0:0! Keine Tore im rheinischen Derby zwischen Borussia und Köln

Jonas Omlin war der beste Borusse in Köln. Foto: Dirk Päffgen.

Torlos endete das 96. rheinische Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln. Gerade die Borussen müssen mit diesem Punkt leben, weil sie so ziemlich alles vermissen lieben, was in so einem Spiel von Nöten ist. Und das unabhängig davon, dass es einen Elfmeter für die Fohlen hätte geben müssen. Wenigstens hielt man bis zum Schluss den Punkt fest.

Daniel Farke musste weiterhin auf Julian Weigl (Teilruptur des Syndesmosebandes) und Tony Jantschke (Meniskusriss) verzichten. Dafür hatte Ramy Bensebaini seine Gelb-Rot Sperre abgesessen und rückte gleich wieder in die Startelf, der Luca Netz weichen musste. Ansonsten begann exakt die Mannschaft, die gegen Bremen zunächst auf dem Platz gestanden hatte.

Der FC presst früh und setzt Fohlen unter Druck

Der Anpfiff in Köln verzögerte sich um einige Minuten, da das Spielfeld aufgrund Pyrotechnik eingenebelt war. Und kurz danach hatte der FC dann die erste dicke Möglichkeit. Itakura verlor in der eigenen Hälfte die Kugel an Maina, der dann den Turbo einschaltete und dann vor dem Tor quer legte. Koné rutschte an der Kugel vorbei, so dass Selke freie Schussbahn hatte, aber an Omlin scheiterte (2.).

Die Anfangsphase gehörte den Hausherren, die die Fohlen früh störten und Druck ausübten. Auf der anderen Seite die Borussen, die noch ihre Linie suchten. Unterdessen gehörte auch die nächste Möglichkeit dem FC. Schindler probiere es aus dem Rückraum, setze die Kugel aber weit drüber (11.).

VAR verweht Elfmeter für die Fohlen, 10. Gelbe Karte für Koné

Vier Minuten später muss es eigentlich Strafstoß für die Borussen geben, doch Schiedsrichter Zwayer sah ein klares Foulspiel an Neuhaus nicht als solches an. Und das, obwohl Hübers Klärungsversuch klar gegen den Mann ein (15.). Sechs Minuten später sah Koné dann die Gelbe Karte nach einem Foul an Selke. Es war die 10. des Franzosen, der damit am Ostersonntag gegen Wolfsburg zuschauen muss (21.). Den fälligen Freistoß setzte Mainz dann ans Außennetz (22.).

Auf der Gegenseite leisteten sich die Borussen viel zu viele Fehler im Aufbauspiel und hatten zudem keine Ideen, die Domstädter vor Aufgaben zu stellen. Dann musste Omlin eine starke Abwehraktion an den Tag legen, um den Schuss von Schindler zu entschärfen (28.). Köln blieb am Drücker und arbeitete an der Führung. Im Anschluss an eine Ecke kam Martel an die Kugel und zwang Omlin zur nächste Parade (38.).

So ging es torlos in die Kabinen. Ärgern konnten sich darüber die Kölner, glücklich schätzen konnten sich die Fohlen, die sich bei ihrem Schlussmann bedanken konnten, dass auf der Anzeigetafel keine Gegentore standen. Ansonsten war das eine blutleere erste Hälfte, auch wenn es hätte Elfmeter geben müssen.

Fohlenelf kommt besser aus der Kabine

Nach dem Seitenwechsel gehörte den Fohlen der erste Abschluss. Der Schuss von Thuram ging aber deutlich daneben. Die Borussen standen nun deutlich höher und aktiver. Stindl probierte es dann mal aus der zweiten Reihe, setzte die Kugel aber nur knapp neben den linken Pfosten (53.). Kurze Zeit später kullerte die Kugel nach Neuhaus Schuss nur knapp am Tor vorbei (54.). Auf der Gegenseite verfehlte Schindler das Ziel (55.). Die Borussen waren in dieser Phase deutlich präsenter und griffiger und erarbeiteten sich Möglichkeiten. Neuhaus gab dann einen Schuss ab, aber deutlich neben das Tor (62.). Kurze Zeit später fing Elvedi die Flanke von Mainz ab (64.).

Es liefen die letzten zwanzig Minuten in Köln und man merkte, dass bei beiden Teams die Kräfte etwas schwanden, die Luft war auch raus in dieser Phase. Es gab kaum Torraumszenen. Acht Minuten vor Schluss kam dann Plea für Stindl (82.). Das gewünschte Feuer konnte dadurch auch nicht entfacht werden. 

Am Ende blieb es beim torlosen Remis, das am Ende in Ordnung geht. Die Borussen können/müssen damit aber mehr zufrieden sein, weil sie einfach viel zu harmlos waren und so ziemlich alles vermissen ließen, was in einem Derby nötig ist.

Die Kurzstatistik zum Spiel: 

1. FC Köln: Schwäbe – Schmitz, Hübers, Chabot, Hector – Martel, Skhiri – Schindler (60. Ljubičić), Maina (78. Thielemann), Kainz (78. Huseinbašić) – Selke (61. Tigges)

Weiter im Kader: Horn (ETW), Kilian, Lemperle, Limnios, Ljubičić, Olesen

Borussia Mönchengladbach: Omlin – Scally, Itakura, Elvedi, Bensebaini – Koné, Kramer – Hofmann (90.+1 Ngoumou), Stindl (82. Plea) – Neuhaus – Thuram

Weiter im Kader: Olschowsky (ETW), Friedrich, Lainer, Netz, Fraulo, Herrmann, Wolf

Tore: FehlanzeigeGelbe Karten: Kainz, Huseinbašić, Tigges / Koné, Scally, Bensebaini

Bes. Vorkommnis: Keine

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 50.000 (Rhein-Energie-Stadion, ausverkauft)

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