Heimspieltag in Mönchengladbach vor ausverkaufter Hütte. Der Tabellendritte vom Niederrhein empfängt mit Borussia Dortmund den Tabellenzehnten der Bundesliga. Es ist ein bewölkter Tag rund um die Hennes-Weisweiler-Allee. Der VfL muss drei Tage zuvor das bittere Ausscheiden im Viertelfinale des DFB-Pokals bei Arminia Bielefeld verkraften. Wie wird die Mannschaft, bei der Christoph Kramer gelbgesperrt fehlt, reagieren?

Nach 29 Sekunden kommen die Fohlen über Patrick Herrmann von rechts in den Strafraum. Dieser legt den Ball quer zu Fabian Johnson, der mit seinem Direktschuss aus sechs Metern noch an Roman Weidenfeller scheitert. Der abgeprallte Ball landet genau vor den Füßen von Oscar Wendt. Mit links drischt er den Ball aus gut elf Metern ins Netz. Das ist das 1:0 nach nicht einmal einer vollen Zeigerumdrehung, das einige im Stadion gar nicht live mitbekommen, da sie sich noch auf dem Weg zu ihren Plätzen befinden. Ein perfekter Start für alle, die es mit der Elf vom Niederrhein halten.

Im Anschluss an die Führung hat zunächst der BVB mehr vom Spiel, schafft es aber nicht, sich bis zum gegnerischen Tor durchzusetzen. Granit Xhaka und Havard Nordtveit, der Kramer ersetzt, ziehen im Mittelfeld die Fäden. Vorne lauern Raffael und Max Kruse immer wieder auf ihre Chancen. Nach einer halben Stunde sprintet Patrick Herrmann mit der Kugel in der eigenen Hälfte los, kann von Sebastian Kehl nicht mit einer Grätsche gestoppt werden und eilt Subotic davon. Kurz vor Weidenfeller schiebt er den Ball zum mitgelaufenen Raffael, der nur noch ins leere Tor einschieben muss.

Nach der Pause stellt der BVB auf eine Dreierkette um. Doch die Hoffnung auf ein Übergewicht im Mittelfeld währt nur kurz. Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang können an diesem Tag nichts anrichten. Die Heimelf kommt durch Konter zu weiteren guten Möglichkeiten. In der 67. Minute gelingt Nordtveit nach einer Ecke dann die Entscheidung. Der Anschlusstreffer von Gündogan zehn Minuten später ist lediglich Ergebniskosmetik. Für Borussia Mönchenglabach ist es der vierte Sieg in Folge und ein Big-Point im Kampf um die Champions-League-Plätze. Sechs Wochen später beendet man die Saison unter Lucien Favre mit dem dritten Platz und qualifiziert sich direkt für die Königsklasse.