VollGAS-Analyse nach Freiburg: In Gänze ein schwaches und enttäuschendes Bild

Kevin Diks und die Borussen enttäuschen in Freiburg komplett. Archivfoto: Dirk Päffgen

Für Borussia Mönchengladbach gab es wiedermal im Breisgau nichts zu holen. Die Art und Weise, wie man in Freiburg verlor, ja unterging, war schon erschreckend und beschämend zugleich. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unserem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase aus Mönchengladbach. 

Es war wie immer in Freiburg: Auch dieses Mal hätten sich die Borussen die Reise in den Breisgau sparen können, wieder einmal lautete das Motto: Außer Spesen nichts gewesen. Als Schiedsrichter Richard Hempel das Spiel im Europa-Park-Stadion nach 92 Minuten abgepfiffen hatte, war es im TV deutlich zu hören: Ein lautes Pfeifkonzert aus dem Gästeblock. Die VfL-Fans ließen ihrem Unmut freien Lauf und gaben den Borussen die Quittung für ihre desolate Leistung: „Wir ham’ die Schnauze voll“, skandierten sie.

VollGAS-Versagen

Die dritte Niederlage in Folge und der schlechteste Start in der Vereinsgeschichte mit zwölf Gegentoren waren schlussendlich zu viel, um in dieser Konstellation weiterzumachen. Es war einfach ein VollGAS-Versagen und eine große Enttäuschung. Bis zum 0:1 konnte man das noch einigermaßen mit ansehen, dann nicht mehr.

Als dann noch Tim Kleindienst der Mannschaft beim Stand von 0:2 mit seinem unnötigen Foul und dem daraus resultierenden Platzverweis (Gelb-Rot) einen Bärendienst erwies, war der Drops endgültig gelutscht. Die weitere Geschichte ist schnell erzählt. Die Borussen ließen sich völlig hängen und ermöglichten dem Sportclub mit weiteren Toren einen lockeren und am Ende hochverdienten 5:0-Sieg, der vorerst die Tabellenführung bedeutete.

Die Fohlen hingegen „grüßen“ vom Tabellenende. Und das, dass muss man sagen, völlig zurecht. Bekanntlich lügt die Tabelle nicht. Lediglich fünf Torschüsse haben die Borussen in Freiburg zustande gebracht, zwei davon aufs Gehäuse. Das ist nunmal auch die Statistik eines Tabellenletzten.

Lichte kurzfristiger Steuermann

Am Ende kassieren die Fohlen eine völlig verdiente Niederlage, auch in der Höhe. Die Konsequenz draus ist bekannt. Klar ist, dass daran auch die Fohlen ihren Anteil haben. Eugen Polanski musste seinen Hut nehmen, Co-Trainer Jan-Moritz Lichte übernimmt vorerst und wird die Fohlenelf im Heimspiel gegen Mainz 05 am kommenden Samstag als Verantwortlicher an der Seitenlinie coachen.

Der 46-Jährige, im Sommer von Manchester City gekommen, hat bereits Interims-Trainer-Erfahrung und ist jetzt gefordert, die Mannschaft wieder aufzurichten und an ihre Ehre zu appellieren – damit so eine „Leistung“ wie in Freiburg nicht mehr vorkommt.