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Baustelle Borussia: Das Warten auf den Dominostein

Arbeiten in Sachen Transfers eng zusammen: Steffen Korell und Roland Virkus. Foto: Dirk Päffgen

Borussia Mönchengladbach wird in 2023/24 ein anderes Gesicht bekommen – auf und neben dem Platz. In der Führungsetage gab es schon Veränderungen, im Kader lassen diese zwar noch auf sich warten, im Anflug ist dann aber schonmal zumindest einer. Unsere aktuelle Baustelle Borussia, präsentiert von der Schotes Firmengruppe.

Nach der enttäuschenden Spielzeit 2022/23 war eins klar: Ein ‚Weiter so‘ konnte es keinesfalls geben. Das hat man auch am linken Niederrhein eingesehen und hat bei der angekündigten Generalanalyse nach der Saisonabschlusstour jeden Stein umgedreht, Konsequenzen gezogen und Umstrukturierungen vorgenommen.

In der sportliche Führung kam man zur Erkenntnis, dass es mit Daniel Farke nicht weitergehen kann. Bereits nach einer Spielzeit geht man getrennte Wege. Wie die SportBild berichtet, wurde der Vertrag dank einer Klausel bereits in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst – mit einer Abfindung versteht sich.

Dass man sich generell bereits nach einem Jahr wieder vom gebürtigen Westfalen getrennt hat, ist nachvollziehbar. Zu schlecht war die Spielzeit unter dem Strich. Und vor allem waren zwei Dinge nicht zu sehen – Stabilität und Entwicklung bei Spieler und Mannschaft. Zudem schien Farke kein Freund davon gewesen zu sein, auf junge Spiele zu setzen und sie einfach auch mal reinzuwerfen.

Neue Impulse und Prozess-Optimierung unumgänglich

Den viel zitierten ‚Borussia-Weg‘ soll nun Gerardo Seoane in Gang bringen. Dass der 44-Jährige vor allem eben auch junge Spieler entwickeln kann, hat er nachgewiesen. Bleibt zu hoffen, dass ihm das auch in Gladbach gelingt. Roland Virkus hat mit dem Schweizer nun den zweiten Trainer in seiner noch kurzen Amtszeit installiert. Insgesamt gehen die Borussen nun mit dem dritten Trainer in drei Jahren in die neue Spielzeit. Auch an diesen Entscheidungen muss sich Virkus messen lassen, wie an allen anderen.

So wie an der Verpflichtung von Nils Schmadtke, der ab 1. Juli 2023 den neu geschaffenen Posten Sportdirektor Lizenz übernimmt und dort eng mit Virkus zusammenarbeitet. Wie das dann funktioniert und harmoniert, wird die Zukunft Zeigern. Grundsätzlich sind frische Impulse von außen gut, weil sie neue Ideen bringen. Und die waren und sind auch nötig, um auf dem Borussia-Weg erfolgreich zu sein. Dazu ist es auch von Nöten, Prozesse zu verbessern und zu komprimieren.

In diesem Zusammenhang wird der Vertrag von Teammanager Christopher Heimeroth nicht verlängert, seine Aufgaben übernimmt zukünftig Nils Schmadtke. »Nils Schmadtke übernimmt die organisatorische Leitung des Lizenzbereichs, er gehört künftig neben Steffen Korell (Direktor Scouting und Kaderplanung) und mir zum sportlichen Führungsteam unseres Lizenzbereichs«, erklärte Roland Virkus die Verpflichtung des 34-Jährigen.

Wer löst Borussias Umbruch aus?

Vor allem soll Schmadtke mit seiner Expertise und seinem Netzwerk mit dafür sorgen, dass Spieler an den linken Niederrhein kommen, die die fehlenden Skills abdecken und eben vor allem zum Klub passen und gewillt sind, den Umbruch mit einzuleiten und mitzugehen.

In der Pipeline haben die Borussen dafür so machen Spieler. Oder wie es Roland Virkus Mitte April gesagt hat: »Es ist sicherlich so, dass eine Menge Spieler vor der Tür stehen, jetzt müssen wir sie reinlassen«. Damit ‚neue‘ Borussen durch die Tür kommen können, muss erst der eine oder andere aua ihr rausgehen. Sprich: Es braucht frisches Geld.

