Entscheidung gefallen! Borussia trennt sich von Polanski, Lichte übernimmt vorerst

Eugen Polanski ist nicht mehr Trainer der Borussia, Jan-Moritz Lichte übernimmt zunächst. Foto: Dirk Päffgen

Die derbe 0:5-Klatsche beim SC Freiburg war schlussendlich zu viel. Eugen Polanski ist nicht mehr Trainer von Borussia Mönchengladbach. Mit ihm wurde auch sein Co-Trainer Tobias Trulsen von seinen Aufgaben freigestellt. Jan-Moritz Lichte übernimmt interimsmäßig. Das gab der Klub am Sonntagmorgen (13.09.2026) bekannt. Was Rouven Schröder und Polanski dazu sagen.

Eine Nacht drüber schlafen wollte Rouven Schröder nach der derben Klatsche im Breisgau. Dann sollte deutlich gesprochen und analysiert werden. Nach dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte gab es auch dringenden Gesprächsbedarf. Null Punkte und ein Torverhältnis von 3:12 und Tabellenplatz 18 sind die ernüchternde Bilanz nach drei Spieltagen. So schlecht wie seit 2015 nicht mehr.

Dass es da ein „Weiter-so“ nicht geben konnte, war allen Beteiligten spätestens nach Freiburg klar. Einen Tag nach der Klatsche im Breisgau ist die Entscheidung nun gefallen. Wie der Klub bekanntgab, wurde Eugen Polanski von seinen Aufgaben entbunden. Wie Gerardo Seoane in der letzten Saison ist für den 40-Jährigen nach drei Spieltagen Schluss. Damals hatte der Schweizer zumindest ein Pünktchen holen können.

»Die zuletzt gezeigten Leistungen haben zu der Entscheidung geführt«

Es gab quasi keine andere Lösung, als Polanski von seinen Aufgaben zu entbinden. Genau das haben die Verantwortlichen um Sportchef Rouven Schröder am Sonntagmorgen getan. Polanski hatte die Fohlenelf im November 2025 übernommen und seit dem im Schnitt lediglich 1,1 Punkte pro Spiel geholt. Am Sonntagmorgen war seitens der Rheinischen Post zunächst von einem Rücktritt Polanski berichtet worden, was die Borussen in ihrer offiziellen Vereinsmitteilung dann revidierten.

»Trotz einer guten Vorbereitung und positiver Ansätze ist es der Mannschaft in der Bundesliga nicht gelungen, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen«, begründete Schröder die Entscheidung. »Die zuletzt gezeigten Leistungen haben zu der Entscheidung geführt, Eugen mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden. Eugen ist Borusse durch und durch. Wir bedanken uns bei ihm und auch bei Tobias Trulsen für ihren Einsatz für Borussia.«

»Das tut mir leid«

»Borussia Mönchengladbach war und bleibt mein Verein. Deshalb tut es so wahnsinnig weh, dass es nun so gekommen ist. Nach dem gelungenen Klassenerhalt haben wir zu dieser Saison einiges verändert. Wir hatten uns viel vorgenommen, haben es aber nicht umgesetzt bekommen. Das tut mir leid«, wird Polanski zitiert. »Ich hoffe sehr, dass die Borussia ganz schnell die Kurve kriegt. Ich wünsche dem Verein, der Mannschaft und allen wunderbaren Fans nur das Beste. Danke für die gemeinsame Zeit.«

Polanski hatte das Vereinsgelände am Sonntagmorgen um 10.20 Uhr verlassen. Mit ihm wurde auch Co-Trainer Tobias Trulsen von seinen Aufgaben freigestellt. Bis ein Nachfolger gefunden ist, wird Jan-Moritz Lichte die Mannschaft betreuen und womöglich im kommenden Heimspiel gegen Mainz auf der Bank sitzen. Unterstützt wird er dabei von Markus Gellhaus und dem verbliebenen Trainerteam. Als potenzielle Nachfolger bringt die Rheinische Post Ex-Borusse und Ex-Werder-Trainer Horst Steffen, Alexander Blessin und Ex-RB-Trainer Ole Werner ins Spiel. Spätestens in der kommenden Länderspielpause dürfte der neue Cheftrainer feststehen.