Alassane Plea kam gestern Abend das erste Mal in den Genuss, ein Tor im Borussia-Park zu erzielen. Nun kann endgültig festgehalten werden: Borussias Rekordmann ist angekommen und spielt sich mehr und mehr in die Herzen der Fans.

»Natürlich freue ich mich sehr, dass ich jetzt auch zu Hause ein Tor geschossen habe. Es hat viel Spaß gemacht vor unserer Fankurve zu jubeln und mit den Fans das Tor zu feiern. Florian hat mir den Ball vor meinem Tor zugespielt, die Position war nicht einfach, aber ich habe es einfach versucht und es hat funktioniert«, erklärte der Torschütze zum 1:0 nach dem Spiel.

Verdiente Standing Ovations

Wie schon in Berlin feuerte Plea auch gegen Eintracht Frankfurt sieben (!) Torschüsse aus beinahe allen Positionen ab. Wäre er nicht nach 73 Minuten ausgewechselt worden, wären es mit hoher Wahrscheinlichkeit noch mehr geworden. Doch der Franzose hatte seinen Dienst vollbracht und wurde mit Standing Ovations vom Platz verabschiedet. Zwar regeneriert es sich nach einem Sieg und einer starken Leistung sowieso schneller, doch schon in zwei Tagen wird Plea wieder gefordert sein. 

Seine Auswechslung war also auch als Schonungsmaßnahme zu verstehen. Dieter Hecking muss die Kräfte seines Schützlings genau dosieren. Auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie ließ er schon durchblicken, dass der 25-jährige bislang mehr spielen musste, als eigentlich angedacht. »Weil uns mit Raffael und Lars zwei Spieler, die auf dieser Position spielen, ausfallen. Deshalb müssen wir genau hingucken, inwieweit er frisch genug ist, um es dann auch wieder so umzusetzen, wie er es in den letzten Spielen gemacht hat«, so Hecking am Dienstag. 

Ein Tor aus dem Nichts 

Selbiges gilt nun mit Blick auf die knifflige Auswärtsaufgabe beim VfL Wolfsburg. Raffael wird Hecking dann erneut nicht zur Verfügung stehen. Hinter Lars Stindl steht ebenfalls noch ein Fragezeichen. Daher wird es in der Sturmspitze wieder auf Plea ankommen, der mit seinem verrückten Treffer seinen Kollegen Christoph Kramer beeindruckte. »Das ist eine unfassbare und kostbare Qualität im Fußball, wenn einer aus dem Nichts Tore machen kann. Die Situation, die er hatte, war eigentlich kein Tor und er hat trotzdem eines gemacht.« Ähnlich sah es Dieter Hecking: »Er hat gezeigt, dass ein Stürmer im Strafraum nicht lange überlegen. Aber den Ball dann aus so einem so unmöglichen Winkel reinhauen – das macht nicht jeder. Das hat uns viel Luft gegeben.«