Manu Koné ist ein Kandidat, der die Borussen verlassen könnte. Der ‚Kicker‘ berichtete jüngst, dass aus Frankreich zu hören ist, er wolle die Borussen verlassen. Mehrere Top-Klubs sollen den 21-Jährigen auf dem Zettel haben. Den Borussen könnte ein Verkauf um die 40 Millionen Euro einbringen. Auch Nico Elvedi und Florian Neuhaus wären Wechsel-Kandidaten, sollten sie ihre 2024 auslaufenden Verträge nicht verlängern wollen. Bei Elvedi soll das, wie Sky berichtete, wohl der so sein. Die AS Rom soll ein Interessent sein. 

Hack kommt und Rieder auch?

In Sachen Zugänge konnte Roland Virkus bereits Julian Weigl von Benfica Lissabon fest verpflichten. Möglich gemacht hatte das der Verlauf von Jordan Beyer in die Premier League zum FC Burnley. Ohne Ablöse fanden Lukas Ullrich von Hertha BSC Berlin und Grant-Leon Ranos den Weg an den linken Niederrhein. Gerade der Angreifer macht derzeit bei der Nationalmannschaft Armeniens positiv auf sich aufmerksam. Erstmal zwei gute Transfers von Jungs, die nichts gekostet haben und in ihrer Entwicklung noch lange nicht am Ende angekommen sind.

Ebenso im Anflug ist Robin Hack von Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld. Zuerst hatte ‚Sky’ über den bevorstehenden Wechsel berichtet. Auch wenn die offizielle Bestätigung der Borussen noch aussteht, so ist der Wechsel Informationen unserer Redaktion zufolge eingetütet und dürfte bald verkündet werden. Während über die Vertragslaufzeit noch nichts bekannt ist, so hatte sich der 24-Jährige jüngst auf seinem Instagram-Account von der Arminia verabschiedet. Da der Wechsel laut ‚Sky’ aufgrund einer Klausel wohl ablösefrei über die Bühne gehen wird, besteht hier auch kein Risiko. Auch diese Verpflichtung wäre mit Blick auf den Borussia-Weg eine gleichermaßen risikoarme und gute.

Ein weiterer heißer Kandidat soll Fabian Rieder sein. Der 21-Jährige steht noch bis 2025 bei den Young Boys Bern unter Vertrag und feierte 2020 unter Seoane sein Profi-Debüt für Bern. Die Vermutung liegt also nahe, dass die Borussen um den Schweizer Double-Gewinner und Schweizer U21-Nationalspieler buhlen. Allerdings dürfte die Konkurrenz groß sein. Rieder wird ab 21. Juni mit der Schweiz bei der U21-EM dabei sein und dürfte dann auch viele andere Klub auf sich aufmerksam machen, sollte er seine starke Form auch da unter Beweis stellen. Die Borussen müssen also richtig Überzeugungsarbeit leisten und schnell sein. Sollte Elvedi recht schnell wechseln, wäre der Transfer, der wohl um die 15 Millionen Euro betragen würde, realisierbar. 

»Mich reizt die Bundesliga«, sagt Rieder gegenüber der Schweizer Boulevard-Zeitung 20 Minuten. »Ein toller Verein«, sagt er zum Club aus Mönchengladbach. Welcher Club es dann am Ende sein werde, werde man sehen, relativiert er gleichzeitig. Heisst: Noch keine Entscheidung vor der EM? »Auch das kann ich nicht ausschliessen.«

Wie entscheidet sich Kwarteng? Morgalla nicht heiß

Weitere Namen, die in der Gerüchteküche mit den Fohlen in Verbindung gebracht werden, sind der Magdeburger Moritz Kwarteng und 1860 München-Verteidiger Leandro Morgalla. Während das Interesse an Morgalla nach Informationen unserer Redaktion nicht heiß sein soll, so wird Kwarteng, in der kommenden Woche über seine Zukunft entscheiden. Der VfL Bochum gilt auch als heißer Anwärter, entschieden ist da aber noch nichts.

In Bezug auf die Veränderungen auf der Führungsebene sind im sportlichen Beriech also alle Fragen beantwortet, in punkto Hinzufügen von neuen Skills muss erst der erste Dominostein fallen…

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