Voller Einsatz: Luca Netz und die Fohlen fighteten sich zum Sieg. Foto: Dirk Päffgen.

Dass Borussia Mönchengladbach im Heimspiel gegen Borussia Dortmund mit 1:0 die Oberhand behielt, lag nicht zuletzt am Tor des Tages vom abermals starken Denis Zakaria. Doch vor allem das Auftreten der gesamten Fohlenelf war ein Garant für den Sieg. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unsrem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach.

Es gab wohl nicht allzu viele, die im Vorfeld des Top-Spiels vom Samstagabend auf einen Sieg der Gladbacher Borussen gesetzt haben. Weil einerseits der Auftritt in Augsburg insgesamt zu schwach war und weil vor allem der BVB mit einer geballten Offensivkraft und Wucht in den Borussia-Park kommen würde.

Gerade Letzteres ließ die Truppe um Trainer Marco Rose nahezu über die gesamte Spielzeit vermissen. Zu tun hatte das sicherlich auch damit, dass in Marco Reus und Goalgetter Erling Haaland gleich zwei wichtige Spieler dazu fehlten. Dass der BVB aber am Ende nicht einen einzigen (!) Schuss aufs Tor abgegeben haben sollte, das war der Verdienst der Gladbacher Borussen, die sich im Defensivverbund keine Blöße gaben. 

VollGAS-Einstellung von der ersten Sekunde an

Den Unterscheid im Borussen-Duell hat Denis Zakaria gemacht. Ein weiterer Unterscheid war aber auch die Leistung im Vergleich zur Vorwoche. DAS war beziehungsweise ist Borussia Mönchengladbach, wie man es kennt! Im Spiel gegen den BVB zeigte die Fohlenelf von der ersten Sekunde an, dass mit ihnen alles andere als ‚gut Kirschen essen‘ sein kann. Die Elf von Trainer Adi Hütter, der mit seiner Aufstellung richtig Mut bewiesen hat und dafür am Ende belohnt wurde, setzte gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen und machte deutlich: Hier sind die Punkte heute schon mal gar nicht im Vorbeigehen einzuheimsen.

Sinnbildlich dafür eine Szene unmittelbar nach Anpfiff. Jonas Hofmann machte im Mittelfeld im Zweikampf mit Jule Bellingham gleich eine Ansage. Der Engländer fiel etwas zu theatralisch Boden, was eine kurzzeitige Rudelbildung zufolge hatte. Nach dieser Szene hatte man als Beobachter insofern gleich ein gutes Gefühl, weil die Gladbacher Borussen exakt mit der notwendigen und richtigen Einstellung zu Werkle gingen: Sie waren gleich da, giftig, bissig und hatten Wucht in ihren Aktionen. Gladbach zeigte sich aktiv und ließen zudem wenig bis gar nichts zu.

Zakaria auf Zack – Schweizer auf dem Weg zur VollGAS- (Weltklasse) Leistung

Und dann kreierten sie einen Angriff mit Tempo, der schlussendlich zum Erfolg führte. Zuerst lenkte Guerreiro Lars Stindls Flanke ungewollt weiter, ehe Zakaria nach Doppelpass mit Matthias Ginter von einem unglücklichen Bellingham-Abpraller profitierte und die Kugel dann mit Können zur 1:0-Führung in den Maschen versenkte. Zakaria erzielte mit dem ersten seiner beiden Torschüsse das goldene Tor des Tages. Der Schweizer erzielte damit die letzten beiden Bundesliga-Tore der Fohlen (zuvor schon den 3:1 Endstand im letzten Heimspiel gegen Bielefeld). Für Zakaria war es am 6. Bundesliga-Spieltag bereits der 2. Saisontreffer – so oft hatte er so früh in der Saison nie zuvor getroffen. Zakaria kommt immer besser in Fahrt und zeigt, wie wichtig er für die Fohlenelf sein kann und ist. Wohle auch ein Verdienst von Hütter der genau weiß, wie sein Schützling tickt.

Fans sorgen für tolle VollGAS-Stimmung

Unterdessen kochte der Borussia-Park nach dem Treffer. Die Gladbach-Fans peitschten die Fohlenelf lautstark nach vorne und kitzelten so bei den Protagonisten alles heraus. Wenige Minuten nach der Führung sollte das Stadion einen weiteren, entscheidenden Moment für den Spielverlauf erleben: Mo Dahoud war bereits verwarnt und kam gegen Joe Scally zu spät. Der Ex-Borusse winkte im Anschluss abwertend in Richtung Deniz Aytekin ab und erhielt dafür die nächste Verwarnung – Gelb-Rot war die Folge.

Fohlenelf mit der richtigen VollGAS-Leistung

Den Gladbacher Borussen spielte das nach der Pause natürlich voll in die Karten. Sicher sein konnte man sich aber dennoch gewiss nicht. Hat es doch oftmals Spiele gegeben, in denen die in Unterzahl agierende Mannschaft dann nochmal so etwas wie eine Zwiste Luft bekommt und am Ende noch ein Erfolgserlebnis feuern konnte. Dem BVB ist das Gott sei dank nicht gelungen. Und das, weil die Gladbacher Borussia an diesem Abend mit Emotionen, Leidenschaft, Kampfeswillen und Begeisterung von der ersten bis zur letzten Sekunde bei der Sache war und der geschwächten Namenscousine kaum etwas gewährt hat.

Am Ende stand ein verdienter, erkämpfter und wichtiger Sieg für die Fohlenelf, die an diesem lauten Sommerabend überzeugt und gezeigt hat, was sie im Stand ist zu leisten. Sie hat alles reingehauen in die Partie und durfte sich hinterher zurecht von seinen Anhängern feiern lassen. ‚Abfeiern‘ darf man auch die „jungen Wilden“ um Joe Scally, Luca Netz und Manu Koné. Zwei 18-Jährige und ein 20-Jähriger spielten von Beginn an in einer Fohlenelf, die Spaß gemacht hat. Gerade Scally sorgt mit seinen überzeugenden Auftritten Woche für Woche dafür, dass man ihn aus der Startelf nehmen kann. Genauso wie das junge Trio, dass die Zukunft von Gladbach ist.

Genauso mit VollGAS in das Spiel bei den Wölfen

Apropos Zukunft. Die Mannschaft hat nach der Niederlage in Augsburg eine Reaktion gezeigt. Es bleibt zu hoffen, dass der Sieg gegen den BVB so etwas wie eine Initialzündung ist und die Fohlenelf jetzt in Schwung kommt. In der nächsten Woche wird eine ähnliche Leistung zwingend von Nöten sein. Denn dann geht es zum VfL Wolfsburg, der nach der ersten Saison-Niederlage auf Wiedergutmachung aus sein wird und seine Weiße Weste in der Volkswagen-Arena behalten möchte. Für die Gladbacher Borussen gilt es unterdessen, den nach dem Sieg gegen den BVB nachzulegen – damit es mit VollGAS in der Tabelle weiter nach oben geht…