkten Rückstand auf Platz sechs ein schwieriges Unterfangen – mit einer VollGAS-Serie aber dennoch zu schaffen…