Yann Sommer war in Leipzig der einzige, der eine VollGAS-Einstellung hatte. Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Dass Borussia Mönchengladbach bei RB Leipzig mit 1:4 verlor und so die dritte Niederlage in Folge kassierte, hinterlässt weitere Fragezeichen. Wo sind die Spieler mit ihren Gedanken, dass man gerade defensiv so neben sich steht und auch spielerisch so ziemlich alles auf der Strecke lässt. Für unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unsrem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach, fehlt es demnach auch diesmal an ‚Futter‘.

Wo kein VollGAS, da keine Analyse. Zumindest nicht in dem Sinne, wofür diese Analyse eben steht. Das hatte von vorne bis hinten abermals einfach nichts mit VollGAS zu tun – zumindest im spielerischen Sinne nicht. Abermals war es eine Darbietung, mit der man in der Bundesliga keinen Blumentopf in Form von Punkten gewinnen kann.

Der eine und andere Spieler scheint mit seinen Gedanken woanders zu sein und eigentliche Stützen wie Marcus Thuram und Breel Embolo sind nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Einzig Yann Sommer hat es verdient, mit Lob ausgestattet zu werden. Der Schweizer kann einem Leid zum, wird er doch oftmals – auch in Leipzig – von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Wäre der ‚Nati‘-Torhüter nicht gewesen, hätte es in Sachsen gut und gerne sieben Gegentore mehr geben können. So naiv kann und darf man einfach defensiv nicht daherkommen, in dem man es dem Gegner leicht macht, einen oder eben auch mehrere einzuschenken.

Gegen den Ball nicht aktiv, offensiv harmlos

In Leipzig dafür mitverantwortlich war auch das Verhalten in den Zweikämpfen. Wenn es denn eines war, dann eines, was so nicht geht. Viel zu weit weg von den Gegenspielern stehend, konnte sich Leipzig die Bälle zuspielen, kombinieren und dann zum Torerfolg gelangen – weil die Borussen gegen den Ball eben nicht aktiv waren, zu viel Abstände zwischen den Blöcken hatten und keinen Druck auf den Ball ausübten. Nach zwei Pleiten in Folge, muss man eigentlich erstmal hinten sicher stehen, den Laden dicht halten und alles in die Waagschale legen, um es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen. Das haben die Borussen bei RB nicht getan. Offensiv ist man zudem viel zu harmlos.

Erstmals gab es unter Adi Hütter drei Bundesliga-Pleiten in Folge und seit fünf Jahren spielt man bis dahin die schlechteste Saison. 14 Gegentore in drei Spielen und null Punkte lassen die Fohlenelf mit VollGAS in Richtung unteres Mittelfeld stürzen. Es wird nicht nur aufgrund der Jahreszeit ungemütlicher in Mönchengladbach.

Mannschaft, Trainer und Sportdirektor müssen sich zusammensetzen, reden und dringend mit VollGAS einiges anders und besser machen. Vor allem aber müssen sich die Spieler an die eigene Nase fassen und fragen, ob sie alles dafür tun, dass der Klub in die Gefilde kommt, wo er hingehört. Am Mittwoch gegen Eintracht Frankfurt müssen alle an einem Strang ziehen und vor allem defensiv muss es wieder laufen. Und dann muss ein Erfolgserlebnis her, damit es nicht weiter mit VollGAS nach unten geht…