Rob Hack traf gegen den KSC zur Führung, unter dem Strich stand das verdiente Weiterkommen. Foto: Dirk Päffgen
Borussia Mönchengladbach hat das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Gegen den Karlsruher SC mussten die Fohlen lange Zeit in Unterzahl spielen, gingen aber am Ende nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung als verdienter Sieger vom Platz. Dementsprechend groß war die Freude hinterher im Borussen-Lager.
Zweite Runde DFB-Pokal, Dienstagabend, Flutlicht und strömender Regen. Dieser Fußballabend lud eigentlich zu einem auf der Coach und vor dem TV-Gerät ein. Doch die, die es in den Borussia-Park „verschlagen“ hatte, sollten für ihr Kommen durchaus belohnt werden – zumindest, wenn man es mit den Fohlen hielt.
Guter Start mündete in verdienter Führung
Dem niederrheinischen Schmuddelwetter zum Trotz legten die Borussen gut los und gingen durch einen sehenswerten Treffer früh in Führung. Robin Hack traf nach einem sehenswerten Angriff zum 1:0. »Ich finde, wir sind eigentlich ganz gut reingekommen. Das erste Tor war richtig schön rausgespielt«, stimmte Rouven Schröder zu. In die gleiche Kerbe schlug auch der Torschütze: »Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, hatten gute spielerische Aktionen und sind früh in Führung gegangen«, sagte Hack.
Auch Alexander Blessin war zufrieden mit dem Start seiner Mannschaft. »Wir haben die Partie von Beginn an kontrolliert, spielerisch gute Lösungen gefunden und das Führungstor hervorragend herausgespielt«, freute sich Borussias Trainer. Lange Zeit hatte seine Mannschaft das Spiel dann auch im Griff, wurden dann aber nachlässiger und mussten ab der 39. Minute mit einem Mann weniger auskommen. Philipp Sander brachte Ex-Borusse Shiu Fukuda auf dem Weg zum Tor zu Fall, Rot die Konsequenz.
Ein Tor zum richtigen Zeitpunkt
»Wir hatten im Zentrum teilweise zu große Abstände, was letztlich auch zur Roten Karte geführt hat, monierte Blessin. »Danach ging es zunächst darum, stabil zu stehen und uns in die Halbzeit zu retten«. Was seiner Mannschaft auch gelang. Borussias Trainer hatte zunächst noch vor der Pause einen Wechsel im Sinn – Lukas Ullrich sollte kommen – wartete dann aber bis zum Seitenwechsel.
Nach diesem hatte Blessin aufgrund der Unterzahl eine taktische Anpassung vorgenommen, um auf Konter zu lauern. »In der Pause haben wir auf ein 5-3-1-System umgestellt«, erklärte der 53-Jährige. Ein Plan, der aufging. Und dann stach auch direkt sein Joker. Ullrich vollendete einen klasse Spielzug mit dem 2:0. »Ein wunderschönes Tor«, brachte es Schröder auf den Punkt.
Ein Treffer unmittelbar nach Wiederanpfiff, der den Borussen gerade in Unterzahl natürlich zupass kam. Die Fohlen konnten mit dem Doppel-Vorsprung schauen, was der KSC machte und auf Konter lauern. Viel brannte da dann auch nicht mehr an, weil es den Badenern an Torgefährlichkeit fehlte. Das aber auch, weil die Fohlen gemeinschaftlich dagegenhielten und nichts anbrennen ließen. »Wir haben in der zweiten Hälfte die Räume eng gemacht und den KSC kaum in unseren Strafraum kommen lassen. An eine Großchance des Gegners kann ich mich nicht erinnern«, sagte Hack.
»Bis zum Schluss sehr diszipliniert durchgezogen«
»Die Rote Karte hat die Aufgabe für uns natürlich noch schwieriger gemacht. Aber wir haben das als Mannschaft überragend wegverteidigt und gerade in der zweiten Halbzeit wenig bis gar nichts zugelassen«, freute sich Daniel Batz, der bei seinem ersten Startelf-Einsatz gleich da war und starke Reflexe zeigte. »Wir waren sehr kompakt, haben füreinander gearbeitet und sind viele Wege gegangen.«
»Entscheidend war, dass wir direkt nach der Pause mit einem gut ausgespielten Konter das 2:0 erzielt haben. Davon hat sich Karlsruhe nicht mehr richtig erholt. Anschließend haben wir sehr kompakt verteidigt und kaum noch Chancen zugelassen«, lobte Blessin.
Unter dem Strich durften sich alle über den verdienten Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale freuen, wofür die Borussen 912.755 Euro kassieren. »Wir haben es bis zum Schluss sehr diszipliniert durchgezogen und sind am Ende des Tages verdient in die dritte Runde gekommen. Das war unser großes Ziel und ist für den Verein auch finanziell wichtig«, sagte Schröder. So befinden sich die Borussen bei der Auslosung des Achtelfinals am kommenden Sonntag (19:15 Uhr, live in der ARD-„Sportschau“) im Lostopf.

