In Denis Zakaria hat Borussia Mönchengladbach am Freitag (09. Juni) den nächsten Neuzugang für die Spielzeit 2017/218 vorgestellt. Es wird nicht der letzte in dieser Transferperiode sein, wie Max Eberl bekannt gab. Und auch auf der Abgangsseite kann sich durchaus noch etwas tun.

Denis Zakaria vom BSC Young Boys Bern und Vincenzo Grifo vom SC Freiburg – für die Borussen zwei Top-Transfers, die Max Eberl bisher eingetütet hat. Und weitere sollen folgen, wie der Sportdirektor im Rahmen der Vorstellung von Denis Zakaria am Freitag verriet. »Es ist nicht so, dass wir abgeschlossen haben. Wir werden noch was machen«, sagte Eberl.

»Mit Denis und Vincenzo haben wir zwei sehr gute Spieler zu uns lotsen können, die unseren Kader besser machen. Wir haben mit Michael Cuisance und Julio Villalba, der am 25. Juni nach Deutschland kommen soll, zwei junge Spieler, die den Kader ergänzen werden. So haben wir wieder eine gute Mischung«, so der Sportdirektor weiter. »Trotzdem gibt es noch die eine und andere Personalie, die wir im Kopf haben und versuchen, gerne umzusetzen«.

Wer kommt noch?

Welche das ist oder auch sind bzw. auf welchen Positionen sich die Borussen noch verstärken wollen, verriet er selbstredend nicht. Aus gutem und nachvollziehbarem Grund. Wird ein Interesse der Borussen erst mal publik, könnte ein geplanter Transfer in Gefahr geraten. »Mittlerweile ist der Transfermarkt aber wirklich extrem verrückt geworden«, sagt Eberl. »Da kann heutzutage noch so viel passieren, bis wirklich die Tinte trocken ist und man den Spieler vorstellen kann«.

Einer davon könnte Reece Oxford sein. Der 18-Jährige U-nationalspieler steht aktuell beim englischen Premier League-Club West Ham United unter Vertrag und soll ausgeliehen werden, um mehr Spielpraxis zu bekommen. Wohlmöglich geht es hierbei eben aber noch um die Länge der Ausleihe. Bisher steht ein Geschäft dieser Art für ein Jahr im Raum, was den Borussen nachvollziehbar zu wenig sein dürfte.

Und auch Moreto Cassamá wurde zuletzt als möglicher Neuzugang heiß gehandelt. Der 19-jährige Mittelfeldmann in Diensten der U19 vom FC Porto soll bereits zu Vertragsverhandlungen im Borussia-Park gewesen sein. Doch es ist ruhig geworden in den letzten Tagen und Wochen um den Rechtsfuß. Weil vielleicht die Ablöseforderung der Portugiesen zu hoch ist? Berichten zufolge verlangt der FC Porto drei Millionen Euro für sein Juwel. Oder aber Max Eberl hat die Personalie ad acta gelegt, weil ihm der Zakaria-Coup gelungen ist.

Bewegung bei André Hahn – Sow nach Bern?

Unterdessen wird es nach dem Abgang von Julian Korb (zu Hannover 96) aller Voraussicht nach mindestens noch zwei weitere geben. Ein Kandidat ist André Hahn, der bei Eintracht Frankfurt ganz oben auf der Liste stehen soll. »André Hahn ist ein Spieler, der in den letzten drei Jahren bei uns Großartiges geleistet hat. Es gibt Bewegung bei ihm«, bestätige Eberl einen möglichen Wechsel des Angreifers, ohne allerdings konkret zu werden. »Alle Partien müssen sich zusammensetzen, wenn es die Möglichkeit gibt und wenn André auch sagt, dass er diesen Schritt machen möchte. Dann muss man überlegen. Aber mehr gibt es dazu momentan nicht zu sagen«.

Ebenso Bewegung könnte es bei Djibril Sow geben. Der Schweizer U21-Nationalspieler, seit letzten Sommer bei den Borussen und noch mit einem Vertrag bis 2020 ausgestattet, konnte bisher erst leidlich eine Bundesliga-Minute auf seiner Habenseite verzeichnen und könnte im Sinne der Spielpraxis auf Leihbasis in sein Heimatland zurückkehren. Die Young Boys aus Bern sollen Interesse an einem Ausleihgeschäft haben. Bestätigen wollte Max Eberl das nicht, doch durch die Blume scheint diese Möglichkeit zu bestehen.

»Dass wir unseren Kader ohne Europa ein Stück weit kleiner machen wollen, wurde schon oft genug thematisiert. Und dass man über junge Spieler, die länger nicht gespielt haben und länger nicht die Chance hatten, ihre Qualitäten zu zeigen, nachdenken muss, ihnen Spielpraxis zu ermöglichen, ist so«, sagte Eberl und fügte an: »Vielleicht kann das ein Thema werden«.

Ebenso wie vielleicht auch ein Wechsel von Marvin Schulz. Der 22-jährige Defensivmann kam in der abgelaufenen Spielzeit gerade aufgrund von Verletzungen auf lediglich drei Kurzeinsätze in der Regionalliga West und dürfte es schwer haben, in der neuen Spielzeit zu regelmäßiger Spielpraxis zu kommen. Die Frage wird sein, ob man dem Youngster in ferner Zuku8nft noch den Durchbruch beim VfL zutraut oder nicht. Denn bei einer angedachten Leihe muss der im nächsten Sommer auslaufende Vertrag erst verlängert werden, ansonsten wird man ihn wohl jetzt verkaufen. Und auf der Habenseite soll noch ein Angreifer den Weg an den linken Niederrhein finden.