Nächste Runde: Gladbach siegt in Unterzahl verdient gegen den KSC

Joker Lukas Ullrich traf nach der Pause zum entscheidenden 2:0 beim Sieg gegen den KSC. Archivfoto: Dirk Päffgen

Borussia Mönchengladbach ist im DFB-Pokal eine Runde weiter. Die Borussen gewannen am Dienstagabend in Unterzahl mit 2:0 gegen Zweitligist Karlsruher SC und stehen somit im Achtelfinale. Robin Hack und Lukas Ullrich erzielten die Tore für die Fohlen, die unter dem Strich verdient eine Runde weiter sind. Philipp Sander musste nach einer Notbremse mit glatt Rot vom Platz.

Borussias Cheftrainer Alexander Blessin musste im Pokal weiterhin auf Enzo Leopold (Reha nach Kreuzbandriss), Jan Leszczyński (Kniestauchung), Franck Honorat (Aufbautraining), Tim Kleindienst (Muskelfaserriss), Fritz Fleck (Zerrung), Nicolas Kühn (Trainingsrückstand), Isac Lidberg (muskuläre Probleme) und Kevin Diks (private Gründe) verzichten. Zudem fehlten Moritz Nicolas, Daiki Hashioka aufgrund von Vorsichtmaßnahmen. Dafür standen Jens Castrop und Ko Itakura erstmals seit ihren Verletzungen wieder im Aufgebot.

Im Vergleich zum Sieg in Stuttgart gab es gleich fünf Änderungen in der Startelf: Daniel Batz, Yukhym Konoplia, David Herold, Kevin Stöger und Robin Hack bekamen den Vorzug vor Moritz Nicolas, Daiki Hashioka, Lukas Ullrich, Florian Neuhaus und Wael Mohya. 

Fohlenelf mit Blitzstart

Die Borussen legten gut los und versuchten direkt, das Spiel an sich zu reißen. Und mit der ersten Torchance brachten sie sich gleich in Führung. Scally lief auf der rechten Seite allen davon und legte dann quer zu Hack, der nur noch einschieben musste (7.). Das war ein toller Spielzug der Fohlen, die beinah postwendend den Ausgleich kassiert hätten. Nach einem langen Ball von Bernat war Fukuda durch, konnte sich das Leder aber nicht an Batz vorbeilegen. Wanitzek blieb aktiv und legte auf Egloff ab, der Batz zur Parade zwang (9.).

Borussia hat erst alles im Griff, dann kommt der KSC

Dann wieder die Borussen. Erst blockte Kobald den Schuss von Machino (11.), ehe Hacks Schuss von der Strafraumgrenze über die Latte schoss (13.). Die Fohlen hatten das Geschehen mit knapp 60 Prozent Ballbesitz und ließen die Kugel gut laufen. Dann gab es einen Schreckmoment für die Fohlen. Uno landete nach einem Luftduell mit Egloff unglücklich auf dem Arm und hielt sich die Schulter. Der Japaner wurde kurz auf dem Rasen behandelt, konnte aber weitermachen (20.). Sieben Minuten später musste Hack Kurtz behandelt werden, konnte aber auch weitermachen (27.).

Sander fliegt mit Rot vom Platz

Fortan war der KSC griffiger, defensiv sattelfester als noch in der Anfangsphase und übernahm die Kontrolle. Erst parierte Batz den Schuss von Pinto Pedrosa keine Mühe (35.), ehe Borussia Keeper beim tükischen Aufsetzer von Wantizek zur Stelle war (36.). Drei Minuten später musste dann Sander vorzeitig unter die Dusche. Der Abwehrmann verhinderte gegen Ex-Borusse als letzter Mann eine klare Torchance und musste mit glatt Rot vom Platz. Schiedsrichter Lechner hatte erst Gelbgezeigt, entschied sich nach Ansicht der Szene in der Video-Area dann aber noch um (39.).

Während die Borussen kaum noch stattfanden und in Richtung Pause taumelten, so war der KSC in Überzahl am Drücker. Wantizek setzte seinen Freistoß erst in die Mauer, den Nachschuss dann in die Wolken (41.). Vier Minuten später packte Batz beim Schuss des Kapitäns sicher zu (45.).

So ging es mit einer knappen 1:0-Führung in die Kabine. Aber diese wackelte spätestens nach dem Platzverweis gewaltig. De KSC schaltete einen Gang höher und übernahm die Kontrolle.

Fohlenelf erneut mit Blitzstart 

Zum zweiten Durchgang nahm Blessin dann einen Wechsel vor uns brachte Ullrich für Bolin. Und dieser Wechsel sollte sich gleich auszahlen. Ullrich holte sich die Kugel von Egloff und schaltete blitzschnell um. Der Joker nahm Hack mit, bekam den Ball links in der Box wieder und versenkte die Kugel kompromisslos zum 2:0 in die Maschen (49.).


Ein bockstarker Konter – von Anfang bis zum Ende. Den Borussen kam das mit einem Mann weniger natürlich gelegen. Der KSC musste in Überzahl nun noch mehr tun, was den Fohlen auch Raum zum Kontern gab. Auf der anderen Seite hatte der KSC Mühe, die gut verteidigenden Fohlen vor Probleme zu stellen. Allen voran Kapitän Wantizek probiere es, konnte konnte Batz aber nicht überwinden (53., 54.).

Verdienter Sieg für Gladbach 

KSC-Trainer Senft regierte und brachte nach einer Stunde zwei frische Kräfte (60.). Doch auch das brachte bei den Badenern nicht die erhoffte Wirkung. Die Borussen verteidigten aufmerksam und ließen kaum etwas zu. So lief die Uhr zugunsten der Fohlen runter. Es lief die Schlussviertelstunde im Borussia-Park. Der KSC versuchte weiterhin alles, hatte aber gegen das Abwehr-Bollwerk der Fohlen kaum zündelnde Ideen. Dann brachte Blessin Itakura für Machino (77.). Ein klares Zeichen dafür, dass jetzt der Vorsprung abgesichert werden sollte. 

Und Itakura sollte sogar die Chance auf das 3:0 kriegen, doch sein Distanzschuss wurde von Bernat pariert (85.). Letztlich spielten es die Borussen souverän herunter und verdienten sich den Sieg in Unterzahl mit einer im zweiten Durchgang kompakten Defensive. Damit kann es im Heimspiel gegen den SC Paderborn am Samstag (15.30 Uhr) mit Selbstvertrauen weitergehen. 

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Batz – Konoplia, Sander, Chiarodia – Scala, Uno (72. Nguefack), Stöger, Herold – Bolin (46. Ullrich), Hack (86. Mohya) – Machino (77. Itakura)

Auswechselbank: Olschowsky (ETW), Schweers, Castrop, Neuhaus, Danfa

Karlsruher SC: Bernat – Kobald, Franke, Trémoulet (46. Ponente-Ramirez) – Pinto Pedrosa, Civeja (60. Ben Farhat), Väänänen (69. Zor), Ofli (86. Bergh) – Egloff (60. Eichinger), Wantizek – Fukuda

Auswechselbank: Himmelmann (ETW), Scholl, Wiethaup, Meyer

Tore: 1:0 Hack (7.), 2:0 Ullrich (49.)

Gelbe Karten: Keine

Rote Karte: Sander (39., Notbremse)

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Florian Lechner (Insel Poel)

Stadion: 43.034 (ista-Borussia-Park)