Für die Fohlen stehen nach der Bayern-Niederlage entscheidende Wochen bevor. Foto: Dirk Päffgen
Es war die erwartete Niederlage, die Borussia beim FC Bayern hinnehmen musste. Doch gilt es nun, die Lehren aus der 1:4-Pleite zu ziehen und in den kommenden Wochen wichtige Punkte gegen den Abstieg zu holen. Was bleibt: Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unserem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase aus Mönchengladbach.
Das Spiel beim FC Bayern lief für Borussia Mönchengladbach wie erwartet: Vorne kam wenig Zwingendes zustande, hinten blieben die Borussen gegen einen überlegenen Gegner in den entscheidenden Momenten chancenlos. Dennoch können die Borussen aus der Partie ein paar Lehren mitnehmen für die anstehenden Duelle im Kampf gegen den Abstieg.
Mehr aus der Distanz wagen
Bereits früh in der Partie zeigte sich Gladbach offensiv mutig. Rocco Reitz gelang beispielsweise in der zweiten Minute ein Abschluss, der Manuel Neuer jedoch nicht vor Probleme stellte – nach einer Ecke probierte es Reitz aus der Distanz. Und so könnten Standards in den kommenden Wochen ein Mittel der Wahl für die im Angriff oft zu ineffizient spielenden Borussen sein. Ob per Ecke oder Freistoß – es nach einem Abpraller auch einmal per Distanz zu probieren, könnte Borussia auch mal unverhofft zum Erfolg führen und das Selbstvertrauen während des Spiels stärken.
Auch Haris Tabakovic hätte auf 1:0 für Borussia stellen können, doch dem Stürmer rutschte die Hereingabe von Hugo Bolin über den Schlappen. Auf der Gegenseite dauerte es ebenfalls nicht lang, bis die Gastgeber zu ihrem ersten gefährlichen Abschluss kamen. Es war Lennart Karl, der Moritz Nicolas in der zehnten Minute überwand, lediglich das knappe Abseits verhinderte den Rückstand für Borussia. Doch auch dieses Gegentor sollte Nicolas und Co. eine Lehre sein. Denn sobald der anfangs behäbig agierende Rekordmeister offensiv präsent wurde, schien Gladbachs Defensive aus dem Hinterherrennen nicht herauszukommen.
Vor dem Strafraum aggressiver werden
Natürlich sind Gegner wie der FC St. Pauli, der 1. FC Heidenheim oder auch der FSV Mainz offensiv schwächer besetzt als die übermächtig anmutenden Bayern. Dennoch zeigte die Szene, dass sich die Borussen-Abwehr phasenweise zu leicht abkochen lässt. Heißt: Mehr Aufmerksamkeit wird gefragt sein in den kommenden Wochen. Pässe wie der von Leon Goretzka vor der Karl-Chance oder auch vor dem ersten Gegentreffer durch Luis Diaz, als Goretzka unbedrängt vor dem Sechzehner zum Chip ansetzen könnte, müssen frühzeitig verhindert werden.
Und das geschieht am besten, indem sich die Borussen selbst offensiv mutig zeigen. Wie schon in der Vorwoche hinterließ Wael Mohya, diesmal eingewechselt, einen bleibenden Eindruck. Der 17-Jährige erzielte nicht nur sein erstes Bundesligator, sondern dürfte gegen St. Pauli am Freitagabend auch wieder in der Startelf stehen. Mit seiner VollGAS-Geschwindigkeit und seinem Freigeist verkörpert Mohya schließlich Stärken, die in Gladbachs Offensive derzeit fehlen.
St. Pauli kommt selbstbewusst nach Gladbach
Ihren kommenden Gegner sollten die Borussen derweil nicht unterschätzen: Ein 0:0 gelang St. Pauli bei Eintracht Frankfurt am Sonntag, und ihr letztes Gastspiel im Borussia-Park endete erfolgreich für die Kiez-Kicker, die sich im Dezember im DFB-Pokal gegen Gladbach durchsetzten. Es gilt also, die Lehren aus der 1:4-Niederlage bei den Bayern zu ziehen und gegen St. Pauli einen Aufwärtstrend einzuläuten.


