Oscar Wendt verlängerte um ein weiteres Jahr bei Borussia, Raffael wartet noch. FOTO: DIRK PÄFFGEN, FOHLEN-HAUTNAH.DE

Oscar Wendt verlängerte am Donnerstag seinen Vertrag bei Borussia bis Juni 2021. Raffael hingegen wartet noch auf einen neuen Kontrakt, Gespräche über eine weitere Saison hat es schon gegeben, womit sich auch beide Parteien anfreunden können. Für den 35-Jährigen ist die Fohlenelf immer noch die erste Wahl. 


Wendt verlängert 

Max Eberl arbeitet weiter fleißig am Kader für die neue Saison. Denn die Fohlen gaben gestern bekannt, dass Oscar Wendt für ein weiteres Jahr am Niederrhein bleibt. »Wir freuen uns, dass wir den Vertrag mit Oscar Wendt verlängert haben und er noch ein weiteres Jahr in Gladbach spielen wird«, so Borussias Sportdirektor auf der Homepage der Fohlen. 

Auch Marco Rose ist weiterhin von den Qualitäten des Schweden überzeugt, denn trotz der Verpflichtung von Ramy Bensebaini im vergangenen Sommer bekommt Wendt immer noch genügend Einsätze. »Er hat eine große Erfahrung und einen fantastischen linken Fuß. Zudem hat er sehr gut an unsere Spielidee adaptiert, ist ein schlauer Spieler. Deswegen war es die logische Konsequenz, dass wir mit diesem guten Fußballer, der dazu noch ein richtig guter Typ ist, de Vertrag verlängert haben«, äußerte sich Rose. 

Strobl nach Augsburg?

Am Donnerstag machte dann eine weitere Meldung bei zahlreichen Medien die Runde: Tobias Strobl soll sich wohl schon mit Augsburg einig sein. Zuletzt wurde der 30-Jährige immer wieder mit dem HSV in Verbindung gebracht, der Aufstieg der ‚Rothosen‘ ist aber bislang alles andere als in trockenen Tüchern. Deshalb soll der Mittelfeldspieler nun ablösefrei zum FC Augsburg wechseln und dort einen Vertrag bis Juni 2023 erhalten. Für Strobl durchaus ein sinnvolles Engagement, denn somit wohnt er nicht mehr allzu weit von seinem Anwesen am Tegernsee entfernt. Ein weiterer Spieler muss derzeit aber noch auf sein neuen Arbeitspapier warten. 

Raffael leidet unter Konkurrenzkampf 

Marco Rose hat in der Offensive die Qual der Wahl. Dennoch führt kein Weg am Offensiv-Duo um Marcus Thuram und Alassane Pléa vorbei, denn die beiden Franzosen bringen es in der Bundesliga auf insgesamt 38 Torbeteiligungen. Den enormen Konkurrenzkampf bekommt auch Raffael zu spüren: Seit 2013 trägt er das Trikot der Fohlen und brachte es bisher auf 199 Pflichtspiele. Zwar stand der Brasilianer seit dem Re-Start der Liga dreimal im Kader, auf sein Einsatz-Jubiläum wartet er aber noch.

Vor dem Spiel gegen Union Berlin verletzte sich der ‚Maestro‘ am Fuß und stand der Fohlenelf so nicht zur Verfügung. Doch im Auswärtsspiel beim SC Freiburg wird der Angreifer bereits wieder dabei sein, das hat Marco Rose vor dem Spiel im Breisgau bekanntgegeben. Die Fohlen-Fans dürfen sich also berechtigte Hoffnungen machen, dass der 35-Jährige ja vielleicht am 30. Spieltag zu seinem 200. Pflichtspieleinsatz für die Fohlenelf kommt.

Was wird aus seinem Vertrag? 

Ob es dann über das Saisonende hinaus noch mehr werden, steht noch nicht fest. Hinter seinem auslaufenden Vertrag steht weiterhin ein Fragezeichen, die Corona-Pandemie machte dem gebürtigen Brasilianer und Borussia einen gehörigen Strich durch die Rechnung beziehungsweise durch die Planung. Viel Zeit haben beide Parteien nicht mehr, denn der Kontrakt endet am Saisonende – wann immer das sein wird – also unmittelbar nach dem letzten Spieltag der Saison. Doch unsere Redaktion weiß: Borussia konnte sich vor der Corona-Krise eine Verlängerung gut vorstellen und kann das auch weiterhin.

Ein weiteres Jahr soll da zunächst im Raum gestanden haben, damit könnte auch Raffael gut leben. Er fühlt sich heimisch bei Borussia und am linken Niederrhein – nicht zuletzt aufgrund dessen, dass er kürzlich für sich und seine Familie im Raum Neuss ein Haus gebaut hat und zudem die deutsche Staatsbürgerschaft erlang hat. Dass er bei den Fohlen nicht mehr erste Wahl ist, ist dem ‚Maestro‘ bekannt, auch mit dieser Rolle könnte er sich arrangieren. Fakt ist, der 35-Jährige möchte den Borussen erhalten bleiben, auch wenn es „nur“ für ein weiteres Jahr ist. 

Dabei entgegenkommen könnte ihm die Tatsache, dass man am Niederrhein dieses Jahr keine allzu großen Transferausgaben plant, denn die Folgen der Corona-Pandemie sind auch am Borussia-Park zu spüren. Zuletzt gab es zwar Gerüchte, dass es Interesse aus Brasilien gibt, eine Rückkehr in seine Heimat kommt für Raffael aber nicht in Frage. Vielmehr möchte er, sollte er sich doch nicht mit den Fohlen einigen können, in Deutschland beziehungsweise im nahen Ausland bleiben. Anfragen hat es – auch aus Deutschland – gemäß Informationen unserer Redaktion bereits gegeben, doch Priorität hat eben Borussia.

Keinerlei Zweifel sollten bestehen, dass Publikumsliebling Raffael auch im fortgeschrittenen Fußballer-Alter noch jeder Mannschaft und vor allem eben den Fohlen mit seiner Erfahrung und Qualität helfen kann. Nach Oscar Wendt dürfte Raffael der nächste sein, der auch ein Jahr weitermacht…