Seltenes Bild: Die Borussen durften zuletzt zwei Siege in Folge feiern. Foto: Dirk Päffgen
Borussia Mönchengladbach scheint so langsam in die Spur zurückzufinden. Die Arbeit von Alexander Blessin trägt erste Früchte, es geht die Treppe wieder etwas nach oben. Warum der Auftritt gegen den KSC Anlass zur Zuversicht gibt. Unser Prüfstand, präsentiert vom Autohaus Waldhausen + Bürkel aus Mönchengladbach.
Nach der Niederlage gegen Hoffenheim titelten wir in unserer VollGAS-Analyse: So geht’s ungebremst die Treppe runter. Zu enttäuschend war die „Leistung“ der Fohlen nach der Derby-Pleite gegen die Kraichgauer. Es war die sechste Niederlage in Folge und es herrschte »Totengräber-Stimmung« rund um den Borussia-Park, wie es Alexander Blessin treffend beschrieb. Nach dem Sieg gegen den VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC im Pokal scheint es wieder in die andere Richtung zu gehen.
Zwar ist noch nicht von einer gänzlichen „Auferstehung“ zu sprechen und es ist noch nichts erreicht, doch schlägt das Pendel wieder in die richtige Richtung. Zwei Erfolgserlebnisse in Folge holten die Borussen mit den Siegen gegen den VfB und den KSC. Eine solche kleine Serie gab es zuletzt zuvor einem Jahr. Seiner Zeit hatte auch das Weiterkommen in der 2. Runde des Pokals ebenso gegen den KSC für einen Aufschwung gesorgt.
Gelingt eine ähnliche Serie wie vor einem Jahr?
In der Folgezeit verloren die Borussen keines ihrer fünf Spiele (4 Siege, 1 Unentschieden. Der Heimsieg gegen Blessins Ex-Klub FC St. Pauli machte damals den Anfang für eine Serie, die mitverantwortlich dafür war, dass man Ende den Klassenerhalt schaffte.
Gerade die Art und Weise, wie die Borussen die jetzigen beiden Siege in Folge holten, lässt hoffen. Alexander Blessin scheint die richtigen Worte / die Richtige Ansprache gefunden zu haben und schafft bisher vor allem eins: Seine Mannschaft versteht ihn und setzt es in Teilen um. Jeder weiß, was er zu tun hat und setzt es bestmöglich um. Wenn das der Fall ist, ist es auch machbar, in dieser Konstellation, in der viele Stammspieler fehlen, Spiele zu ziehen und zu gewinnen. Vor allem die im Fußball oft zitierten und zwingend nötigen Basics riefen die Fohlen in den letzten beiden Spielen ab gepaart mit einer Resilienz, die es auch braucht, um erfolgreich zu sein.
Der Auftritt gegen Karlsruhe muss die Benchmark für die kommenden Wochen sein. Volle Konzentration, voller Einsatz und Die Borussen ackern, laufen und behalten die Köpfe oben, wenn es mal eng wird. Und das alles, obwohl zuletzt nahezu eine ganze Mannschaft an potentiellen Stammspielern fehlte. Gegen den KSC standen Ko Itakura und Jens Castrop wieder im Aufgebot, Itakura sammelte sogar schon wieder Einsatzminuten.
Es muss genau so weitergehen
Dass die Borussen jetzt nicht gleich zwei oder mehrere Sprossen überspringen werden und/oder abheben werden, dafür wird Blessin sogen. Borussias Trainer ordnet die Lage nüchtern ein und wiederholt oft genug, dass es lediglich ein kleiner Schritt auf einem weiter harten Weg war. Hoffnung zur Zuversicht erlaubt auch das sich langsam aber sicher lichtende Lazarett. Gegen Karlsruhe kehrten Ko Itakura zurück ins Aufgebot, gegen Paderborn am Wochenende dürfte auch Kevin Dirks wieder dabei sein und bei Nikolas Kühn, Franck Honorat und Isac Lidberg bestehen gute Chancen, dass sie gegen Paderborn wieder eine Option sind.
Eins ist klar: Wenn du dich aus dem Schlamassel ziehen willst, dann musst du mindestens genau so auftreten, wie in den letzten beiden Spielen. Und das eben konstant. Wenn das der Fall ist, dann wird es auf der von Alexander Blessin im übertragenen Sinne genannten Treppe auch weiterhin peu á peu nach oben gehen…


