Michael Lang hofft nun beim FC Basel auf mehr Spielzeit und verlässt Borussia. Foto: Dirk Päffgen

Borussia Mönchengladbach und Michael Lang gehen ab sofort getrennte Wege. Der Schweizer Abwehrmann verlässt den linken Niederrhein wie erwartet und kehrt in seine Heimat zurück. Beim FC Basel erhält der 30-Jährige einen Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison. Über die Ablösemodalitäten ist nichts bekannt.

Mindestens zwei Jahre in Basel 

Er war einer der Kandidaten, denen man nicht die berühmten Steine in den Weg legen würde, wenn es um einen neuen Arbeitgeber ging. Den hat der Schweizer nun gefunden. Für die nächsten zwei Jahre, mit Option auf eine weitere Spielzeit, schnürt Lang die Schuhe für den FC Basel. Jener Klub, von dem er im Sommer 2018 für 2,8 Millionen Euro nach Gladbach gekommen war.

Gegen den SC Paderborn stand Lang schon nicht mehr im Kader, um keine Verletzung zu riskieren und hatte sich dann am Sonntag aus dem Trainingslager der Borussen in Harsewinkel-Marienfeld verabschiedet, um den Wechsel unter Dach und Fach zu bringen.

Meiste Spielzeit unter Dieter Hecking 

Beim 20-maligen Schweizer Meister will der Verteidiger wieder neu angreifen, an seine Erfolge anknüpfen und sich auch wieder für die ‚Nati‘ empfehlen. Denn in der Bundesliga gelang ihm das nicht nachhaltig – weder bei den Borussen, noch bei seinem kurzen Intermezzo beim SV Werder Bremen. Lediglich in seiner ersten Spielzeit unter Coach Dieter Hecking kam Lang zu Einsatzzeiten. 17-Mal stand Lang in der Saison 2018/19 in der Startelf und spulte 1.259 Minuten ab.

Als dann Marco Rose in der Folge-Saison das Zepter in die Hand nahm und Rechtsverteidiger Stefan Lainer mit aus Salzburg an den Borussia-Park brachte war relativ schnell klar, dass es für Lang in Bezug auf regelmäßige Spielzeit ‚eng‘ werden würde. Lainer war quasi gesetzt auf der rechten Seite und ließ Lang keiner Chance.

Die suchte der Schweizer dann bei Ligakonkurrent Werder Bremen. Doch auch unter Trainer Florian Kohfeldt bekam Lang so richtig keinen Fuß auf den Boden. Lediglich neun Einsätze, sechs davon in der Startelf, konnte er dort auf der Habenseite verbuchen. Da war es nahezu die logische Folge, dass das Leihgeschäft nach einer Saison wieder endete und Lang an den Borussia-Park zurückkehrte.

Lang hofft auf mehr Spielzeit 

Dort sind die Perspektiven auch unter Adi Hütter alles andere als gut, weshalb Lang nun ein Jahr vor seinem vertragende bei der Borussia eine neue Herausforderung sucht und sich dem FC Basel anschließt. 

»Ich möchte so schnell wie möglich wieder regelmässig spielen. Denn auch wenn du im Training alles gibst, sind es schlussendlich die Spiele, die dir den Rhythmus und die Sicherheit geben. Ich bin sehr motiviert, mit der Mannschaft anzugreifen. Mir persönlich war wichtig, dass ich schnell wieder auf dem Platz Gas geben kann, in einer Mannschaft eine gewisse Rolle einnehmen und meine Erfahrung ins Team tragen kann«, so der Schweizer auf der Website des FCB über seine Ambitionen.

Eine nachvollziehbare Entscheidung und gute Lösung für beide Seiten. In Basel soll Lang den zum 1. FSV Mainz 05 gewechselten Rechtsverteidiger Silvan Widmer ersetzen. Ihm ist zu wünschen, dass ihm das auch nachhaltig gelingt…