0:4 in Stuttgart! Harmlose Borussen enttäuschen auf ganzer Linie

Gegen den VfB liefen die Borussen fast nur hinterher. Foto: picture alliance / DeFodi Images | Silas Schueller

Borussia Mönchengladbach verabschiedet sich mit einer 0:4-Klatsche beim VfB Stuttgart in die Sommerpause. Im Schwabenland enttäuschten die Borussen auf ganzer Linie und hatten neben einem starken Jonas Omlin auch das Glück, nicht noch mehr Gegentore kassiert zu haben. 

Borussias Trainer Gerardo Seoane musste im letzten Saisonspiel auf Franck Honorat (Wadenzerrung), Robin Hack (Reizung Plantarfaszie), Max Wöber (Belastungssteuerung), Tony Jantschke (muskuläre Probleme), Christoph Kramer (Aufbautraining), Grant-Leon Ranos (Fußwurzelverletzung) und Simon Walde (Riss des Syndesmosebands) verzichten.

Im Vergleich zum Remis gegen Frankfurt gab es gleich vier Änderungen: Stefan Lainer und Luca Netz ersetzen Nico Elvedi und Joe Scally in der Defensive. Vorne begannen Nathan Ngoumou und Jordan Siebatcheu anstelle von Frank Honorat und Robin Hack.

Von Beginn an war es der VfB, der das Heft des Handelns an sich riss und direkt das Tor der Fohlen suchte. Vier Schüssen gaben die Schwaben in der Anfangsviertelstunde ab. In den Maschen zappelte aber keiner, weil Friedrich den Schuss von Undav blocken konnte (7.) und Antons Kopfball genau in den Armen von Omlin landete (8.). Drei Minuten später hatte Mittelstand dann die Führung auf dem Fuß, doch Omlin regierte stark (11.). Auf der Gegenseite gab es zwei Abschlüsse für die Fohlen, einer davon aufs Tor. Der kam von Plea, doch Nübel war zur Stelle (6.).

Omlin gegen Undav auf dem Posten, dann trifft Guirassy

Generell gestaltete sich die Partie ausgeglichen. Beide Teams suchten schnell den Weg nach vorne und ließen den Ball mit wenigen Kontakten immer wieder gut laufen. Vor allem die Fohlen standen hinten gut sortiert und setzten bei Ballgewinn immer wieder Nadelstiche. Dann war erneut Omlin gefordert. EM-Teilnehmer Undav fasste sich ein Herz, Borussias Nummer eins lenkte die Kugel zur Ecke, die im Anschluss nichts einbrachte (22.).

Eine Minute später führte dann aber der VfB und Guirassy erzielte sein 27. (!) Saisontor – unter „freundlicher“ Mithilfe der Fohlen. Millot setzte Guirassy in Szene, der in der Mitte des Strafraums unter Bedrängniss war und den Ball zurück spielte, der Angreifer bewegte sich danach von seinen Gegenspielern weg und wurde von Millot per hohem Ball bedient. Sein Kopfball aus kurzer Distanz schlug dann zum 1:0 im kurzen Eck ein (23.).

Guirassy schnürt den Doppelpack

 
Acht Minuten später wieder Stuttgarts Toptorjäger. Guirassy verschaffte sich Platz und versenkte die Kugel über den rechten Innenpfosten zum 2:0 in den Maschen (31.). In der Folgezeit hatten die Fohlen Glück, dass Leweling (36.) und Guirassy (41.), nur das Aluminium trafen. Und da Ngoumou die beste Chance für die Fohlen nicht nutzten konnte – der Franzose scheiterte aus kurzer Distanz an Ito und Nübel – ging es aus Sicht der Fohlen mit einem verdienten Doppel-Rückstand in die Kabine. Zwar zeigte man such bemüht im Spiel nach vorne, im letzten Drittel fehlte dann aber die nötige Präzision.

Plea mit dem ersten Abschluss nach der Pause

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine und sahen, wie Gladbachs Plea den ersten Nadelstich setzte. Nach Zuspiel von Weigl zog der Franzose ab, brachte aber nicht genug Schmackes hinter den Ball, so dass Nübel zupacken konnte (47.). Acht Minuten brachte sich Jordan in Szene, doch Stiller stoppe den Us-Boy rechtzeitig (55.). Dann mal wieder der VfB. Undav holte sich die Kugel und zog direkt ab, scheiterte aber am gut parierenden Omlin (61.).

In der Folgezeit zeigte sich der VfB gnädig und schaltstete einen Gang zurück. Die Borussen bemühten sich zwar weiter, so richtig zwingend wurden sie aber nach wie vor nicht. Im Spiel nach vorne war das weiterhin zu wenig, so dass die Schwaben kaum etwas zu tun hatten. So hatte die Partie, angelehnt an das Wetter im Schwabenland – etwas von Sommerfußball.

Jeong erstickt das letzte Fünkchen Hoffnung

Wer dann auf Seiten der Borussen noch einmal Hoffnung hatte, der wurde eine Viertelstunde vor Schluss gebremst. Da nämlich machten die Schwaben endgültig den Deckel auf die Partie. Undav schüttelte auf der rechten Seite seinen Gegenspieler ab und sah dann Silas, der in die Mitte legte. Am langen Pfosten hatte Jeong dann alle zeit der Welt, um die Kugel zum 3:0 in den Maschen zu versenken (75.). Genug hatte der VfB damit aber noch nicht. Sieben Minuten vor Schluss sorgte Silas mit seinem Treffer für das 4:0. (83.).

Das sollte dann der Schlusspunkt sein. Die Borussen zeigten sich auch im letzten Saisonspiel gerade defensiv sehr enttäuschend und nach vorne harmlos und hatten Glück, dass der VfB zweimal die Latte traf und zwischenzeitlich einen Gang zurückschaltete. Für die Fohlen endet das letzte Saisonspiel so wie die Saison ingesamt – enttäuschend. 

Die Kurzstatistik zum Spiel:

VfB Stuttgart: Nübel – Leweling (57. Stenzel), Anton, Ito (80. Rouault), Mittelstädt – Karazor (57. Jeoang), Stiller – Millot, Undav, Führich (57. Silas) – Guirassy (85. Haraguchi)

Weiter im Kader: Bredlow (ETW), Schock (ETW), Stergiou, Dahoud,

Borussia Mönchengladbach: Omlin – Lainer, Friedrich, Itakura, Netz (79. Herrmann) – Weigl – Ngoumou (66. Čvančara), Reitz, Koné (79. Fukuda), Plea (66. Ullrich) – Jordan (79. Chiarodia)

Weiter im Kader: Nicolas (ETW), Elvedi, Scally, Neuhaus

Tore: 1:0 Guirassy (23.), 2:0 Guirassy (31.), 3:0 Jeong (75.), 4:0 Silas (83.)

Gelbe Karten: Undav  / Friedrich, Herrmann

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim)

Zuschauer: 60.058 (MHP-Arena, ausverkauft)

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